28.2., 17 Uhr • 1. & 2.3., 20.00 Uhr

Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112 >

28.2. • Eintritt frei

1. & 2.3. • Eintritt: 20.- / 10.- / 3.- / Festivalpass: 30.-

Karten unter 0421 / 520 80 70 und www.schwankhalle.de >

 

MIBNIGHT Jazzfestival 2019

 

Das MIBNIGHT Jazzfestival belegt erneut die Vielfältigkeit und Wandlungsfähigkeit des Jazz, diversive Ausdrucksformen und tonsetzerische Ansätze werden dieses Mal an zwei mit je vier Bands bestückten Abenden präsentiert.

Im bewährten Umbaupausen sparenden Wechselmodus zwischen Neuem und Altem Saal der Schwankhalle zeigt sich das Festival 2019 schwerpunktmäßig mit kammermusikalisch auskomponierter Ausrichtung. Elaboriertes Zusammenspiel im Lichte eines konzeptgebenden Individuums, im Dienste des kohärenten kompositorischen Gedankens, die Freiheiten der Improvisation im Geiste des kollektiven Gesamtklangs. Ein regional, überregional, internationaler Mix, den die MusikerInneninitiative auch für dieses Jahr zusammengestellt hat und der mit dem voraus- gehenden Jugendabend den besonderen Charakter dieses 3-Tage Events bestimmt.

       

Das Festival startet am Donnerstag mit einem Jugend- und Familienkonzert und einem interaktiven Musikerlebnis der Marke Fabelhaft - Hören, Sehen, Mitspielen. Im direkten Anschluss dann fette Sounds mit der Big Band der Oberschule am Barkhof und avancierter Modern Jazz mit Swank Thing.

       

Den Freitagabend eröffnet der innovative Schlagzeugexplorator Jo Beyer mit seinem Ensemble, neuartige Klänge und intrinsisches Zusammenspiel voll ausgefuchster Raffinesse. Ein Konzerterlebnis für Entdecker und Neu-Gierige.

Thomas Bernhards’ „Heldenplatz”, die Burg, Anton von Webern... aus dieser Geschichtsträchtigkeit schöpfend folgt die intenational vielfach preisgekrönte österreichische Spitzen-Bassistin Gina Schwarz und präsentiert mit ihrem Quartett eine ganz eigene Stilvielfalt voll Komplexität und wunderbarer Zugänglichkeit. Dann ein weiterer Höhepunkt von internationalem Niveau mit dem Quartett Van Ruller / Wulfmeier / Gudenkauf / Schoenefeldt, das stilsicheren Modern Jazz der absoluten Spitzenklasse zelebriert. Zum Abschluss des Freitags die Blochianer von Die Letzte Hoffnung und ihrem gänzlich abwegigen, aber gut genießbaren Mix aus Melancholie, rabiater Direktheit und sanfter Verstörung.

       

Der Samstag beginnt klassisch pianistisch mit dem Bastian Kahrs Trio: Melodie, Romantik, Impressionismus, dazu die Seele des Gospel und die rhythmische Leichtfüßigkeit des Samba, ein rundum ausgewogenes Konzept rund um den Konzertflügel. Danach zeigt der international hoch be- und geachtete niederländische Kontrabassist Caspar van Meel mit seinem formidablen Quintett, wie hoch die Messlatte für Innovationen im Jazz hängt. Hard Bop, Swing, Funk-Rock, allerfeinste Ware in bester Güte dargeboten. Suchtgefahr! Dann die Berliner phonON 3 mit einem surreal-futuristischen Stilkonglomerat from Outer Space (also Berlin), unprognostizierbar, verspielt, bedenkenlos, vernarrt ins Ungehörte, so wie Space Jazz sein muss! 

Zum Abschluss des Festivals dann ein Highlight der ganz besonderen und ganz besonders eigenen Art, das phantastische Quintett von Alex Simu, weltmusikalische Fusion voller Empathie, Hingabe und Versenkung, ein absolut würdiger Schlusspunkt für das Festivalprogramm 2019!

       

Im Foyer der Schwankhalle ist eine neue Ausstellung mit wunderbaren Fotos und Foto-Montagen von Rolf Schöllkopf zu sehen. 

       

Radio Bremen wird das gesamte Festival wieder aufzeichnen und in den folgenden Monaten Ausschnitte in seinem Programm ausstrahlen.

 

 

Donnerstag 28.2.2019

         

17.00 Uhr, Alter Saal

Fabelhaft • Jazzkonzert für die ganze Familie

Können Kinder wirklich Jazz mögen? Die norddeutsche Band Fabelhaft möchte junge und alte Zuhörer erleben lassen, wie jung und frisch Jazzmusik ist und wie viel Spaß sie den Musikern und Zuhörern bringt. Dies ist kein normales Jazzkonzert, bei dem man still auf seinen Stühlen zuhört, sondern gleichzeitig ein Mitmach-Konzert für Familien mit Kindern im Vor- und Grundschulalter.

  

18.30 Uhr, Alter Saal

JUGEND JAZZT Konzertabend

Es spielen u.a. die Bigband der Oberschule am Barkhof und Swank Think. Grooviger Swing mit dem vollen Pfund Big Band Gebläse und aufgregender Neo Bob mit innovativen Modern Jazz Sounds!

 

 

Freitag 1.3.2019

         

20 Uhr, Neuer Saal

Jo Beyer Quartett

Schlagzeug-Prodigy Jo Beyer, weltweit gereist und sämtliche Möglichkeiten

des zeitgenössischen Jazz auslotend, sucht und findet nicht nur neue Ausdrucksformen am Schlagzeug, sondern mit seinem Quartett auch genau die Besetzung an Lieblingsmusikern, die er für seine entrückt frohsinnige, rhythmisch komplexe selbst komponierte Lieblingsmusik braucht. Überraschende Wendungen, ausgetüftelte Arrangements, intensive Interaktion. Ein Heavy Metal Hard Rock Free Jazz Experiment voll musikalischer Urgewalt.

Sven Decker - tenorsaxophon • Andreas Wahl - e-gitarre, 12-saitige akustikgitarre

Roman Babik - piano • Jo Beyer - schlagzeug, komposition

  

 

21 Uhr, Alter Saal

Gina Schwarz Quartett

Den gesamten Kanon an Traditionen der Wiener Klassik und Moderne im Gepäck, tritt die brilliante und vielfach preisgekrönte Bassistin Gina Schwarz (u.a. Best Performance of the Year - All about Jazz 2007, Music Maker Composition 2007), gern mit Jim Black, aber auch schon mit Mino Cileno oder Jose Feliciano unterwegs, hier mit einer feinen 4er Besetzung an, kammermusikalische Kunstmusik und freies Spiel verschmelzen zu einer ungehörten Kombination, imaginativ-entdeckerfreudige Komositionen werden in einer einzigartigen Artikulation umgesetzt, federnde Walking Bass Linien, Grooves zum Abheben, offene Improvisation, Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Lisa Hofmaninger - sopransaxophon, bassklarinette • Primus Siter - gitarre

Gina Schwarz - kontrabass • Judith Schwarz - schlagzeug

 

 

22 Uhr, Neuer Saal

Van Ruller / Wulfmeier / Gudenkauf / Schoenefeldt

Im Zusammenhang mit dem niederländischen Gitarristen Jesse van Ruller war schon häufiger von Weltklasse die Rede, die Liste seiner Kollaborationen liest sich entsprechend mit Namen wie u.a. George Duke, Joe Lovano, Peter Erskine, Christian McBride, Toots Thielemans, Roy Hargrove. Seine aktuellen Mitstreiter liefern auf der nicht unpassend betitelten Anfang 2019 erscheinenden Debut CD „Personality Standards” ein Umfeld, das diesem Niveau entspricht. State of the Art Modern Jazz mit fein austarierten Arrangements, solide grundierter Rhythmusarbeit und souveränen solistischen Höhenflügen.

Jesse van Ruller - gitarre • Eike Wulfmeier - piano • Michael Gudenkauf - kontrabass Christian Schoenefeldt - schlagzeug

  

 

23 Uhr, Alter Saal

Die Letzte Hoffnung

Klare Kontraste sind das Motto dieses neuen spielfreudigen Vierers aus Bremer HfK-Absolventen mit einem stilistischen Portfolio aus melancholischen Balladen, Free Jazz, Rock der härteren Sorte bis hin zu heiter

Impressionistischem. Halb gesucht und halb getrieben und, wie die Akteure selbst sagen, vom Schicksal in die Abgründe des Jazz verschlagen, produzieren sie düstere, aber auch eigensinnig-heitere Klänge für die ganz tief liegenden Keller verhangener Jazz-Nächte.

Hauke Schlüter - basssaophon, bassclarinette • Jens Rathfelder - gitarre

Jonas Teichmann - kontrabass, e-bass • Jannik Stock - schlagzeug

 

 

 

Samstag 2.3.2019

 

20 Uhr, Neuer Saal

Bastian Kahrs Trio

Melodiösität, leichtfüßige Improvisationen mit glasklaren Linien, swingendes Power Play und romantisches Feeling sind die Trümpfe dieses klassisch besetzten Bremer Klavier-Trios. Samba, Gospel und Einflüsse aus der klassischen Klavier-Musik machen die Kompositionen Kahrs zu einem abwechslungsreichen, gut ausbalancierten Hörvergnügen, detailreich umgesetzt von einer aufmerksamen, gut eingespielten Rhythmusgruppe. 

Bastian Kahrs - piano • Michael Bohn - kontrabass • Oliver Spanuth -schlagzeug

 

 

21 Uhr, Neuer Saal

Caspar van Meel Quintett

Der mit internationalen Preisen (u.a. Future Sound Competition) ausgezeichnete Caspar van Meel kann bereits Projekte mit Saxophon-Guru Steve Coleman, Reggie Workman, Jeff Tain Watts u.a. aufweisen. Sein gegenwärtiges Quintett entspricht genau diesem Werdegang: Klassischer Hard Bop, hochenergetischer Swing, ostinate Bass Riffs, grooviger Funk Rock – die in harmonischer Experimentierfreude agierende Truppe des niederländischen Vorzeige-Bassisten weiß alle Register des zeitgenössischen Jazz zu ziehen, Routine paart sich mit Neugier, Erfahrung mit Entdeckergeist.

Denis Gäbel - tenorsaxophon • Tobias Wember - posaune • Roman Balik - piano

Caspar van Meel - kontrabass • Niklas Walter - schlagzeug

  

 

22 Uhr, Alter Saal

phonON 3

„free electro-acoustic minmal country slowbeat sleepjazz experimental astro phonk” (Selbstbeschreibung)

Astraler Hipster-Jazz aus den endlosen Weiten des Berliner Undergrounds. Ein eklektisches Gemenge, das seinesgleichen sucht, unerwartet, psychedelisch, zum Hören und Fühlen! Mastermind Martin Klingeberg ist ein umtriebiger, aktiver Geist mit zahlreichen internationalen Tourneen, der schon vielfach für die Theater-Genies Robert Wilson und Claus Peymann gearbeitet hat. Hier mit seinem langjährigen Laborteam an den Reagenzgläsern und Instrumenten. 

Martin Klingeberg - trompete, tenorhorn, effekte, stimme • Jan Roder - e-bass 

Christian Marien - schlagzeug

  

 

23 Uhr, Neuer Saal

Alex Simu Quintett

Und zum Abschluss noch ein Schmuckstück, ein Juwel, ein Stil- und Instrumentenmix der ganz besonderen Art. Alex Simu ist vielfach für seine phantastischen Filmmusiken ausgezeichnet worden. Mit der großartigen CD „Echoes of Bucharest” aufwartend, bietet sein außerordentliches Quintett eine rümänisch-deutsche Begegnung von unglaublicher Virtuosität und emotionaler Tiefe. Innovation und Überlieferung im Zeichen der Liebe, so das Motiv des begnadeten Bandleaders, sich immer wieder auf transkulturelle Reisen zu neuen Klängen und Erfahrungen zu begeben. Hier entfällt jegliches Name Dropping, Musik von geradezu abenteuerlicher Schönheit und Eigenständigkeit.  

Alex Simu - bassklarinette • Franz von Chossy - piano  • George Dumitriu - viola, gitarre • Jörg Brinkmann - cello • Kristijan Krojncan - cello, schlagzeug