© Rolf Schöllkopf

15.12.2017, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 178

Sheridan Niehusmann Wörmann

Angelika Sheridan - c-flute, bass flute

Frank Niehusmann - computer, controller • Hainer Wörmann - gitarre

 

30.11.2017, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 177

Lohnberg-Holm / Camatta & Sobotta

Fred Lonberg-Holm - cello • Simon Camatta - schlagzeug

Uli Sobotta - euphonium, kornett

 

1.11.2017, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 176

Dirk Friedrich & Markus Markowski

Dirk Friedrich - chromatische mundharmonika, piano

Markus Markowski - gitarre, electronics

 

26.9.2017, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 175

Gratkowski / Tramontana

Frank Gratkowski - altsaxophon, klarinetten

Sebastiano Tramontana - posaune • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

 

3.6.2017, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 174

WIE?! 

Wiesbadener Improvisations Ensemble

Dirk Marwedel - erweitertes saxophon • Uli Phillipp - kontrabass

Wolfgang Schliemann - schlagzeug, perkussion

 

7.12.2016, 20 Uhr

Galerie am Schwarzen Meer, Am Schwarzen Meer 119, Bremen

IMPROVISATIONEN 173

Hans Tammen - Endangered Guitar

Hans Tammen - endangered guitar & signal processing

Uli Sobotta - euphonium, althorn (Gast im 2. Set)

 

15.11.2016, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

reLINK 1

Imaginary Life Forms

Stephan Meinberg - trompete, euphonium • Vlatko Kucan - tenor- & sopran- saxophon • Gordon Beeferman - klavier • John Hughes - kontrabass

Björn Lücker - schlagzeug

 

3.11.2016, 20 Uhr

Galerie am Schwarzen Meer, Am Schwarzen Meer 119, Bremen

IMPROVISATIONEN 172

HÜBSCH / MARTEL / ZOUBEK

Pierre-Yves Martel - viola da gamba, objekte • Carl Ludwig Hübsch - tuba Philip Zoubek - piano

 

28.10.2016, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 171

The Wisseltangcamatta

Georg Wissel - (präp.) saxophon, klarinette • Achim Tang - kontrabass

Simon Camatta - schlagzeug, perkussion

 

3.6.2016, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 170

Uliben Duo

Cancoin / Phillipp / Hammerschmidt

Benoit Cancoin - kontrabass • Ulrich Phillipp - live-elektonik, kontrabass

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

 

27.5.2016, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 169

Lettow / Erel

Gunnar Lettow - e-bass, objekte, elektronik

Korhan Erel - computer, controllers 

 

30.3.2016, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 168

Stefan Schultze / Ludger Hennig

Stefan Schultze - präpariertes klavier, klavier • Ludger Hennig - laptop

 

13.2.2016, 22.30 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 167

Kimmig - Studer - Zimmerlin feat. Elliott Sharp >

Elliott Sharp - gitarre • Harald Kimmig - geige • Daniel Studer - kontrabass Alfred Zimmerlin - cello

gefördert von:

 

16.1.2016, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 166

Niese - Sobotta

Thomas Niese - kontrabass • Uli Sobotta - euphonium

Markowski - Wörmann

Markus Markowski - e-gitarre, electronics

Hainer Wörmann - e-gitarre, objekte

 

5.12.2015, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 165

Ulher - Wörmann

Birgit Ulher - trompete, radio, dämpfer • Hainer Wörmann - e-gitarre, objekte


Birgit Ulher hat eine differenzierte Grammatik von Klängen jenseits des konventionellen Trompetentons entwickelt und ist eine wunderbare

Improvisatorin.

Gerade von einer ausgedehnten Mexiko-Tour zurück ist Ulher hier erstmals mit Hainer Wörmann im Duo zu erleben. Beide kennen sich seit längerem aus gemeinsamem Spiel in größeren Formationen.

14.11.2015, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 164 >

Reconstructions: Werke für Gitarre & Live-Elektronik

Erhard Hirt - e-gitarre, präparationen & computer

 

Anlässlich der digitalen Wiederveröffentlichung seiner ersten Solo-Produktion "Zwischen den Pausen von 1983 stellt der Gitarrist Erhard Hirt frühe Werke (eigene Gitarrenstücke) aus den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch einmal in rekonstruierter Form vor. 

Die in der Zwischenzeit rasant fortgeschrittene Entwicklung im Bereich der Musik-Elektronik macht nicht nur eine Software-Rekonstruktion benutzten elektroakustischen Klang-Processings nötig, sondern führt zu einer Neuinterpretation ursprünglicher Spielideen.

 

"...ein anregender und phantasievoller Gitarrist." (Bert Noglik)


"He makes music, good music of unwieldy beauty." (Ellen Brandt)


  "...one of the most important of today’s West-German guitarists." (Davey Williams)


"Kurz gesagt, manchmal ursprünglich, immer berstend mit uneinordbarer Erfindungsgabe." (Chris Blackford)


"Erhard Hirt kennt den Einsatz und das Spiel. Das ist exzellente zeitgenössische Musik" DNO, (Revue et Corrigée / F 1 /'95)


"Erhard Hirt klingt nicht wie andere Gitarristen. Das ist das Geheimnis." (Markus Müller)


"Hirt agiert ... mit der E-Gitarre wie mit dem Zauberstab: ein Merlin der Klänge." (Günter Moseler)

17.10.2015, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, Bremen

IMPROVISATIONEN 163

Georg Ruby - Michel Pilz Duo > >

Georg Ruby - piano • Michel Pilz - bassklarinette


Seit 2007 arbeitet der Kölner Pianist Georg Ruby zusammen mit dem luxemburgischen Bassklarinettisten Michel Pilz an dem gemeinsamen Projekt "Instant Composings". Beide Musiker haben sich kennen und schätzen gelernt im Laufe ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Luxembourg, Köln und Saarbrücken. Michel Pilz und Georg Ruby gehören - jeder auf seine Weise - seit Jahren und Jahrzehnten zu den wichtigsten Musikern der europäischen Jazzszene im Bereich der Improvisierten Musik, dokumentiert durch eine Vielzahl von Tonträgern, Rundfunkproduktionen und zahllose Tourneen auf allen Kontinenten dieser Welt.

Georg Ruby ist auf vielfache Weise unterwegs: als Solopianist, mit seinem Trio "Village Zone", als Duopartner des Saxophonisten Wollie Kaiser, als Leiter des "Blue Art Orchestra", mit dem er den Deutschen Orchesterwettbewerb gewonnen hat. Er ist Mitbegründer des mittlerweile legendären Stadtgarten-Projekts in Köln, betreibt seit vielen Jahren das Label JazzHausMusik (mittlerweile über 200 Produktionen) und ist seit 2002 und ist verantwortlich für den Jazz-Studiengang an der Hochschule für Musik (HFM) Saar in Saarbrücken.

Michel Pilz lebt und arbeitet in Luxembourg und gilt als Altmeister der Bassklarinette im Bereich der improvisierten Musik. Der langjährige Kollege und kongeniale Co-Improvisator in den Bands Manfred Schoofs ist einer der versiertesten und phantasiereichsten Jazz-Musiker weltweit. Das Konzept der "Instant Composings", spontane, erst auf der Bühne entstehende "Live-Kompositionen", bildet das Zentrum der musikalischen Interaktion von Georg Ruby und Michel Pilz. Auf der einen Seite mit purer Lust an intensiver, manchmal auch rein geräuschorientierter Improvisation, auf der anderen Seite groovend in jeder Ausprägung, ob freitonal oder harmonisch gebunden: Michel Pilz' und Georg Rubys Bandkonzeption überzeugt durch ihren außergewöhnlichen kommunikativen Farbenreichtum - und durch einen unbändigen musikalischen Humor.

Die Produktion des Duos Georg Ruby - Michel Pilz „Deuxième Bureau“ (JHM 205) wurde vom THE NEW YORK CITY JAZZ RECORD zum Album des Jahres 2011 gewählt.

9.9.2015, 20:30 Uhr 

Kunsthalle Bremen, Südfoyer

Eingang: Hinterseite Kunsthalle (links neben dem CANOVA)

IMPROVISATIONEN 162

KLANK con PHIL MINTON > >

Phil Minton - stimme • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, sachen
Markus Markowski - gitarre, sachen • Christoph Ogiermann - violine, stimme, sachen • Tim Schomacker - alltagsperkussion, stimme, sachen

Hainer Wörmann - gitarre, sachen

 

Im September 2015 setzt das Bremer MusikAktionsEnsemble KLANK seine international besetzten konzertanten Begegnungen fort. Mit dem englischen Vokalisten Phil Minton kommt ein herausragender Vertreter der gegenwärtigen improvisierten Echtzeitmusik für drei gemeinsame Konzerte (Oldenburg/Bremen/Münster). Mit seinen kunstvollen existenziellen Lautäußerungen zwischen Songanmutung und StimmSound wird er die feingliedrigen bis halsbrecherischen musikalischen Aktionen von KLANK in hoffentlich noch unbekanntere Gefilde führen. 

Phil Minton ist einer der originellsten Vokalisten der zeitgenössischen Musik. Seit den frühen 60ern tourte er als Trompeter und Sänger u.a. mit dem Mike Westbrook Orchestra durch die ganze Welt. 1974 begann Phil Minton mit experimentellen Theatergruppen zu arbeiten. 1975 formierte er mit Maggie Nicols und Julie Tippett die Vokalgruppe Voice. Seit 1976 arbeitet er als Solist und in verschiedenen Formationen vor allem improvisierter Musik, u.a. im Duo mit Fred Frith, Roger Turner und Peter Brötzmann. Während der 80er Jahre beschäftigte er sich mehr und mehr mit Multimedia-Arbeiten, u.a. mit FM Einheit. 1987 begann die Zusammenarbeit mit Veryan Weston, die zu zahlreichen Projekten führte.1988 wurde er vom International Jazz Forum zum besten Sänger Europas gewählt.

Präzise und volltönend vom authentischen Blues oder von einer Rossini-Arie in farbenprächtige Geräuschkollagen wechselnd, fesselt er sein Publikum und schafft magische Momente. Nichts wirkt aufgesetzt. Minton lebt in jedem Laut. Der Kritiker Markus Müller: "Er genießt den Blick über alle Genregrenzen hinweg…ob traditionelle Liedform oder Kehlkopfakrobatik im Stil des instant-composing, Mintons Stimme umfasst eben mehr als irgendwelche Oktaven, sie erarbeitet sich die ganze Musik, liebevoll manchmal auch ein bißchen respektlos… Dass er diesen Fundus, dieses kollektive Stimmklanggedächtnis in all seinen Ausdifferenzierungen in zum Teil stupender Reaktionsschnelligkeit in den Diskurs der freien Improvisation einbringt, lässt die meisten Hörer … auch an Ihren Ohren zweifeln."

17.7.2015, 23.30 Uhr

BREMINALE, Zelt 'Himmelwärts', Osterdeichwiese > >

IMPROVISATIONEN 161

Filmbüro Bremen/Super-8-Abend

MACH & Brass

Markus Markowski - gitarre, electronics • Hannes Clauss - schlagzeug

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

& Christoph Knoche - saxophon, bassklarinette • Uli Sobotta - euphonium


MACH & Brass vertont auf der BREMINALE Super-8 Kurzfilme live auf der Bühne. Für die Musiker ist dies eine Herausforderung, denn sie sehen die Filme wie das Publikum erstmals auf der Leinwand. Ihnen wird daher ein Maximum an Improvisation abverlangt. Dabei entstehen, gemäß dem Motto „Nie gehört!“, spontane Lautmalereien und einzigartige Klangteppiche.

Das Trio MACH nutzt alle zeitgemäßen Stile, dreht sie durch den Wolf und versetzt sie mit emphatischen Free-Formen. Die den drei Musikern gemeinsame Lust am zum Teil blitzschnellen Rekontextualisieren von musikalischem und außermusikalischem Material spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Daher realisiert MACH auch liebend gerne Projekte mit KünstlerInnen anderer Genres wie beim Super-8-Abend. Dafür gönnt sich die Band zudem eine kleine aber äußerst feine Brass-Section und hat als Gäste Christoph Knoche aus New York und Uli Sobotta aus Bremen eingeladen.

2.5.2015, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 160

Double the Double Bass #6 > >
Barry Guy / Sebastian Gramss

Barry Guy - kontrabass • Sebastian Gramss - kontrabass


Barry Guy, einer der innovativsten Kontrabassisten der aktuellen internationalen Jazz- und Impro-Szene ist auf Tournee im Duo mit dem Kölner Ausnahmebassisten und Echo-Preisträger Sebastian Gramss. Mit im Gepäck haben die beiden das gemeinsame neue Album »Thinking of …«, ein Memorial für den verstorbenen Bassmaestro Stefano Scodanibbio, das bei WERGO Records erschienen ist. 

Die beiden Kontrabassisten spielen in Sebastian Gramss Reihe „Double the Doublebass“. Gramss hatte diese Duo-Reihe bereits mit den Bassisten Barre Philips, Tetus Saito und Mark Dresser begonnen und lotet in den unterschiedlichen Kombinationen nicht nur melodische und perkussive Möglichkeiten des Instruments mit seinen Partnern aus, sondern öffnet mit den musikalisch und kulturell ganz anderen Backgrounds, Türen zu spannenden musikalischen Zwiegesprächen.


19.3.2015, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 159

Bertoncini / Lehn / Sobotta >
Tiziana Bertoncini - violine • Thomas Lehn - analog synthesizer

Uli Sobotta - euphonium, gitarre, stimme


Die Duo-Zusammenarbeit von Tiziana Bertoncini und Thomas Lehn reicht zurück bis in das Jahr 2002 und führte sie bislang auf Konzertreisen nach Deutschland, England, Italien, Frankreich, Österreich, Schweiz und die Slowakische Republik. Sie sind Gründungsmitglieder des ensemble]h[iatus, das sich 2006 formierte mit der zentralen Idee, sich gleichermaßen beiden Formen der zeitgenössischen Musik – der notierten und der in Echtzeit geschaffenen – zu widmen. Beim MIB-Konzert kommt es zu einer spannenden musikalischen Begegnung mit dem vielseitigen Bremer Improvisator Uli Sobotta.

12.2.2014, 20 Uhr

Ort: Galerie K', Alexanderstraße 9b

IMPROVISATIONEN 158

KLANK: THE FRENCH KONNEKTION #4 w/ Lê Quan Ninh

Lê Quan Ninh - perkussion • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, sachen
Christoph Ogiermann - violine, stimme, sachen • Tim Schomacker - alltagsperkussion, stimme, sachen • Hainer Wörmann - gitarre, sachen


Mit THE FRENCH KONNEKTION #4 setzt das Bremer MusikAktions Ensemble KLANK im Februar 2015 seine Reihe konzertanter deutsch-französischer Begegnungen fort:  Mit wenigen Spielmaterialien erschafft der französischen Perkussionist Lê Quan Ninh eigensinnige musikalische Formen. Es geht dabei um Verräumlichung und Wiederholung sowie – gerade im Zusammen- spiel mit anderen Musiker/innen – um die performative Dimension seines Spiels. Die bisweilen intime, an anderer Stelle schroffe Behandlung seines Instruments, der gelegentlich nicht-perkussive Gestus seines Perkussionsspiels sowie Lê Quans Offenheit für raumgreifende konzertante Formen verbindet sich in immer neuen Mischverhältnissen mit der Praxis neueigener und etablierter Klangerzeugung von KLANK.

21.11.2014, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 157

KANTAPPER

Thomas Maos - gitarre • Uli Sobotta - euphonium, gitarre, stimme

Steffen Moddrow - schlagzeug


Maos war Mitglied der Dead Poets, Moddrow spielte anlässlich der Documenta X mit dem Zappa Schlagzeuger Jimmy Carl Black, und Sobotta tönte vor Jahren mit Sainkho Namtchylak auf dem MIBNIGHT Jazzfestival. Zusammen präsentieren die drei Musiker ein hitziges Konglomerat aus improvisierten, mal experimentellen, mal tonal und rhythmisch strukturierten Zutaten – neugierig, inspiriert und pfannenfest.
„KANTAPPER – das ist Dada Blues zwischen Kurt Schwitters, Frank Zappa und Albert King – fantastisch!“

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 156 XXL

 

17.10.2014, 20 Uhr

Wassermann - Russell - Sobotta

Ute Wassermann - stimme • John Russell - gitarre
Uli Sobotta - euphonium, althorn

 

18.10.2014, 20 Uhr

Sonata erronea

Dušica Cajlan-Wissel - klavier • Gunda Gottschalk - violine, viola


Wassermann - Russell - Sobotta

Es ist lange her, dass die in Berlin lebende, Ute Wassermann und John Russell aus London zu Gast in Bremen waren. Ute Wassermann hatte 2008 einen fulminanten Auftritt mit Phil Minton, Thomas Lehn und Martin Blume bei den Improvisationen zu Gast im Museum Weserburg und John Russell muss mit seinen beiden Auftritten 1997 und zuletzt 2002 schon als bewährte Kraft der Reihe gelten. Umso größer die Freude die beiden wieder zu hören und zu sehen ...eine Stimme als vielstimmiges, extremes Klanginstrument, zusätzlich maskiert mit Vogel- und Gaumenpfeifen, dazu das wunderbare Gitarrenspiel von John Russell und die weichen Euphonium- und Althornklänge von Uli Sobotta ..... in dieser Konstellation zum ersten Mal in Bremen zu hören!

Sonata erronea

Neben dem Streichquartett ist die Duo-Besetzung Violine/Klavier die am meisten beschenkte Kammermusikgattung. Nun entdecken zwei Ausnahmemusikerinnen hinter dieser klassischen Gattung ganz neue Abwege, Umwege und Seitenwege. Mit ihren freien Improvisationen lassen Pianistin Dušica Cajlan-Wissel und Violinistin Gunda Gottschalk so eine äußerst phantasievolle Musik mit einem eigenartigen Lyrismus entstehen.

30.8.2014, 20 Uhr

K´, Zentrum Aktuelle Kunst, Alexanderstraße 9b, Bremen

IMPROVISATIONEN 155
OGIERMANN PALMTAG > Holz der Umkehrschule
Alltag/Stimme/Elektrik/Performance und RELEASE KONZERTtour

Christoph Ogiermann - stimme, elektronik, zeug

Jürgen Palmtag - stimme, elektronik, zeug

  

Irgendwo zwischen ad-hoc-Hörspiel, Sprachperformance, Materialmusik, Alltagspercussion und Elektronik bewegt sich das Duo Christoph Ogiermann – Jürgen Palmtag. Kennengelernt haben sich die beiden 2006 in der Cité des Arts in Paris. Seitdem produzieren und spielen sie gemeinsam improvisierte Hörstücke. Meist seltsam genug! Die erste Ladung von Stücken ist jetzt auf der OGIERMANN PALMTAG Doppel LP bei roruys imifest (http://roruysimifest.bandcamp.com) erschienen und wird mit der REALEASE KONZERTtour gefeiert.

 

mehr Infos hier > > > >

21.6.2014, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 154
Lemke - Wörmann

Helmut Lemke - tape-machine • Hainer Wörmann - gitarre

 

Helmut Lemke lebt bei Manchester, arbeitet international als Klangkünstler, hat lange an englischen Hochschulen unterrichtet und betreibt als weiteres Standbein Kooperationen mit Musikern wie Claus van Bebber, Michael Vorfeld, John Jasnoch u.v.a. Bei seinem letzten Konzert in Bremen war er mit „longstrings“ zu hören, dieses Mal bringt er seine „tape-machine“ mit. Eine Eigenkonstruktion, die aus ca. 20 unterschiedlich arbeitenden Laufwerken besteht, die er mit selbst produziertem Cassettenmaterial bestückt und unterschiedlichen Manipulationen wie z.B. Geschwindigkeit, Laufrichtung u.a. unterzieht.  In letzter Zeit stößt analoge „old-school“-Technologie wieder auf verstärktes Interesse, wie Lemkes weitere Tourstationen in Berlin und Kopenhagen zeigen.

Lemke wird zuerst solo und dann im Duo mit Hainer Wörmann zu hören sein, mit dem er seit 2002 zusammenarbeitet.
Mehr Infos hier >

17.5.2014, 21 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 153
Doppelkonzert

Riccardo Castagnola

Riccardo Castagnola - live electronics

Mano Kinze / Heiko Müller

Mano Kinze - amplifizierte akustische gitarre & gegenstände
Heiko Müller - schlagzeug, gerümpel, geige, sprache, text, cd-player

 

Den ersten Set gestaltet der italienische Komponist und Sounddesigner
Riccardo Castagnola mit einer Improvisation für Live Electronics.

mehr Infos hier >
Im Anschluss präsentiert das Improvisations- und Performanceduo
Mano Kinze / Heiko Müller eine Hommage an Martin Luther King,
John Coltrane, Janis Joplin und Iannis Xenakis.

mehr Infos hier >

25.1.2014, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 152
Graf Hammermann

Willehad Grafenhorst - hawaiigitarre, laptop
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

Wolfgang Schliemann - perkussion

 

Sie ließ ihn mal wieder warten – gelangweilt nahm er wahllos einen der Flyer, die auf dem Tisch verteilt waren und traute seinen Augen nicht. In großen Lettern las er seinen Namen – Graf Hammermann – das konnte doch nur ein Scherz sein – expressive Improvisation – so der Untertitel. Absurd! Graf Hammermann und Improvisation, und auch noch expressiv – aber die Besetzung klingt interessant – es geht offensichtlich um Musik... wahrscheinlich immer noch besser, als hier zu warten, dachte er und machte sich auf den Weg... 

20.11.2013, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 151
Wissel / Nies & Guests

Georg Wissel - (präp.) saxophone • Joker Nies - electronics
& Hainer Wörmann - (präp.) gitarre • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

        
Die interaktive, sich durchdringende Klanggenese ist eines der Markenzeichen des Kölner Duos. Eine besondere Charakteristik bekommt die Zusammenarbeit der beiden Akteure dadurch, dass sie im Laufe ihrer Performance immer wieder durch Wechsel in ihrer Spielhaltung die Rollen tauschen. Mittels einer Art unsichtbarem Corpus Callosum verstehen es Wissel / Nies Klanggebilde zu erzeugen, die sich sowohl an reiner Frequenz und Soundstrukturen, als auch an einem kommunikativen, narrativen Approach, einschließlich bizarrer Melodiefragmente, orientieren. Im zweiten Teil des Konzerts kommt es dann zu einer musikalischen Begegnung mit den beiden Bremer Musikern Hainer Wörmann und Reinhart Hammerschmidt.

1.11 / 2.11.2013, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 150
Jubiläums Special

 

Fr 1.11.
Olbertz / Markowski / Sobotta
Caro Olbertz - stimme • Markus Markowski - präp. gitarre, electronics
Uli Sobotta - euphonium, plesshorn

 

Die Sängerin Caro Olbertz studierte Jazzgesang an der ‚Hochschule für Musik Franz Liszt’ in Weimar. Hier initiierte sie eine Sessionreihe für frei improvisierte Musik und konnte so ihr eigenes Klangspektrum im Austausch mit Instrumentalisten kontinuierlich erweitern. In Berlin fühlt sie sich stark inspiriert vom Sound der großen Stadt. Mit Klarheit und Neugier zirpt sie spielerisch, virtuos und farbenfroh. Zusammen mit den beiden Bremer Brüdern im Geiste, dem Gitarristen und Elektronik-Devisor Markus Markowski und dem Euphonium- und Plesshornspieler Uli Sobotta ist Caro Olbertz Garant für einen spannenden Konzertabend.  

 

Sa 2.11.
Ulher / Büttner

Birgit Ulher - trumpet, speaker, mutes

Gregory Büttner - computer, speaker

 

Gregory Büttner schickt seine Sounds vom Computer durch diverse kleine Lautsprecher, welche Birgit Ulher gleichzeitig als Dämpfer für ihre Trompete benutzt. So werden die Sounds von Trompete und Elektroakustik durch die Schallresonanzkammer der Trompete moduliert, die somit simultan als Sender und Empfänger funktioniert. Das Hamburger Duo spielte seit 2008 europaweit zahlreiche Konzerte (Auswahl): Ahornfelder Festival (Leipzig), Avantgarde Festival (Schiphorst), Ny Musikk (Bergen / Norwegen), Fylkingen (Stockholm / Schweden), Festival Klub Katarakt (Hamburg), Blurred Edges Festival (Hamburg), Prinzhorn Sammlung (Heidelberg).

 

Lentz / Hammerschmidt
Ulrike Lentz - flöte • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

 

Ulrike Lentz und Reinhart Hammerschmidt präsentieren eine Musik kammermusikalischer Intensität, wie man sie so nur selten erleben kann. Hammerschmidt ist ein Allrounder des Basses. Grenzen sind für ihn da, um ausgekundschaftet und überschritten zu werden. Seine Spielpraxis kennt das verspielte Aperçu ebenso wie die ruppige Betrommelung des Holzes. Ulrike Lentz' Flöte steht dem keineswegs nach. Über das klassische Flötenrepertoire hinaus gilt ihr Interesse der Entgrenzung des Instruments und seiner Spielweisen im Kontext Neuer Improvisierter Musik – man darf auf ein aufregendes Hörabenteuer gefasst sein.
 

IMPROVISATIONEN 150

Einhundertfünfzig Konzerte in dreiundzwanzig Jahren, zusätzlich neun Festivals, außerdem seit Jahren die erhebliche Beteiligung an den Festivals der MIB (Musikerinitiative Bremen) – das muss der Reihe IMPROVISATIONEN erst einmal jemand nachmachen! Trotz eines Mini-Etats haben die Organisatoren mit großer Beharrlichkeit an ihrem Gedanken festgehalten, die aktuellen Entwicklungen improvisierter Musik abzubilden, spannende Musiker in die Stadt zu locken.
  
Insgesamt 281 Musikerinnen und Musiker aus 20 Ländern sind seit 1990 Gast der IMPROVISATIONEN gewesen. In anderen Sparten würde bei einer derartigen Konstanz, Konsequenz und Kooperationsfähigkeit längst von einem Musterprojekt geredet.
  
„Kooperation“ ist ohnehin das Zauberwort, dem sich die Reihe verschrieben hat. So wurde in den bisher einhundertfünfzig Konzerten überwiegend nach dem Prinzip verfahren, die eingeladenen Musiker zunächst mit eigenen Sets vorzustellen, sie aber anschließend auf Bremer Improvisatoren treffen zu lassen. Dieser Werkstattcharakter der Konzerte bietet allerhand Vorteile. Zum einen schult es beide beteiligten Seiten eminent, zum zweiten schafft es intimere Kontakte, als sie durch eine bloße Einladung zum Konzert zu erzielen wären, was, drittens, zur Bildung eines Netzwerkes führt, das gerade in der Freien (und durchaus nicht begüterten) Szene von überlebenswichtiger Bedeutung ist.
  
Erstaunlich, was die Reihe geleistet hat: Zum einen hat sie einige der großen, hinlänglich bekannten, improvisierenden Musiker wie Phil Minton, Evan Parker, Urs Leimgruber, Peter Kowald, Steve Lacy, Lol Coxhill, Keith Rowe, Gunter Hampel, Hans Reichel, Roger Turner, Erhard Hirt sowie unlängst Barre Phillips in die Stadt gelockt, zum anderen waren hier entschiedene Entdeckungen zu machen. Um auch nur einige Namen zu nennen: die Hamburger Tänzerin Mizuki Wildenhahn, der New Yorker Perkussionist Jeff Arnal, die koreanische Sängerin Ge-Suk Yeo oder der niederländische Sprachartist Jaap Blonk.  Christian Emigholz, 10.2013

13.6.2013, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 149
Barre Phillips - Sebastian Gramss
DOUBLE THE DOUBLE BASS
Barre Phillips - kontrabass • Sebastian Gramss - kontrabass
         
Barre Phillips (US/F), legendärer Altmeister und Begründer der Solo-Bass Tradition, auf Tournee mit dem Kölner Ausnahmebassisten Sebastian Gramss, einem der innovativsten Vertreter der aktuellen Musikszene (u.a. frisch gekürter ECHO Preisträger 2013).
Phillips ist ein Bassist des Creative Jazz und der neuen Improvisationsmusik, er spielte mit Musikern wie Ornette Coleman, Dave Holland, Archie Shepp und Derek Bailey. Sein Bassspiel ist einerseits einer freien Tonalität verpflichtet, gründet aber weiterhin in einer tiefen Melodiosität.
Phillips und Gramss kennen sich seit knapp 25 Jahren, musikalisch vereint sie ihre undogmatische Spielhaltung.

11.5.2013, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 148
SPEICHER - WÖRMANN - WOLF
Martin Speicher - saxophon, klarinette • Hainer Wörmann - gitarre
Georg Wolf - kontrabass
         
Der Kritiker Werner Merz hat die künstlerische Übereinstimmung und das Zusammenspiel von Martin Speicher und Georg Wolf als „geradezu telepatische Empathie“ bezeichnet. Seit 20 Jahren arbeiten die beiden zusammen: ob energetische oder aufs Minimum reduzierte Spielweisen, ob raue Texturen, schroffe Wechsel oder weit ausholende Flächen, das Vokabular ihrer Improvisationen ist weit entwickelt. Der Bremer Gitarrist Hainer Wörmann wird sich in diesen musikalischen Kosmos einerseits ein- bringen, andererseits sein eigenes Vokabular – auch als Störung – produktiv machen.

3.5.2013, 20 Uhr
MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 147
Bernadette Zeilinger & Gäste
Bernadette Zeilinger - blockflöten • Florian Oberlechner - akkordeon
Johannes Haase - violine • Johannes von Buttlar - schlagzeug
Markus Markowski - gitarre, live elektronik
         
Nach ihren Universitätsabschlüssen in Pädagogik und Blockflöte in Wien studierte Bernadette Zeilinger in Basel bei Fred Frith und Alfred Zimmerlin Improvisation und absolvierte ihr Masterkonzert in spezialisierter Performance mit Auszeichnung. Eine wichtige Inspirationsquelle für sie ist das Spielen mit vielen verschiedenen MusikerInnen im Rahmen ihrer internationalen Konzerttätigkeit.
Bei den IMPROVISATIONEN wird sich Bernadette Zeilinger zunächst im ersten Set als Solistin präsentieren. Im zweiten Teil des Konzerts sind dann Trios, Quartette und Quintette mit ihr und Florian Oberlechner, Johannes Haase, Johannes von Buttlar sowie Markus Markowski geplant.

16.4.2013, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 146

Judy Dunaway's Pink Balloon

Judy Dunaway - ballons • Helmut Bieler-Wendt - violine, piano

Uli Sobotta - euphonium

 

Ein Solo, ein Duo und ein Trio! Immer wieder haben sich in der Reihe IMPROVISATIONEN Musikerinnen und Musiker mit ungewöhnlichen Instrumenten vorgestellt, erwähnt seien Jin Hi Kim mit ihrer Komungo, Hans Reichel mit dem Daxophon und Helmut Lemke mit den Langsaiten.

Jetzt freuen wir uns, Judy Dunaway mit ihren Ballons für unser Konzert 146 in der Reihe begrüßen zu können. Judy Dunaway spielt freie Improvisationen und Kompositionen auf und mit Luftballons. Sie studierte Komposition an der State University of New York und unter Alvin Lucier experimentelle Musik an der Wesleyan Universität. Seit 1990 hat sie über dreißig Werke für Ballons geschrieben und ist bei vielen Festivals in den USA und in Europa aufgetreten.
In der MIB wird sie zunächst eine Soloimprovisation und im weiteren Verlauf des Konzertes ein Duo mit dem Karlsruher Geiger und Pianisten Helmut Bieler-Wendt spielen. Nach alter Tradition wird das Duo dann durch den Bremer Euphoniumspieler und Gitarristen Uli Sobotta zu einem Trio ergänzt.

14. & 15.12.2012, jeweils 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 144/145

 

14.12.

Frank Gratkowski - Artikulationen
Frank Gratkowski - altsaxophon, klarinetten

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

Frank Gratkowski gibt seit 1990 Solo-Konzerte. Mit seinem Soloprogramm war er 1991 Preisträger des Wettbewerbes „Musik Kreativ” und im gleichen Jahr erschien eine CD mit dem Titel „Artikulationen”.
Seitdem entwickelt er seine Soloarbeit kontinuierlich und konzertiert in unterschiedlichsten Situationen (Jazzfestivals, Neue Musik Festivals, Museen, Galerien, Clubs etc). Seit 1999 macht er mit „Artikulationen” jährlich ausgedehnte Konzertreisen in den USA und Kanada. 2008 war er mit Artikulationen zu Gast auf dem Moers Festival.
Im zweiten Teil des Bremer Konzerts kommt es zu einer musikalischen Begegnung mit dem Kontrabassisten Reinhart Hammerschmidt.

 

15.12.

HUBWEBER - LYTTON - WÖRMANN

Paul Hubweber - posaune • Paul Lytton - schlagzeug, percussion
Hainer Wörmann - gitarre

Paul Hubweber ist sicher europaweit einer der wichtigsten Posaunisten seiner Generation, seine Solo-CD „Tromboneos“ hat Furore gemacht, ebenso wie seine Konzerte mit PAPAJO, deren erste CD übrigens im MIB-Saal aufgenommen wurde.
Paul Lyttons Bedeutung kann man durch die Ensembles umreißen, in denen er eine wichtige Rolle gespielt hat und spielt: Trio Parker/Guy/Lytton, Duo mit Lovens, King Übü Orchestrü, London-Jazz-Composers-Orchestra u.v.m.
Hainer Wörmann hatte mit Paul Hubweber in der 90ern ein vielbeachtetes Trio (CHW-Trio, CD Serendipity 1994), mit Paul Lytton gab es eine Radio Bremen Produktion 2006. Hier sind die drei jetzt erstmals als Trio zu hören.

19.10.2012, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

IMPROVISATIONEN 143

Klammer / Lettow / Wörmann / Hammerschmidt

Robert Klammer - zither, electronics, objekte

Gunnar Lettow - präparierter e-bass, electronics

Hainer Wörmann - gitarre

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

Die musikalische Sprache der vier Musiker zeichnet sich durch Sensibilität und Fragilität aus und kommt gleichermaßen dicht gestrickt wie transparent daher. Tastend introvertierte Passagen, eruptive Momente, das Spiel mit Dynamik und unterschiedlichen Lautstärken sind wichtige Aspekte des gemeinsamen Spielprozesses.

5.9.2012, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112, 28203 Bremen

IMPROVISATIONEN 142

Multifarious Places - doubled

Ursel Schlicht (New York) - piano, prepared piano

Uli Sobotta - euphonium

Anlässlich der „documenta 13“ hat Ursel Schlicht die Konzertreihe SonicExchange  ins Leben gerufen – 100 Tage Konzerte, Gespräche  und Begegnungen mit Musikern und Künstlern aus aller Welt. Nach einer längeren Pause gab es eben dort auch eine erneute Begegnung  mit dem Euphoniumspieler Uli Sobotta, deren Intensität  den Wunsch nach einer Wiederholung entstehen ließ. Jetzt ist es kurzfristig gelungen, Ursel Schlicht für ein Konzert nach Bremen einzuladen.
Verwurzelt in Improvisierter Musik und Jazz entwickelt die New Yorker Pianistin experimentelle Formen der Komposition. Ihre aktuellen Stücke haben erzählende Strukturen, die, wie sie selbst sagt, die Aufmerksamkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer in jedem Moment der Aufführung  aufrechterhalten sollen. Dabei konzentriert sich Ursel Schlicht hier auf die Intimität und Unmittelbarkeit  eines Duos.

28.6.2012, 20 Uhr

Weserburg, Museum für Moderne Kunst

Teerhof 20, 28199 Bremen

REM in Kooperation mit IMPROVISATIONEN

REM KONZERT 86


Hughes / Scherzberg / Wiese

Lars Scherzberg - saxophon, zeug • John Hughes - kontrabass

Nicolas Wiese - elektronik

Die zwei improvisierenden Akustiker John Hughes und Lars Scherzberg treffen im Zusammenspiel des Trios auf ihre durch Nicolas Wiese generierten elektronisch verfremdeten Spiegelbilder.

 

Rehnert

Thomas Rehnert - autopoetische klangmaschinen

Thomas Rehnert begann sich im Punk- und Experimentalmusikumfeld der 80er Jahre mit elektroakustischer Musik, Maschinenmusik und Automaten zu beschäftigen. Seit einigen Jahren baut er aus analogen Modularsystemen autopoetische Klangmaschinen.

 

Das Konzert wird in Kooperation mit der MIB-Reihe IMPROVISATIONEN veranstaltet.

1.6.2012, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 141

Knuffke / Markowski / Henning / Sobotta

Kirk Knuffke (NY) - cornett • Markus Markowski - prep. gitarre, software instruments • Ludger Henning - software instruments

Uli Sobotta - euphonium

In der 141sten Ausgabe der Reihe IMPROVISATIONEN treffen in der MIB mit dem New Yorker Cornettisten Kirk Knuffke und dem Bremer Euphoniumspieler Uli Sobotta zwei Musiker mit akustischen Instrumenten auf die Software-Instrumente von Ludger Henning und Markus Markowski. Gemeinsame Improvisationen steuern Parameter, werden Teil einer Klangsynthese und entfalten sich in mehrkanaligen Lautsprecherprojektionen im Raum.

16.12.2011, 21 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 140

PAUL & TAKU

Paul Hubweber - posaune • DJ SNIFF - turntable

und als Gast: Uli Sobotta - gitarre, plesshorn

Paul Hubweber und DJ Sniff verzahnen die elektronische Stimme mit der akustischen, stellen natürlichen in künstlichen, künstlichen in natürlich Raum –  physische Energie fusioniert mit elektronischer Dynamik. Posaune und Schallplatte transzendieren Musik aus einem Guss, die sich im ständigen Fluss befindet, erzählerisch entwickelt und "Grenzenlos" re-konstruiert. Im zweiten Teil des Konzerts hat das Duo den Bremer Musiker Uli Sobotta als Gast eingeladen.
„Eindrücklich erlebt man, wie instrumentale Virtuosen Grenzen hinter sich lassen.” (Neue Westfälische)

6.9.2011, 21 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 139

KLANK w/ Lars Scherzberg

Lars Scherzberg (Hamburg) - saxophone • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, sachen • Christoph Ogiermann - violine, stimme, sachen Tim Schomacker - alltagsperkussion, stimme, sachen • Hainer Wörmann elektrische gitarre, sachen

Der Hamburger Saxophonist Lars Scherzberg nimmt die scheinbaren Störgeräusche seines Instruments unter die Lupe. Mittels metallener Präparation und elektronischem Zoom erweitert er beständig eigene und eigenwillige Spielweisen. Die Nähe-Distanz-Aufhebung von Scherzbergs intim-intensiven Mischklängen – sonst Teil des Trio-Gewebes von Tripwire (mit Jeff Arnal und John Hughes) – treffen in Bremen auf hier offensive dort delikate Klangaktionen des Ensembles KLANK.

23.8.2011, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 138

KANTAPPER

Thomas Maos (Tübingen) - gitarre • Steffen Moddrow (Kassel) - schlagzeug

Uli Sobotta - euphonium, gitarre, stimme

Uli Sobotta überschreitet mit seinem Euphonium gerne die Grenzen zwischen Freier Improvisation, Dada-Sprechblasen und kantablen Bass-Beats. Im Dobro-Spezialisten Thomas Maos, der seine Blechgitarre elektronisch verfremdet, und Drummer Steffen Moddrow, dem die Zappa-Rhythmik durchs Trommeln mit Jimmy Carl Black vertraut ist, hat er Gesinnungsgenossen gefunden: Folglich heißt das Ziel Freitonale Rockmusik, mal strukturiert, mal experimentell und improvisiert.

10.6.2011, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 137

IRIISSSIIIIHA

Henrik Munkeby Nørstebø (Norwegen) - posaune

Moritz Zopf - kontrabass

im zweiten Set mit den Gästen:

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

Hainer Wörmann - gitarre

Iriisssiiiiha spielt Freie Improvisation mit Kontrabass und Posaune – Sounds, Geräusche und Klänge bestimmen ihre Musik. Als Zusammenklang erstmals 2009 in Göteborg aktiv, in der Folge immer wieder in Bremen und Schweden.
Henrik Munkeby Nørstebø beschäftigt sich mit Free Jazz, Contemporary/ New- und Improvised Music.
Seit 2005 arbeitet er hauptsächlich im Bereich der Free Improvised Music, zur Zeit in Gruppen wie Nørstebø/Myhr/Järmyr, Teknokrat, As Deafness Increases, "Aksiom" und des österreichisch/tschechisch/norwegischen "ÖNCZkekvist improvising orchestra", zusätzlich dazu in Duos mit u.a. Adrian Myhr, Naoko Sakata und Nina de Heney.
Henrik Munkeby Nørstebø performt auch als Solist und wird im Sommer2011 sein Solo-Debutalbum auf dem portugisischen Label Creative Sources veröffentlichen.
Moritz Zopf ist improvisierender Kontrabassist seit 2005, initiiert durch ein Austauschjahr in Göteborg und Begegnungen mit skandinavischen Musikern. Jetzt mit Soloprojekten, Swingbands und Schwatzkopf (freie Impro) unterwegs, zuletzt beim MIB-Festival 2010.

13.5.2011, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 136

Heenan - Vorfeld - Hammerschmidt

Chris Heenan (Berlin) - altsaxofon, kontrabassklarinette

Michael Vorfeld (Berlin) - perkussion

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

Das Duo Heenan / Vorfeld arbeitet seit 2005 kontinuierlich an einem eigenständigen und unverwechselbaren Sound, der durch komplex angelegte Klangwelten voll filigraner Details und feinster Texturen geprägt ist. Die Intensität der Klangfarben, die eigenwillige Instrumentierung, sowie die individuell entwickelten Spieltechniken verbinden sich zu einem intensiven musikalischen Live-Ereignis. Gast beim Bremer Konzert ist der Kontrabassist Reinhart Hammerschmidt.

29.4.2011, 21.45 Uhr

Stauerei, Cuxhavener Straße 7

JAZZ BREMEN SPECIAL - JAZZAHEAD! CLUBNIGHT

IMPROVISATIONEN 135

LINK LOUNGE POCKET ORCHESTRA

FAUSTRECHT DER FREIZEIT

Hannes Clauss - schlagzeug • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, sachen Hans Kämper - posaune • Christoph Ogierman - violine, stimme

Tim Schomacker - text, stimme, sachen • VB Schulze - schlagzeug

Uli Sobotta - euphonium • Sebastian Venus - piano

Hainer Wörmann - gitarre, sachen

Am Freitag, den 29. April wird der Jazz-Wind durch ganz Bremen wehen und die Musikfans in mehr als 10 Bremer Spielstätten tragen. Von Jazz über Jazz-affines bis hin zu Sidesteps in andere Genres präsentieren die Clubs ein hoch spannendes Programm im Rahmen der Musikmesse jazzahead!
Die Musikerinitiative Bremen, 1975 als erste Jazzmusikerkooperative Deutschlands gegründet, präsentiert im Rahmen der 'jazzahead! clubnight':
STREETSCENES und das LINK LOUNGE POCKET ORCHESTRA garantieren eine turbulente Reise voller musikalischer Leidenschaft und quer durch alle Genres.

Zugang zu allen Konzerten dieser Nacht gewährt ein einziger Festival-Pass. Club Night Ticket 21,- € (13,- € ermäßigt)


Für ihren Beitrag zur Clubnight der internationalen Fachmesse jazzahead! hat sich die LINK LOUNGE BAND (Hammerschmidt, Schomacker, Schulze) durch gleich zwei Ensembles multipliziert: das in der Weser-Ems-Region agierende HCL-Ensemble sowie das international operierende Musik-Aktions-Ensemble KLANK.
Für diese Sonderauflage der Konzertreihe IMPROVISATIONEN der Musikerinitiative Bremen entsteht das LINK LOUNGE POCKET ORCHESTRA. Unter dem Titel FAUSTRECHT DER FREIZEIT werden in der Stauerei in der Bremer Überseestadt - nie geprobt, viel verlangt! - diverse Improvisationen intoniert sowie Texte zum Stand der Dinge ebenso krachend wie feinsinnig interpretiert.

25.3.2011, 20 Uhr

MIBsaal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 134

Ulher - Schliemann - Wörmann

Birgit Ulher (Hamburg) - trompete

Wolfgang Schliemann (Wiesbaden) - schlagzeug

Hainer Wörmann - gitarre

USW spielt als Trio im Februar 2011 seine ersten Konzerte: eine sehr klangorientierte, dynamische Improvisationsmusik. Das geschieht nicht voraussetzungslos, denn innerhalb des Trios gibt es viele musikalische Querverbindungen: so arbeiteten Wolfgang Schliemann und Hainer Wörmann in Projekten wie "time.structured", "at work 2" und "different densities" zusammen. Hainer Wörmann und Birgit Ulher spielten im Trio mit Heiner Metzger beim MIBNIGHT Jazzfestival 2010, Wolfgang Schliemann und Birgit Ulher u.a. beim Humanoise Congress 2008.

17.12.2010, 21 Uhr

MIB-Saal, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 133

LINK LOUNGE ORCHESTRA

Meine Erklärungsmodelle besitzen keine mobilisierende Kraft mehr / AVERY PIECES

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass • Tim Schomacker - stimme             V.B. Schulze - schlagzeug • Uli Sobotta - blasinstrumente

Hainer Wörmann - gitarre

Das LINK LOUNGE ORCHESTRA agiert in einer imaginären Landschaft zwischen jauchzendem Freejazz und nicht minder energetischer Improvisation. Ein hastender Monolog breitet sich über das fulminante Klangmassiv und wird an verschiedenen Stellen durch hektische Passagen durchbrochen. "Meine Erklärungsmodelle besitzen keine mobilisierende Kraft mehr" folgt einer erzählerischen Ich-bin-wo-wo-du-nicht-bist-und-das-ist-eigenartig-Logik während die intermittierendes AVERY PIECES eine stimmlich-musikalische Verbeugung vor dem größten Trickfilmzeichner aller Zeiten darstellen. 

 

IMPROVISATIONEN

zu Gast bei der

jazzahead! 2010 >

24.4.2010, 12.30 Uhr

Congress Centrum Bremen

Focke Wulf Saal, Bürgerweide

BIQ > & Matthias Müller >

CD-Release-Concert

Matthias Müller (berlin) - posaune

Nils Gerold - flöte

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass

Uli Sobotta - euphonium

Hainer Wörmann - gitarre

 

BIQ, das Quartett der Organisatoren der Konzertreihe IMPROVISATIONEN > gibt es seit zehn Jahren. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Begegnung mit anderen Musikern & Künstlern. Zum 20jährigen Bestehen der IMPROVISATIONEN erscheint die CD Striking a Blow auf dem renommierten Improlabel nurnichtnur >, die am 20. Januar 2007 von BIQ mit den beiden Gästen Evan Parker (saxofon) > und Urs Leimgruber (saxofon) > bei einem Livekonzert im Sendesaal von Radio Bremen > eingespielt wurde. Zum CD-Release-Konzert auf der jazzahead! 2010 hat die Gruppe den Berliner Posaunist Matthias Müller eingeladen.

Mi 2.12.2009, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 132

OIRTRIO >

Frank Gratkowski (Köln) - saxophon >

Sebastian Gramss (Köln) - kontrabass >
Tatsuya Nakatani (Japan/USA)
- perkussion, gongs >
feat. Nils Gerold
- flute

 

Der in New York lebende japanische Ausnahmepercussionist Tatsuya Nakatani ist mit seinem OIRTRIO zum zweiten Mal in Deutschland auf Tour. Nach der ersten Begegnung letztes Jahr stellt das Trio diesmal die neue CD "OIRTRIO" (Hopscotch Records) vor. Frank Gratkowski und Sebastian Gramss, zwei wohlbekannte Vertreter der Kölner Jazz- und Improszene treffen auf den fantastischen Percussionisten und Klangforscher Tatsuya Nakatani. Beim Bremer Konzert erweitert der Bremer Flötist Nils Gerold das OIRTRIO zum Quartett.

Fr 27.11.2009, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 131

Neue Klänge - sturzgeboren
Thomas Maos (Tübingen)
- gitarre, electronics
Uli Sobotta
- euphonium, horn

 

Nach genau 10 Jahren tritt Thomas Maos endlich wieder in der Reihe Improvisationen auf. Seine Musik verbindet die Energie von Rock mit der Klangästhetik der Neuen Musik. Tonale und atonale Strukturen lassen einzigartige Sounds, bizarre Klangräume und vielschichtige Geräuschkollagen entstehen, die Uli Sobotta mit satten Tiefen und waidmännischen Plesshornsignalen kongenial erdet.

IMPROVISATIONEN zu Gast auf dem Konzertschiff Treue

5.7.2009, 13.00-15.00 Uhr und 17.00-19.00 Uhr

Breminale 2009

IMPROVISATIONEN 130 1/2

 

ab 13.00 Uhr

Improvisation & Multiple Arts, Part 1  

Durch Wortakrobaten, Bewegungsfanatiker und Bildaktionisten hat sich das 'Improvisation & Multiple Arts-Programm' verstärkt. „Gerade mit Text, Tanz und Video lassen sich Geschichten und Situationen Freier Improvisation gut erzählen“, sagt Kontrabassist Reinhart Hammerschmidt. Mit klassischem und ungewohntem Instrumentarium ergeben sich immer neue Klänge.

 

MONTAGE MIT HAITIANISCHEN KAMPFLIEDERN
federnd Swingendes mit eigenartigen Sprechtexten

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
V.B. Schulze - schlagzeug
Tim Schomacker - stimme, text
Thomas Vestweber - fotos

Wildenhahn - Sobotta

Mizuki Wildenhahn (Hamburg) - percussive dance
Uli Sobotta - euphonium

SHW plus Sobotta a.k.a. BIT plus TSC
Rhythmen in Reparatur nebst Sounds beim Auswuchten

Tim Schomacker - schlagzeug
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Hainer Wörmann - gitarre
Uli Sobotta - euphonium, horn


ab 17.00 Uhr

Improvisation & Multiple Arts, Part 2 

 

BewegungsBildMusik
Perkussive Tanzfiguren und Klänge zum Angucken

Mizuki Wildenhahn (Hamburg) - percussive dance
Monika B. Beyer - video
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Hainer Wörmann - gitarre

Sobotta - Orendi
Uli Sobotta, gitarre, stimme
Günther Orendi, sousaphone

KLANK & Beyer

...und ich begreife wirtschaftliche Zusammenhänge besser beim Anblick schöner Beine
Christoph Ogerimann, violine, stimme, sachen
Hainer Wörmann - gitarre, sachen
Tim Schomacker, perkussion, stimme, sachen
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, sachen
Monika B. Beyer - video

IMPROVISATIONEN zu Gast in der SPEDITION

Fr 12./Sa 13.6.2009, 20.00 Uhr

SPEDITION am Güterbahnhof

IMPROVISATIONEN 130

XXL-Minifestival

 

Fr 12.6.2009, 20.00 Uhr

HSW
John Hughes (Hamburg)
- kontrabass
Lars Scherzberg (Hamburg)
- alto & sopranino saxophon
Nicolas Wiese (Berlin)
- sampler, computer


Das elektro-akustische Trio HSW, in Hamburg und Berlin beheimatet, spielt seit mittlerweile dreieinhalb Jahren zusammen und hat in diesem Zeitraum nicht nur einen eigenen Kollektivklang, sondern auch ein eigenes handwerkliches Prinzip entwickelt. Klangliches Ausgangsmaterial für Wieses Part im Trio sind ausschließlich von ihm aufgenommene Scherzberg-Hughes-Duos. In Konzerten der Gruppe treffen die zwei improvisierenden Akustiker auf ihre elektronisch verfremdeten Spiegelbilder.

 

21.00 Uhr

Uli Sobotta Solo
Uli Sobotta
- euphonium


Der Bremer Euphoniumspieler Uli Sobotta spielt unter dem Motto " Wo Fliegen fehlen…" Soloimprovisationen für Stimme, Euphonium und andere Aerophone.

 

22.00 Uhr

Eckhardt - Wörmann
John Eckhardt (Hamburg)
- kontrabass
Hainer Wörmann
- gitarre


John Eckhardt und Hainer Wörmann improvisierten früher bereits gemeinsam – nach mehr als 10 Jahren, nach erheblichen beiderseitigen Weiterentwicklungen bzgl. Materialentwicklung und Spielprozessen – kommt es bei XXL zu einer Wiederbegegnung der beiden Musiker.

 

Sa 13.6.2009, 20.00 Uhr

Yeo - Wildenhahn
Ge-Suk Yeo (Hamburg)
-stimme , video, electronics
Mizuki Wildenhahn (Hamburg)
- percussive dance


Ge-Suk Yeo ist Sängerin, Komponistin, Bild- und Video-Künstlerin und arbeitet in Hamburg und Seoul, Korea. Als lyrisch-dramatischer Sopran ist sie ein Novum im Bereich der elektroakustischen Musik und Medienkunst. Die Tänzerin Mizuki Wildenhahn hat sich in Madrid sehr intensiv mit der Technik des Flamenco beschäftigt um dann daraus einen ganz eigenen, sehr percussiven Stil zu kreieren. 

 

21.00 Uhr

Gero Koenig Solo
Gero Koenig (Köln)
- chordeograph


Aus seiner Klang- und Wahrnehmungserforschung hat der Komponist und Performer Gero Koenig sein Instrument „Chordeograph 2“ entwickelt, das er im Rahmen des Festivals Improvisationen erstmalig in Bremen vorstellt. Nüchtern betrachtet ist Chordeograph 2 ein Alurahmen mit 37 Saiten, 32 Linienlasern, Leisten aus Holz, Metall und Glas, das Instrument wird performativ gespielt nach grafischen Partituren. Das Klangspektrum reicht von minimalistisch, puristisch bis zu orchestraler Dichte und Weite, wenn alle 37 Saiten in Schwingungen versetzt sind.

 

22.00 Uhr

Lytton - Gerold
Paul Lytton (Belgien)
- schlagzeug, perkussion
Nils Gerold
- flöte


Paul Lytton
und Nils Gerold spielten in den letzten Jahren wiederholt zusammen im Improvisationsorchester fineworks. Im Oktober 2006 spielten sie in einer Begegnung des Percussionsduos Paul Lytton / Paul Lovens mit BIQ (Bremer Improvisations Quartett) im Sendesaal von Radio Bremen. Bei XXL sind sie nun zum ersten Mal "face to face" im Duo zu hören.

 

Fr 28.11.2008, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 129

DIE SCHRAUBER

Hans Tammen (New York) - endangered guitar, live sound processing
Joker Nies (Köln)
- omnichord, circuit bent instruments
Mario de Vega (Mexico City)
- SPK®, glitch sampling 

 

Das Hören von Musik ist heutzutage wie viele Bereiche des täglichen Lebens über elektronische Medien vermittelt. Was passiert aber, wenn man in die industriell vorgefertigten „Black Boxes“ jenseits ihres determinierten Gebrauchs eingreift – wenn man sich in Schaltkreisen, Platinen und Software zu schaffen macht – daran „herumschraubt“? Die Schrauber betreiben dies mit System. Jedes Mitglied hat seine ganz eigenen Methoden entwickelt, Musik jenseits von gängigen Gebrauchsmustern zu erfinden: Erweitert Hans Tammen das Vokabular der Gitarre durch live-procesing und selbst geschriebene Software zu seiner „endangered guitar“, so greift Joker Nies direkt in die Schaltkreise seines Omnichords (eine Elektroharfe) und variiert Klänge mit seinem Hautwiderstand. Der Mexikanische Klangkünstler Mario de Vega hat mit SPK® seine eigene Musiksoftware geschrieben. Aus dieser Verwandtschaft in der Methode entwickeln die drei Musiker eine gemeinsame Klangvorstellung. Eine weite Variation dichter musikalischer Strukturen und hoch energetischer Interaktion, so wie konzentriert pointilistische Aktionen fügen sich dank ausgeklügelter unmittelbarer Kontrolle zu einem unerhörten Hörerlebnis zusammen.

Di 18.11.2008, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 128

SPEICHER -  WOLF - GRASSI  (USA/D)

Martin Speicher (Kassel) - saxophone, klarinette

Georg Wolf (Giessen) - kontrabass

Lou Grassi (New York) - schlagzeug


Martin Speicher, Georg Wolf und Lou Grassi spielen seit  2003 zusammen. Ihre erste CD "Shapes and Shadows" erhielt in den USA und Europe blendende Kritiken, das Trio spielt freie Improvisationen auf allerhöchstem Niveau. Die Musiker verstehen sich bestens und entwickeln gemeinsam eine immense expressive Kraft. So kreativ, intensiv und eindrucksvoll kann zeitgenössischer Jazz heute sein!

 

In Marin Speichers Spiel schwingt sowohl die quirlige Melodik eines Eric Dolphy als auch die Klangfinesse der Neuen Musik mit - Speicher ist ein beseelter wie intellektueller Spieler, der es meisterhaft versteht, in großen Spannungsbögen die musikalischen Extreme tanzen zu lassen.

 

Georg Wolf gehört zu den vielgefragten deutschen Bassisten, der jedes Ensemble mit stupendem Improvisationsgeist und großem Sound glänzen lässt.

 

Der New Yorker Drummer Lou Grassi ist international sowohl in der traditionellen als auch der Avantgarde-Jazzwelt bekannt: er spannt den Bogen von Ragtime bis No-Time. Bei allen solistischen Rafinessen liegt die Stärke der Band in ihrer kollektiven Spielfreude, nachzuhören auf dem fulminanten Album „Shapes And Shadows" beim Lissaboner Label Clean Feed.

IMPROVISATIONEN zu Gast im Café Grün

Fr 13./Sa 14.6.2008, 19.00 Uhr
Café Grün, Fedelhören 73

IMPROVISATIONEN 127 XXL-Minifestival

 

Fr 13.6.2008, 19.00 Uhr

KLANK

Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, zeichnungen
Christoph Ogiermann
- violine
Tim Schomacker
- perkussion
Hainer Wörmann
- gitarre

 

Schomackers Perkussion ist mehr die Handhabung mitgebrachter Alltagsgegenstände am Boden, Wörmann spielt präparierte Gitarre oder traktiert Objekte am Körper und mit den Händen. Hammerschmidt und Ogiermann bilden einen fulminanten Streichquartett-Torso oder geben sich verzückt den geräuschhaften Aspekten der Tonerzeugung hin. Gestisch illustrative Collagen von Hammerschmidt weisen dabei einen Pfad durch das üppig wuchernde musikalische Geschehen.

 

20.30 Uhr

müller/marien/gerold

Matthias Müller (Berlin) - posaune
Christian Marien (Berlin)
- schlagzeug
Nils Gerold (Bremen)
- flöte 

 

Nicht zuletzt aufgrund der ungewöhnlichen Besetzung von Posaune und Schlagzeug geht es dem Duo müller/marien um eine ganz bewusste Überwindung herkömmlicher Konventionen und das Vermeiden einfacher musikalischer Lösungen. Frei improvisierte Musik, bei der der Gebrauch sämtlicher musikalischer Parameter, wie Dynamik, dichte, Rhythmus, Sound, Form oder Tonalität gleichzeitig genutzt und in frage gestellt werden kann – das Ergebnis ist eine raue Musik.

Einen Schwerpunkt der Arbeit des Duos bildet die Begegnung mit anderen Musikern. Im Mai waren sie in Berlin mit dem Schlagzeuger Michael Zerang aus Chicago und dem Berliner Posaunisten Johannes Bauer im Quartett zu hören. In Bremen treffen sie auf den Flötisten Nils Gerold.

 

Sa 14.6.2008, 19.00 Uhr

Duo U 

Ute Völker (Wuppertal) - akkordion
Uli Sobotta
- euphonium, horn

 

Ute Völker und Uli Sobotta kennen sich vom Hören und Sehen, zusammen spielen werden sie nun zum ersten Mal -  ein Balg hilft hier wie dort! Vorbei am tönenden Akkordeon verstimmt die Musik im Wind. Das Euphonium mischt sich ein - röchelt, räuscht! Dann fächern Klänge! 

 

20.30 Uhr

Canaries on the Pole

Jacques Foschia (Belgien) - klarinetten
Mike Goyvaerts (Belgien)
- perkussion
Christoph Irmer (Wuppertal)
- violine
Georg Wissel (Köln)
- saxophone 

 

Canaries on the Pole ist ein deutsch-belgisches Quartett für gegenwärtige Musik.
Mit dem Mittel der freien Improvisation schafft das Ensemble eine weitgehend abstrakte, farben- und facettenreiche Kammermusik, in der sich Ton und Geräusch musikalisch durchdringen.
'Frei' ist die Wahl des musikalisch/akustischen Materials – Obligat ist die Verantwortung für das musikalisch/künstlerische Ganze.
In diesem Sinne arbeiten
Canaries on the Pole seit 2001 zusammen und konzertieren im In- und Ausland.

"Canaries on the Pole zählt zu den Gruppen und Persönlichkeiten, die zur heutigen Improvisierten Musik einen nötigen neuen Wind beitragen."  Jean-Michel van Schouwbourg in Improjazz 

Fr 30.5.2008, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112

IMPROVISATIONEN 126

TonArt-Ensemble (Hamburg) & Bremer Gäste

Ulla Levens (Hamburg) - violine
Nicola Kruse
(Hamburg) - violine
Georgia Ch. Hoppe
(Hamburg) - baritonsaxophon, schnabeltrompete
Thomas Österheld
(Hamburg) - bassklarinette, kontrabass
Heiner Metzger
(Hamburg) - altsaxophon, synthesizer
Helmuth Alio-Neumann
(Hamburg) - trompete, muschelhorn
Hannes Wienert
(Hamburg) - sopransaxophon, saxtrompete
Gunther Thoenes
(Hamburg) - schlagzeug
Robert Klammer
(Hamburg) - synthesizer

 

Das TonArt-Ensemble formierte sich 1989 mit der Gründung des Vereins TonArt-Hamburg e.V., einem Zusammenschluß frei improvisierender MusikerInnen. Hier fanden sich Musiker mit den verschiedensten Hintergründen (Klassik, Jazz, Bildende Kunst, Theater) zu Improvisation mit oder ohne konzeptionelle oder kompositorische Vorgaben zusammen. Der interdisziplinäre Austausch mit anderen Kunstsparten wie Tanz, Literatur, Film und Bildender Kunst sind ein wichtiger Aspekt in der Arbeit des Ensembles. Die Improvisation mit graphischer Notation hat sich zum speziellen Repertoire des TonArt-Ensembles entwickelt mit Kompositionen und Konzepten von Ensemble- und Gastmusikern wie Anthony Braxton, Fred Frith, Vinko Globokar, Evan Parker oder Malcolm Goldstein.

IMPROVISATIONEN zu Gast in der Weserburg

Mi 12.3.2008, 20.00 Uhr
Weserburg, Museum für Moderne Kunst, klanghaus (Hans Otte)
Teerhof 20

IMPROVISATIONEN 125

speak easy

Phil Minton (GB) - stimme
Ute Wassermann
- stimme
Thomas Lehn
- analog synthesizer
Martin Blume
- schlagzeug, perkussion 

 

Das Quartett speak easy mit den beiden Vokalisten Phil Minton und Ute Wassermann zeigt, zu welch magischen Momenten die Stimme in der zeitgenössischen Improvisationsmusik beitragen kann.  

 

Phil Minton ist einer der originellsten Vokalisten der zeitgenössischen Musik. Seit den frühen 60ern tourte er als Trompeter und Sänger u.a. mit dem Mike Westbrook Orchestra durch die ganze Welt. 1974 begann Phil Minton mit experimentellen Theatergruppen zu arbeiten. 1975 formierte er mit Maggie Nicols und Julie Tippett die Vokalgruppe Voice. Seit 1976 arbeitet er als Solist und in verschiedenen Formationen vor allem improvisierter Musik, u.a. im Duo mit Fred Frith, Roger Turner und Peter Brötzmann. Während der 80er Jahre beschäftigte er sich mehr und mehr mit Multimedia-Arbeiten, u.a. mit FM Einheit. 1987 begann die Zusammenarbeit mit Veryan Weston, die zu zahlreichen Projekten führte.1988 wurde er vom International Jazz Forum zum besten Sänger Europas gewählt.

Präzise und volltönend vom authentischen Blues oder von einer Rossini-Arie in farbenprächtige Geräuschkollagen wechselnd, fesselt er sein Publikum und schafft magische Momente. Nichts wirkt aufgesetzt. Minton lebt in jedem Laut. Der Kritiker Markus Müller: "Er genießt den Blick über alle Genregrenzen hinweg…ob traditionelle Liedform oder Kehlkopfakrobatik im Stil des instant-composing, Mintons Stimme umfasst eben mehr als irgendwelche Oktaven, sie erarbeitet sich die ganze Musik, liebevoll manchmal auch ein bißchen respektlos… Dass er diesen Fundus, dieses kollektive Stimmklanggedächtnis in all seinen Ausdifferenzierungen in zum Teil stupender Reaktionsschnelligkeit in den Diskurs der freien Improvisation einbringt, lässt die meisten Hörer … auch an Ihren Ohren zweifeln."

 

Die Vokalartistin Ute Wassermann erforscht seit 1984 ihre eigenen außergewöhnlichen und vielstimmigen Vokaltechniken. Sie hat einen systematischen Katalog nach Klangfarben, Register und artikulativen Abläufen entwickelt. Ihr vielstimmiger Gesang erzeugt Resonanzphänomene im Raum. Nach Abschluss eines Studiums der Freien Kunst (Klanginstallationen & Performances) an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg 1989 und einer klassischen Gesangsausbildung bei u.a. Carol Plantamura, San Diego ist sie als Stimmsolistin auf Festivals in Europa, Australien und Asien in Museen, Kunsthallen, Clubs, etc. vertreten. Auftritte unter anderem: Münchener Biennale, Donaueschinger Musiktage, Pro Musica Nova, Wittener Tage für Neue Kammermusik, Ars Musica, Festival of Perth - Australien, Tokyo Summer Festival, Festival of Vision Hongkong, Wien Modern, Ultima Oslo. Sie arbeitet sowohl als Improvisatorin, als auch als Interpretin Neuer Musik, in der sie zahlreichreiche für ihre Stimme geschriebene Kompositionen uraufgeführt hat, wie u.a. von Richard Barrett, Chaya Czernowin, Henning Christiansen, Hans-Joachim Hespos, Sven Ake Johansson, Michael Finnissy mit ASKO Ensemble, KNM Berlin, Elision (Australien), Münchener Kammerorchester, Basel Sinfonietta, Radiosymphonieorchester Wien und anderen.

 

Thomas Lehn beschäftigt sich seit 1989 intensiv mit Analogsynthesizern, insbesondere mit dem EMS Synthi A. Tief verwurzelt in seiner Herkunft als Pianist klassischer sowie komponierter und improvisierter zeitgenössischer Musik hat er eine ausgeprägt eigene "Sprache" live-elektronischer Musik entwickelt, deren innere Syntax eher akustisch-instrumental als elektronisch anmutet. Seine elektroakustischen Arbeiten leben von Brüchen und Kontrasten, von Spannungsbögen und strukturellen Zusammenhängen. Der studierte Jazz- und Konzertpianist pflegt einen bisweilen sprunghaften Duktus, ohne dabei die Konsequenz einer durchgehörten "Werk"-Logik preiszugeben. Die haptische Unmittelbarkeit, mit der er am analogen Synthesizer der Sechzigerjahre auf den Klang zugreift, trägt außerdem zum gestischen Eindruck seiner Performance bei. Wichtige seiner eigenen Projekte in den letzten Jahren waren KONK PACK mit Tim Hodgkinson und Roger Turner, sowie Futch mit Johannes Bauer und Jon Rose.

 

Martin Blume, dessen Spiel bestimmt wird „von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht bloß die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit den anderen Instrumentalisten ist“ (Reinhard Kager SWR), arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, Improvisierter und Neuer Musik in den unterschiedlichsten Formationen  u.a. mit Musikern wie Peter Brötzmann, Peter Kowald, Johannes Bauer, Phil Minton, Lol Coxhill, Georg Gräwe, Jim Denley, Luc Houtkamp, Phil Wachsmann, John Butcher, Thomas Lehn, Xu Feng Xia, Ken Vandermark und Kent Kessler zusammenspielt. Seit 1988 leitet er hauptsächlich eigene Projekte, die ihn auf zahlreichen Konzerttourneen zu den weltweit wichtigsten Aufführungsorten und Festivals dieser Musik nach Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, England, Dänemark, Schweiz, Österreich, Slowenien, Italien, USA, Kanada und Australien führten.

IMPROVISATIONEN zu Gast im Sendesaal Radio Bremen

Mi 14.11.2007, 20.00 Uhr

Sendesaal Radio Bremen, Bürgermeister-Spitta-Allee 45

IMPROVISATIONEN 124

Claus van Bebber - Hainer Wörmann Duo

Claus van Bebber (Kalkar) - schallplatten

Hainer Wörmann - gitarre

upright men are doomed to fail

Frank Rühl (Gießen) - gitarre
Reinhart Hammerschmidt
- kontrabass
Nils Gerold
- flöte

 

Claus van Bebber - Hainer Wörmann Duo

Gemeinsame Konzerte (seit 1997) in Kopenhagen, Kleve, Köln, Bremen.

Claus van Bebber: Seit 1990 Schallplattenkonzerte unter Verwendung von 3 - 6 präparierten Abspielgeräten aus den 50er/60erJahren und einer unterschiedlich großen Anzahl mechanisch präparierter Schallplatten. Dabei geht es nicht um Collagen, Zitate, Erinnerungen der Musik anderer, sondern darum, aus/mit vorgefundenen konservierten Klängen, Tönen, Geräuschen und den vinyltypischen Eigenschaften und Möglichkeiten eine eigenständige Neue Musik zu schaffen.
Hainer Wörmann: Entwickelt und erfindet als improvisierender Gitarrist erweiterte Spieltechniken mit dem Schwerpunkt mechanische Präparationen.

 

upright men are doomed to fail

Der ungewöhnliche Name upright men are doomed to fail stammt aus einem Gedicht des chinesischen Autors Lu Xun. Der Gießener Gitarrist Frank Rühl und die beiden Bremer Musiker Reinhart Hammerschmidt und Nils Gerold kennen sich seit Jahren und haben in verschiedenen Projekten miteinander gearbeitet. Zusammenarbeit als Trio seit dem MIBNIGHT-Jazzfestival September 2005. Das Trio spielte mittlerweile in Bremen, Gießen und Hamburg. Die drei Musiker schöpfen aus einem breiten Background.

Frank Rühl kommt vom Beat (1964), R&B, R&R, Soul und Psychadelic (1967-71) über Freejazz zur zeitgenössischen Improvisierten Musik. Reinhart Hammerschmidt ist als Musiker und Grafiker künstlerisch aktiv. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Improvisationsmusiker liegt in der Zusammenarbeit mit KünstlerInnen aus den Bereichen Tanz, Film und Literatur. Nils Gerold beschäftigte sich neben Free Jazz und Neuer Musik viel mit Asiatischer Musik. Die Musik des Trios ist von enormer Spielfreude, viel Neugier und großer Toleranz der drei unterschiedlichen Charaktere für einander geprägt.

IMPROVISATIONEN zu Gast in der SPEDITION am Güterbahnhof
Do 21./Fr 22.6.2007, 20.00 Uhr
SPEDITION am Güterbahnhof

IMPROVISATIONEN 123

XXL-Minifestival

Do 21.6.2007, 20.00 Uhr

Ulher - Schliemann
- Maierhof
Birgit Ulher (Hamburg) - trompete
Wolfgang Schliemann (Wiesbaden) - perkussion
Michael Maierhof (Hamburg) - cello

Alle drei Musiker haben eine individuelle Klangsprache jenseits des konventionellen Instrumentalklangs entwickelt, sie arbeiten mit erweiterten Spieltechniken und Präparationen z.B. mit Wäscheklammern, Metallobjekten und Dämpfern. Die offene, von Pausen durchsetzte Textur wird bestimmt von aufgespaltenen und mehrschichtigen Klängen und Klangmischungen. Ihre Musik verbindet improvisatorische Freiheit mit musikalischer Präzision.


21.30 Uhr

Vorfeld
- Hammerschmidt - Gerold
Michael Vorfeld (Berlin) - perkussion
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - flöte

Die drei Musiker Michael Vorfeld, Reinhart Hammerschmidt und Nils Gerold kennen sich über die Vernetzung von Musikerinitiativen seit Jahren. In verschiedenen größeren Projekten haben sie zusammengearbeitet, etwa im „Glashaus Projekt“ beim MIBnight-Jazzfestival 2005, wo Michael Vorfeld in seinem zweiten künstlerischen Metier, als Lichtkünstler, beteiligt war. Bei den IMPROVISATIONEN 123 sind die drei zum ersten Mal als Trio zu hören.


Fr 22.7.2007, 20.00 Uhr

THE CHINA PIG LOVE DIVERS feat.

Uli Böttcher (Wiesbaden) - electronics
Uli Sobotta - euphonium/horn

ONE, TWO – Uli Böttcher born 1955, studied visual arts, worked as an artist  and played percussions in various Salsa bands until he met improvised music in 1993. Started playing drums and objects, amplified objects, finally electronics. Still inspired by musiqe- concrete-ideas worked with samplers , softwarewise with Live, Reaktor and DJ-tools, like the Kaoss Pad. Played in various bands and pool bands and project bands and no go bands.


21.30 Uhr

TGW

Michael Thieke (Berlin) - altosaxophon, altoklarinette, klarinette
Michael Griener (Berlin) - schlagzeug
Christian Weber (Zürich) - kontrabass

Sehr glückliche Umstände führten die drei Freunde vor einigen Jahren in Berlin zusammen. Die unbedingte Lust und Freude am gemeinsamen Musizieren stehen nach wie vor im Mittelpunkt dieses experimentierwütigen Trios. Lyrische Melodien prallen auf freejazzgeladene Riffs, die in fiebriger Meditation zentrifugiert werden. Rhythmische Elementarteilchen werden mutwillig kombiniert, gerührt und nicht geschüttelt, um sich schließlich in schweißtreibendem Swing zu entladen.

IMPROVISATIONEN zu Gast im Sendesaal Radio Bremen
Sa 20.1.2007, 20.00 Uhr
Sendesaal Radio Bremen, Bürgermeister-Spitta-Allee 45
IMPROVISATIONEN 122
Evan Parker - Urs Leimgruber & BIQ

Evan Parker (London) - saxophone
Urs Leimgruber (Paris) - saxophone

BIQ (Bremen)
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Hainer Wörmann - gitarre
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold- flöte

Evan Parker
"ist...über die Jahre zum einflussreichsten Saxofonisten der Avantgarde seit John Coltrane geworden" (Peter Niklas Wilson in: Jazz Klassiker).

Evan Parker entwickelte durch blitzschnelle Artikulationstechniken einerseits, zum anderen durch schier endlose, per Zirkularatmung erzeugte Klangbänder eine hochvirtuose Sprache am Saxophon. “Parker ist ein Meister am Saxophon, der radikal experimentiert und ungehörte Stimmungen und Klänge erzeugt, indem er einzelne Noten durch verschiedene Blastechniken in ihre Bestandteile zerlegt.“ (Ian Carr)

 

In seinem Saxophonkollegen Urs Leimgruber trifft Parker auf einen verwandten Geist, der ihm an Experimentierfreude in nichts nachsteht. Den ersten Set spielen Parker und Leimgruber im Duo, im zweiten Set begeben sich die beiden Saxophongrößen in den Dialog mit der Bremer Gruppe BIQ.

Fr 22.12.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 121
December Duos

Claudia Steens - gitarre • Hainer Wörmann - gitarre
Andreas Steiger - piano • Uli Sobotta euphonium
Claus Dreyhaupt - schlagzeug • Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Heiko Müller - schlagzeug • Nils Gerold - flöte

Seit zwei Jahren findet LINK, die Session für Freie Improvisation in der MIB statt, zurzeit an jedem zweiten Donnerstag im Monat. Etwa gleichzeitig startete im Viertel richtig/falsch, die Impro-Lounge. Im Rahmen dieser Sessions hat sich in Bremen eine interessante Improvisationsszene gefunden, aus der sich bei dem IMPROVISATIONEN 121 vier Duos vorstellen.

Fr 7.11.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 120
Dörner - Anissegos - Wörmann

Axel Dörner (Berlin) -  trompete
Antonis Anissegos (Berlin) - piano
Hainer Wörmann - gitarre

Axel Dörner, 1964 in Köln geboren, hat sich kontinuierlich zu einem weltweit gefragten Trompeter entwickelt. 2003 spielte er mit Alexander von Schlippenbach und der Band ‘Die Enttäuschung’ das Gesamtwerk von Thelonius Monk ein, 2006 erhielt er den SWR-Jazzpreis. Der griechische Pianist Antonis Anissegos, Jahrgang 1970, lebt seit einigen Jahren in Berlin und hat sich in der dortigen Improvisationsszene fest etabliert. Er arbeitet unter anderem mit Frank Gratkowski, Jan Roder und John Schröder. Die beiden Berliner Musiker sind im Duo und im Trio mit dem Bremer Gitarristen Hainer Wörmann zu hören.

IMPROVISATIONEN zu Gast im Sendesaal Radio Bremen
Sa 7.10.2006, 20.00 Uhr
Sendesaal Radio Bremen, Bürgermeister-Spitta-Allee 45
IMPROVISATIONEN 119
Lovens-Lytton-Duo & BIQ

Paul Lovens (Aachen) - schlagzeug, perkussion
Paul Lytton (London) - schlagzeug, perkussion, electronics
BIQ (Bremen)
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Hainer Wörmann - gitarre
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - flöte

In diesem Jahr feiert das Lovens-Lytton-Duo sein 30jähriges Bühnenjubiläum! Paul Lovens ist Schlagzeuger im Alexander von Schlippenbach Trio und im Globe Unity Orchestra. Paul Lytton ist Mitbegründer des King Übü Örchestrü und Schlagzeuger im Trio des Saxophonisten Evan Parker. Zweifellos zählen Paul Lovens und Paul Lytton zu den zentralen Percussionisten und gefragtesten Musikern der Free Music. Im zweiten Set tun sich die beiden Schlagzeuger mit dem Bremer Quartett BIQ zum Sextett zusammen.

Fr 9.6.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 118
Sheridan-Völker Duo

Angelika Sheridan (Köln) - flöte, bassflöte
Ute Völker (Wuppertal) - akkordeon

Seit sechs Jahren spielen Angelika Sheridan und Ute Völker im Duo. Ihre Methode ist die Improvisation: Gemeinsam wache, kompositorische Interaktion formt beweglich Musik aus dem Moment. Klingendes Atmen aus der Flöte moduliert den wiegenden Balg des Akkordeons. Das scheinbar auf tonale Register beschränkte Akkordeon überschreitet die Grenze zur Geräuschmusik, umspielt oder getragen von vielfältigen Artikulationen aus Bassflöte und Flöte.

Fr 5.5.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 117
Soundfiction

Mitch Heinrich (Wuppertal) - lautpoesie
Ulrike Lentz (Kassel) - flöte
Steffen Moddrow (Kassel) - schlagzeug
Uli Sobotta - euphonium, althorn

Vier Solisten gleichzeitig, verweben ihre Ideen und Aktionen,springen in Lücken, die sie sich gegenseitig lassen. Schneller Klangbildwechsel. Orchestrale Motive spielen sich spiralförmig ein, stürzen ab, werden als Minikompositionen weitergetragen, verwandeln sich und mutieren zu polyrythmischen Beats und pergamentenen Melodien.

Fr 21.4.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 116
Johannes Bauer (Berlin) - posaune
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - bassklarinette

Der Posaunist Johannes Bauer wurde 1954 in Halle/Saale geboren. Noch zu Zeiten der DDR wurde er als Mitglied des Manfred Schulze Bläserquintetts und der Gruppe Doppelmoppel auch im Westen bekannt. Johannes Bauer spielte im Jazzorchester der DDR, im European Orchestra von Cecil Taylor und in verschiedenen Gruppen von Peter Brötzmann. Er arbeitete mit Tony Oxley, Fred van Hove, im Globe Unity Orchestra und in Barry Guys New Orchestra. Bei den IMPROVISATIONEN ist er im Trio mit den Bremer Musikern Reinhart Hammerschmidt und Nils Gerold zu hören.

Fr 24.3.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 115
DRY SPEED

Joachim Deville (Brüssel) - trompete
Thomas Olbrechts (Brüssel) - altosaxophon
Dirk Wauters (Brüssel) - schlagzeug

Der Trompeter Joachim Deville und der Altsaxophonist Thomas Olbrechts arbeiten seit über sechs Jahren musikalisch eng zusammen. Seit 2002 bilden sie zusammen mit dem Schlagzeuger Dirk Wauters das Trio DRY SPEED. Unter anderem spielte DRY SPEED als Vorgruppe für das Trio SONORE (Peter Brötzmann, Ken Vandermark, Mats Gustavsson) und wurde vom RUIZ-Magazin als „new Belgian improv no-jazz sensation“ bezeichnet. DRY SPEED arbeitete mit Gastmusikern wie John Russel, Tatsuya Nakatani und Peter Jacquemyn. Im März erscheint die Debut-CD des Trios beim Label BATEAU LAVIOR.

Fr 3.3.2006, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 114
Haruhiko Okabe
Solo und in Kombinationen mit Bremer MusikerInnen

Haruhiko Okabe (Takamatsu/Japan) - tenorsaxophon, hichiriki

Haruhiko Okabe ist in seiner Musik dem Jazz und Free Jazz verbunden. Er studierte an der Okayama Universität. Seit 1997 arbeitet er als professioneller Musiker. 1998 studierte er in Bali Indonesische Musik und lernte die Bambus-Flöte Tingklik und Bambus Xylophone. Später lernte er die japanische Oboe Hichiriki aus der Gagaku-Musik kennen und studierte dieses Instrument bei einem alten Shinto-Priester. 2001 reiste er nach Australien und erlernte dort das Didgeridoo. Die Musik von Haruhiko Okabe ist durch diese unterschiedlichen Einflüsse geprägt.
Haruhiko Okabe, 1961 geboren, arbeitete mit Joëlle Léandre und Carl Bergstroem-Nielsen. Er lebt in Takamatsu, wo er 2005 ein Festival für Improvisation veranstaltete.
Bei den IMPROVISATIONEN ist Haruhiko Okabe sowohl solo, als auch in verschiedenen Kombinationen mit Bremer Musikern zu hören.

Fr 23.12.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 113
x-mess special

Monika B. Beyer - video
Tim Schomacker - texte
Lilian von Haußen - e-blockflöten
Christoph Ogiermann - violine
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Hainer Wörmann - gitarre
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - flöte

Zur Einstimmung auf die Festtage gibt es bei den IMPROVISATIONEN 113 zum Jahresabschluss eine Weihnachtsveranstaltung ganz besonderer Art. Zu Video-Arbeiten der Bremer Künstlerin Monika B. Beyer und dem “Sachen“-Zyklus des Bremer Autors Tim Schomacker spielen die Bremer MusikerInnen Lilian von Haußen, Christoph Ogiermann, Uli Sobotta, Hainer Wörmann, Reinhart Hammerschmidt und Nils Gerold Improvisierte Musik. x-mess, ein spannendes multimediales Projekt mit Text, Video und Musik, in dem die “Neuen E-Musiker“ der PGNM-Gruppe Lilian von Haußen und Christoph Ogiermann auf die “Freien Improvisatoren“ der MIB, Uli Sobotta, Hainer Wörmann, Reinhart Hammerschmidt und Nils Gerold treffen.

So 20.11.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 112
Alberto Braida - solo

Alberto Braida (Lodi/Italien) piano

Der italienische Pianist Alberto Braida konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Schnittstelle bzw. Verwandschaft von Komposition und Improvisierter Musik. Er arbeitete mit Peter Kowald, Paul Lovens, Wolfgang Fuchs u.v.a., spielte u.a. beim Total Music Meeting in Berlin, in Rom, London, New York und Boston. Braida ist musikalischer Leiter der Contemporaneamente einem Festival für Improvisierte Musik in Lodi / Italien und Lehrer für Klavier, Harmonielehre und Improvisation am F. Gaffurio Konservatorium in Lodi.

Fr 14.12.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 111
Tripwire

Lars Scherzberg (Hamburg) - alto- & sopranino-saxophon
John Hughes (Hamburg) - kontrabass
Jeff Arnal (New York) - perkussion

John Hughes und Jeff Arnal spielten bereits in den 90er Jahren in Baltimore zusammen. 1999 zog John Hughes nach Hamburg und lernte u.a. Lars Scherzberg kennen. Als Tripwire begeben sich die drei Musiker seit einigen Jahren auf eine gemeinsame Reise und entwickeln ihre eigene Form der musikalischen Kommunikation.

Fr 2.9.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 110
Mersault

Tomas Korber (Zürich) - e-gitarre
Christian Weber (Zürich) - kontrabass
Christian Wolfarth (Zürich) - schlagzeug

Äußerst reduktive Strukturen treffen auf dichte, sich ineinander verzahnende Klanglandschaften und Texturen. Seit drei Jahren arbeiten Tomas Korber, Christian Weber und Christian Wolfarth - drei Musiker mit sehr unterschiedlichen musikalischen Backgrounds - als Trio Mersault zusammen. In diesem Jahr erschien ihre aktuelle CD beim New Yorker Label Quakebasket.

Sa 4.6.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 109
mu

Martine Altenburger (Toulouse) - violoncello
Jürgen Krusche (Zürich) - gitarre
Ulrich Phillipp (Wiesbaden) - kontrabass

“Doch lange währt die Stille nie. ... Stille auch in Form von Pausen, oft sehr kurzen Pausen, kaum einen Atemzug wähend, strukturiert, trennt und fügt zusammen. ... Cello, Kontrabass und Gitarre gehen dabei ein Mischungsverhältnis auch in schnell reagieren – dem Zuspielen imaginierter Klangbälle ein, das höchste improvisatorische Sachkundigkeit verrät.” (aus einer CD-Besprechung von Nina Polaschegg)
Das Trio mu arbeitet seit 1999 in fester Triobesetzung sowie mit Gastmusikern.

Fr 13.5.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 108
xxunliederabend

Mitch Hinrich (Wuppertal) - soundpoesie
Christoph Iacono (Hannover) - piano

unliederabend - duo bordsteinkante - 1 stimme 1 klavier - “wortmaschine” trifft  auf “junges Pianisten-Eisen”. Für sie kommt improvisieren von Vieh, Fun und Sirene (impro-fun und improviehsirene Musik). Jenseits der Liedform. Mitch Heinrich, Soundpoet, studierte an der Schule für Dichtung (Wien). Zusammenarbeit mit Blixa Bargeld, Henri Chopin und Allen Ginsberg. Christoph Iacono ist Pianist, Komponist und Bühnenmusiker mit Schwerpunkt Tanztheater- und Theater-Produktionen wie SELF-MADE (Chun-Hsien Wu) und Palermo, Palermo. Ein Stück von Pina Bausch (Tanztheater Wuppertal).

Fr 29.4.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 107
Schwimmer

Alessandro Bosetti (Berlin) - soprano saxophon
Michael Griener (Berlin) - schlagzeug
Michael Thieke (Berlin) - klarinetten
Sabine Vogel (Berlin) - flöten

Mit dem Quartett Schwimmer sind vier der innovativsten Köpfe der Berliner Improvisationsszene bei den IMPROVISATIONEN zu Gast. Allessandro Bosetti entwickelte mit erweiterten Techniken seine eigene Sprache am Saxophon. Michael Griener arbeitete sowohl mit Größen des Jazz wie Herb Ellis und Mal Waldron als auch der Improvisierten Musik wie Günter Christmann und Paul Lovens. Michael Thieke spielt im Klarinettenduo mit Kai Fagaschinski und in Gebhard Ullmanns The Clarinet Trio. Sabine Vogel studierte Flöte am Anton Bruckner Konservatorium in Linz. Sie spielt im Ensemble Zwischentöne und dem Walter Thompson Soundpainting Orchestra.

Di 15.3.2005, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 106
Ursel Schlicht (New York) - piano
Tim Schomacker - perkussion
Uli Sobotta - euphonium, althorn

Ursel Schlicht studierte Musik und Kunst. Musikalische und kulturelle  Grenzüberschreitungen sind ihr wichtig. 2002 entstand unter ihrer Leitung das  interkulturelle Ensemble Ex Tempore. Sie arbeitete mit Robert Dick, Lawrence "Butch" Morris, Dominic Duval und Matthias Schubert. Bei den IMPROVISATIONEN spielt sie im Trio und Duo-Kombinationen mit den Bremern Tim Schomacker und Uli Sobotta.

Sa 16.10.2004, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 105
Lol Coxhill (London) - sopran saxophon
Erhard Hirt (Münster) - gitarre, electronics
Nils Gerold - flöte

Lol Coxhill, gerade 72 Jahre jung geworden, zählt zu den ganz Großen der Britischen Improvisationsszene. Anfangs, in den 50er Jahren war Coxhill vom Jazz und insbesondere vom Bebop beeinflußt: "Charlie Parker war da schon ein wichtiger Einfluß... Als ich mich dann weiterentwickelte, wollte ich davon loskommen."
Coxhill machte Theatermusik, arbeitete als Schauspieler, war musikalischer Direktor des Welfare State Theatre, spielte in Rockbands mit Steve Miller, Kevin Ayers und Mike Oldlield, begleitete Bluesgrößen wie Otis Spann, Champion Jack Dupree, Screamin' Jay Hawkins, Alexis Korner und Lohn Lee Hooker und spielte mit der Punkband The Damned. Zentraler Punkt in seinem Schaffen war und ist aber immer die Freie Improvisation.
Zum Sopransaxophon kam Coxhill, der als Gitarrist und Altsaxophonist begann, auch eher zufällig: ...ich hatte für zwei Pfund ein Selmer-Sopran von jemandem gekauft, der mich für einen Idioten hielt, weil er glaubte, dass es überhaupt nichts wert sei...
Zu den bekanntesten Gruppen von Lol Coxhill gehören The Melody Four (bezeichnenderweise ein Trio, mit Tony Coe und Steve Beresford) und das Trio The Recedents (mit Roger Turner und Mike Cooper), mit dem er vor ein paar Jahren auch im Bremer Moments gastierte. Lol Coxhill ist auf über 100 CDs zu hören.
Zum Duo mit dem Gitarristen Erhard Hirt, der in diesem Jahr bei den IMPROVISATIONEN schon im Duo mit dem Gitarristen Hainer Wörmann zu hören war, sagt Coxhill: In einigen Situationen entwickle ich lange Harmoniefolgen gegen das, was passiert, aber das ist keine regelmäßige Angelegenheit. In der Tat, mit Erhard praktiziere ich es öfter, als ich es mit Leuten getan habe, denke ich, einfach so, wie's sich ergibt. Manchmal vermisste ich, ausgedehnte Improvisationen zu spielen. Kann sein, dass Erhard es vorzieht, dass ich das nicht tue – dann mach' ich eben Schluss damit...ha, ha, und er "fliegt" weiter. Wir haben darüber gesprochen – wir beginnen zusammen, und nach ein paar Mal wissen wir genau, was wir wollen, was immer der andere auch macht...und das ist schön...
Der Bremer Holzbläser Nils Gerold wird an diesem Abend das Duo teilweise zum Trio erweitern.

Sa 18.9.2004, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 104
BIQ
Nils Gerold - flöte
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Hainer Wörmann - gitarre

"Hier improvisieren die Macher persönlich" (Christian Emigholz,
WeserKurier, 1.12.2002)


BIQ ist das Quartett der Organisatoren der IMPROVISATIONEN.
BIQ formierte sich im Herbst 1999. Seitdem Konzerte in Bremen, Hamburg, Kassel, Gießen, Wiesbaden, Darmstadt, Münster, Wuppertal, Brüssel und Antwerpen.
Die beteiligten Musiker sind seit langem in der Improvisationsszene
bekannt und haben in anderen Formationen oder als Solokünstler in
Konzerten und auf Festivals in ganz Deutschland, Europa und den USA
gespielt.
Am 25. September spielt BIQ beim Festival für Frei Improvisierte Musik
in der Blauen Fabrik Dresden.
In Bremen war BIQ das letzte mal im Dezember 2002 zu hören.

Sa 19.6.2004, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 103
uncaged

Michael Drews - kontrabass
Nils Geroldflute - e-flat- & bassklarinette
Carsten Koll - alto & soprano saxophon
Björn Pechmann - kontrabass

Die Doppelung der Instrumente – zwei Kontrabässe plus zwei Holzblasinstrumente – führt maßgeblich zum außergewöhnlichen, eigenen  Gruppensound von uncaged. Traumwandlerisch sicher in komplexen Verzahnungen verläuft das Zusammenspiel von Björn Pechmann und Michael Drews, die gemeinsam auch als Bass-Duo Bassta! aktiv sind. Die Ausdruckspalette des Altsaxophonisten Carsten Koll reicht vom sicheren beherrschen herkömmlicher (Jazz-) Virtuosität – er lernte bei Allan Praskin und in der Gunter Hampel Big Band – bis zu unkonventionellen, experimentellen Spieltechniken. Das Flötenspiel von Nils Gerold ist neben Jazz und Zeitgenössischer Musik ebenso durch japanische Shakuhachi-Musik geprägt. Die Interaktionen in der frei improvisierten Musik von uncaged brechen die "traditionelle" Aufteilung in Backline (Kontrabässe) und Frontline (Holzbläser) auf, es entsteht ein gleichberechtigter, vielschichtiger Dialog aller vier beteiligten Musiker. uncaged spielte neben Konzerten in der Region Bremen / Bremerhaven bei der einweihung des Künstlerhauses Cuxhaven (1996) und auf den Festivals Freispiel (Bremen 1997) und Spielarten (Oldenburg 1998).

Sa 8.5.2004, 20.00 Uhr
Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN  102
Klaus Janek (Berlin / Bozen) - kontrabass
Uli Sobotta - euphonium, althorn

Der Südtiroler Kontrabassist Klaus Janek hat soeben auf dem renommierten Berliner CD-Label FMP seine zweite Solo-CD CASPAR vorgelegt, auf der er sich mit dem Thema Kaspar Hauser musikalisch auseinandersetzt. 

Klaus Janek über Kaspar Hauser: 1988 bin ich auf die Geschichte gestoßen und sie hat mich 10 Jahre begleitet. Eine Zeit in der ich an Klangrecherchen und Dramaturgie gearbeitet habe, eine Sprache gesucht und gefunden habe, die meine Version Caspars ausdrückt. Es geht mir darum, die Seelen- und Gefühlswelt Caspar Hausers zwischen seiner Geburt, Gefangenname, Freilassung und seinem Tod zu zeichnen. Wichtiger Punkt, die Freilassung, in der sich Caspar in einer Reizüberflutung verliert und lernt, Reize zu entschlüsseln – eine Analogie zur Situation desjenigen, der abstrakte Musik hört und den Zugang dazu findet. Eine Musik zum Hören.

Ulrich Struve im Booklet der CD: In Ansbach verbringt Hauser die letzten zwei Jahre seines Lebens, bis er im Dezember 1833 dem Dolch eines Mörders erliegt und mit seinem Tod den Interpreten in Psychologie und Juristerei, Geschichtswissenschaft und Pädagogik, in der Literatur und in den Künsten das Feld überlässt. Klaus Janeks Einspielung ist ein herausragender Beitrag dieser künstlerischen Kaspar-Hauser-Tradition.

Im ersten Teil des Konzerts stellt Klaus Janek seine Solo-CD CASPAR vor, im zweiten Teil ist er im Duo mit dem Bremer Euphoniumspieler Uli Sobotta zu hören.

Fr 23./Sa 24.4.2004, 20.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 101

XXL-Minifestival

Fr 23.4.2004

20.00 Uhr

Hirt - Wörmann

Erhard Hirt (Münster) - electronics
Hainer Wörmann - gitarre

21.00 Uhr

Schliemann - Hammerschmidt

Wolfgang Schliemann (Wiesbaden) - perkussion
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics

Sa 24.4.2004

20.00 Uhr

Ge-Suk Yeo - Lücker - Sobotta - Gerold

Ge-Suk Yeo (Seoul / Hamburg) - stimme
Björn Lücker (Hamburg) - schlagzeug, perkussion
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Nils Gerold - flöte

Mit der 101. Veranstaltung startet die Konzertreihe 'IMPROVISATIONEN - Reihe für Freie Improvisierte Musik und andere Künste' in das 14. Jahr ihres Bestehens! Nach einer etwas länger ausgefallenen Winterpause gibt es dafür gleich drei Konzerte an zwei Abenden mit überregionaler, internationaler Beteiligung – eben XXL.


"Chaos - das ich mag. Wenn ich irgendwo Chaos höre, bin ich interessiert. Wenn es sich dann irgendwie zu sehr einer Form zuneigt, sage ich: Ja, dann kann man sich auch hinsetzen und das einfach aufschreiben. Es ist nicht unbedingt improvisatorisch interessant, scheint mir. Aber wahrscheinlich werden da viele Improvisatoren sagen: Nein, da hast Du Unrecht, denn ich lebe dafür, das zu machen, was ich mir vorher überlegt habe. So soll es sein und nicht anders. Ich gönne das den Leuten auch. Ich springe nicht auf und übe Kritik. Ich sage nur: Das gilt nicht für mich." (Misha Mengelberg - Improvisator)


Erhard Hirt: Seit den 70er Jahren als Musiker und Promotor Improvisierter und experimenteller Musik tätig. Ausgangspunkt seiner elektroakkustischen Arbeiten ist hauptsächlich Klang als wirkungsvolle Oberfläche musikalischer Gestaltung.
Gitarrenprojekte mit Derek Bailey, Stephan Wittwer, Davey Williams, John Russel, Uwe Kropinski,Joe Sachse, Mike Cooper, Kalle Laar, Lothar Fiedler, Eugene Chadbourne, Valery Dudkin, Hans Reichel, Jean Marc Montera, Dave Draper (87/88/89/90/92/93) Zusammenarbeit (Auswahl) mit Anne LaBerge, Anne leBaron, Peter van Bergen, John Butcher, Marc Charig, Günter Christmann, Lol Coxhill, Dietmar Diesner, Wolfgang Fuchs, Martin Klapper, Paul Lovens, Paul Lytton, Radu Malfatti, Philippe Micol, Phil Minton, Evan Parker, Ulrich Phillipp, Melvyn Poore, Natalia Pschenitschnikowa, John Russel, LaDonna Smith, Alan Tomlinson, Phil Wachsmann

Wolfgang Schliemann:
Perkussionist, Improvisator, Performer, Komponist  Geboren 1956, seit 1978 als freier Schlagzeuger bzw. Perkussionist in den Bereichen Neue / Improvisierte Musik, Klangkunst und Performance arbeitend. In Deutschland und darüber hinaus tätig. Entwicklung einer eigenständigen Spielauffassung, die sich neben den  rhythmischen besonders mit den klanglichen Aspekten eines vielfältig  erweiterten, sich ständig verändernden Instrumentariums auseinander setzt. Solo-/Duo-/Ensemble- und Orchesterarbeit. Beteiligung an Projekten mit medienübergreifenden Konzepten  (mit Tanz, Theater, Film etc), bevorzugt raumbezogenes Arbeiten mit synästhetischer Ausrichtung. Mitbegründer der Wiesbadener Musiker-Kooperative New Jazz (1979), von ARTist - Musik zur Zeit (1983),  des HumaNoise congress - Tage zeitgenössischer Improvisierter Musik (1987),  und der LAG Jazz und Improvisierte Musik Hessen (1991).

Ge-Suk Yeo:
Singer / Composer - Contemporary Avantgarde Music
Visual Artist - Sound Painting, Sound Calligraphy.
Ge-Suk Yeo ist Sängerin, Komponistin und bildende Künstlerin. Als lyrisch-dramatischer Sopran ist sie ein Novum im Bereich der Experimental und Avantgardemusik. Mit ihrer wandlungsfähigen Stimme bewegt sie sich zwischen dadaistisch anmutendem Kauderwelsch und opernhaftem Belcanto. In ihren Programmen lässt Ge-Suk Yeo Musiker unterschiedlichster musikalischer Hintergründe aufeinander treffen. Dies erzeugt eine knisternde Spannung und klanglich völlig neue Dimensionen. Als bildende Künstlerin hat sie sich auf Klangbilder und Klang-Kalligraphie spezialisiert.  Ge-Suk Yeo studierte Klassische Musik und Gesang in Korea an der Seoul National Universität. Nach Erhalt des 'Bachelor of Arts' sang Ge-Suk Yeo einige Zeit an der National Oper in Seoul. Zu Beginn der 90er Jahre führte sie Ihre Faszination für italienische und deutsche Oper nach Europa. In Berlin setzte sie ihre Stimmausbildung an der Hochschule der Künste HdK, fort. Dort erarbeitete sie sich ein beachtliches Repertoire - vom Barock bis zu den modernen Komponisten - und schloss ihr Studium mit dem Diplom ab. Im Anschluss daran lernte sie mehrere Jahre 'Belcanto' bei Celestina Casapietra und mehreren großen Opernsängern in Berlin und in Mailand.

Björn Lücker
plays drums and composes. He studied jazz and classics in Hamburg. Since then Bjoern showed his brilliant beat in sessions with a big number of bands and people like Triocolor, Anthony Braxton, Herb Geller, Howard Johnson, Atilla Zoller etc. Bjoern toured through most european countries, Mexico, Cuba, Ghana and Russia.  In Hamburg and Berlin he is part of a couple of projects. His eclectic musicstyle is somewhere in between experimental, improvisation, jazz, classics, new music, rock and crossover.

Fr 31.10./Sa 1.11.2003
Buntentorsteinweg 112
Beginn jeweils 20.00 Uhr
Eintritt: 15,- / 10,- Euro
Improvisationen 100
A Cute Music
Festival für improvisierte Musik


Fr 31.10.2003, 20
.00 Uhr
DUO 1: Uwe Oberg - Uli Sobotta
DUO 2: Helmut Lemke - Hainer Wörmann
Oktett 1: Wolfgang Fuchs - Nils Gerold
- Reinhart Hammerschmidt - Helmut Lemke - Uwe Oberg - Frank Rühl - Uli Sobotta - Hainer Wörmann

Sa 1.11.2003, 20
.00 Uhr
DUO 3: Wolfgang Fuchs - Nils Gerold
DUO 4: Frank Rühl - Reinhart Hammerschmidt
Oktett 2: 
Wolfgang Fuchs - Nils Gerold - Reinhart Hammerschmidt - Helmut Lemke - Uwe Oberg - Frank Rühl - Uli Sobotta - Hainer Wörmann

Zur 100. Ausgabe veranstaltet die Reihe IMPROVISATIONEN am 31. Oktober und 1. November ihr drittes Festival A CUTE MUSIC mit Frei Improvisierter Musik.

Der Spielraum – die Gegensätze, das Duo, die kleinste musikalische Gruppe und das Tutti, die Großformation. Der Rahmen – die Utopie der Freiheit und das Erkennen der eigenen Grenzen / Beschränkungen. Im Zusammentreffen neuer musikalischer Formationen sowie in vertrauten Duos entsteht neue, unerhörte Musik, einmalig und unwiederholbar – Musik im Hier und Jetzt.

Der in Improvisierter Musik, Jazz und Neuer Musik aktive Pianist Uwe Oberg trifft mit seinem energetisch beseelten Spiel auf den Euphoniumspieler Uli Sobotta, dessen eigenständiger Stil sich in einer Kombination von Singen, Sprechen und Spielen verwirklicht. Helmut Lemke kommt von der bildenden Kunst und begegnet in seiner Klangskulptur aus Langsaiten den Klängen der äußerst differenziert präparierten Gitarre von Hainer Wörmann. Mit konventionellen, wenn auch teilweise seltenen Holzblasinstrumenten – etwa Kontrabassklarinette oder Bassflöte – schaffen Wolfgang Fuchs und Nils Gerold durch individuelle Spieltechniken ihre ganz eigenen Soundscapes. Durch verschiedene elektronische Mittel, etwa Verzerrer, Ventilatoren, Delay oder Laptop, erweitern Frank Rühl und Reinhart Hammerschmidt ihre Klangmöglichkeiten ins nahezu Unbegrenzte.

Als Oktett setzen im zweiten Set an beiden Abenden alle am Festival beteiligten Musiker einen musikalischen Gegenpol zu den Duetten. Wolfgang Fuchs, Mitbegründer und Leiter des King Übü Örchestrü hat wie kaum ein anderer Musiker Erfahrungen in frei improvisierenden Großformationen und prägte deren Entwicklung maßgeblich mit. Frank Rühl ist Mitglied im Living Sound Orchestra, Hainer Wörmann war als Gast im Ensemble 2 INCQ zu hören und Reinhart Hammerschmidt ist Mitglied des Ensemble  Sondarc - Raummusik für sechs Kontrabässe. Seit den Anfängen der Frei Improvisierten Musik ist die wichtige Funktion solcher Ensembles für die Entwicklung dieser Musik durch Formationen wie Globe Unity Orchestra und ICP-Tentett mit ihren äußerst spannenden Resultaten bekannt.

"Ich glaube, eines der wichtigsten Momente ist, dass es  in der Musik eigentlich keine Freiheit gibt, nur die, dass man sich seine eigenen Beschränkungen deutlich machen kann – das, was man selbst als Spielraum sieht." (Misha Mengelberg)

30.9.2003, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN  99
fünf

Lilian von Haußen - e-blockflöte
John Hughes (Hamburg) - kontrabass
Helmut Neumann (Hamburg) - trompete, flügelhorn
Christoph Ogiermann - violine
Lars Scherzberg (Hamburg) - saxophon

fünf"betrachten, was man nicht betrachten würde, hören, was man nicht hören würde, auf das Banale achten, auf das Gewöhnliche, auf das Infra-Gewöhnliche. Die ideale Hierarchie zwischen dem, was entscheidend, und dem, was anekdotisch ist, bestreiten, weil es anekdotisches nicht gibt, es gibt nur herrschende Kulturen, die uns aus uns selbst und den anderen exilieren (= verbannen): ein Sinnverlust, der für uns nicht nur eine Siesta des Bewußtseins ist, sondern ein Niedergang der Existenz." Paul Virilio, Ästhetik des Verschwindens

17.6.2003, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 98
Dietrich Rauschtenberger (Schwelm) - schlagzeug, perkussion
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Nils Gerold - flöte

Freie Improvisationen mit Wurzeln im Free Jazz, erweitert durch Erfahrungen mit Neuer Musik, außereuropäischer Musik, Theatermusik, etc. 

Dietrich Rauschtenberger spielte zusammen mit Peter Kowald Anfang der sechziger Jahre in Peter Brötzmanns erstem Trio. Seitdem gehört er zum Wuppertaler Kreis avantgardistischer Jazz-Musiker und ist mit vielen international bekannten Musikern aufgetreten. Mit der sibirischen Sängerin Sainkho Namtchylak und Peter Kowald die erste Jazztour durch Tuwa. Rauschtenberger ist auch als Autor bekannt geworden und hat seine Musik in vielen Projekten mit Literatur, aber auch mit Malerei und Tanz in Verbindung gebracht. In den letzten Jahren hat er bei einer Reihe von Theater-Produktionen die Musik komponiert und gespielt, u.a. für „Odyssee - Land in Sicht“ an der Vaganten-Bühne (Berlin) und „Arsen und Spitzhacke“ am Theater im Depot (Dortmund). Mit Erfolg spielt er gegenwärtig sein Theaterstück „Die Kunst ein Schlagzeug aufzubauen".

6.5.2003, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN  97
Fine Kwiatkowski (Berlin) - tanz
Willehad Grafenhorst (Berlin) - kontrabass, electronics
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics

Die drei Künstler begegnen sich, nach Jahren der großen gegenseitigen Wertschätzung, zum erstenmal auf der Bühne. Im Mittelpunkt steht die Improvisation, die Auslotung von Klängen und Bewegung in ihrer Einmaligkeit des Auftauchens und wieder Verschwindens. Was im Raum zurückbleibt, die fühlbare Intensität, Sinnlichkeit, Abstraktion von Klang als Bewegung und Bewegung als Klang... Präsentiert werden dabei unterschiedlichste Konstellationen in Duos und Trios.

'Wirbel pressen gegen gespannte HAUT, zu digital manipulierten Analogklängen wandern Schatten zeitlupengleich über Körperlandschaften, Muskeleruptionen provozieren in schreiend lauter Stille, BASSreflexionen gebären Binärblitze zerschellen an Rippenreliefs. Körper ist Klang, Klang ist Bewegung.'

Fine Kwiatkowski, Tänzerin, ist seit Beginn der 80iger Jahre dabei, ihre eigene Bewegungssprache zu entwickeln, zu vertiefen, immer in der Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künsten, wie der Improvisierten und Zeitgenössischen Musik, Bildender Kunst, Film und Schauspiel. In Bremen war sie Anfang der 90iger Jahre im freiraumtheater und mitte der 90iger mehrmals in der Reihe "passiert" (von Gustav Gisiger initiiert) zu erleben.

Willehad Grafenhorst, Musiker, Wahlbremer bis 1997, u.a. aktiv in den Formationen KIXX, Boxer, Babbitts, Zentrifugal und langjähriges Mitglied der Gruppe Swim Two Birds. In Berlin lebend verbindet ihn eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern der Improvisierten Musik und, als Duoprojekt, mit der Tänzerin Fine Kwiatkowski.

1.4.2003, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 96

Set 1: Hug Solo

Set 2: Hug - Wörmann - Hammwerschmidt

Charlotte Hug (Zürich/CH) - violine, electronics
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics
Hainer Wörmann - gitarre

Set 1: Die Schweizer Bratschisten Charlotte Hug stellt Ausschnitte aus Ihrer Soloarbeit vor.

Set 2: Im Zusammentreffen von Charlotte Hug mit den beiden Bremer Musikern Reinhart Hammerschmidt und Hainer Wörmann gibt es ein um die Möglichkeiten von Elektronik und Präparationen klangerweitertes Saitentrio.

Charlotte Hug, geboren 1965, lebt in Zürich und London. Bratschenstudium bei Henrik Crafoord SMPV in Bern, Weiterbildung “Szenisches Gestalten” an der “Hochschule für  Gestaltung und Kunst” in Zürich sowie bei Paul Silverthorne an der “Royal Academy of Music” in London. Die Arbeit von Charlotte Hug steht oft in Verbindung mit bildender Kunst, Architektur,Tanz, Literatur, Film und Theater. Diverse Auftritte im In- und Ausland an internationalen Festivals in Holland, Polen, Spanien, Tschechien, England, Italien, Deutschland und der Schweiz (zB. “Tage für neue Musik Zürich”, “10th LMC Festival” Royal Festival Hall London, “freedom of the city” London,  “Festival internacional de creation en tiempo real” Madrid etc.) Oft finden die Musikperformances von Charlotte Hug an aussergewöhnlichen Orten statt. Auftritte unter anderem im Eisstollen  des Rhonegletschers, oder im unterirdischen Labyrinth im “house of detention” in London. Charlotte Hug erforscht eine angereicherte Palette von Spieltechniken auf ihrem  Instrument, insbesondere die von ihr entwickelten “Weichbogentechnik”. Im Jahr 2000 hielt sich Charlotte Hug als Stipendiatin des Aargauer Kuratoriums in London auf, ist Mitglied des  “London Improvisers Orchestras” und spielt auch in kleineren Formationen mit vielen Musikern aus dem Umkreis des LIOs. Ua. Zusammenarbeit, auch sparten-übergreifend,  mit  Fine Kwiatkowski, Andrea Neumann, Maggie Nicols, Günter Müller, Ingar Grydeland, John Butcher, Dirk Marwedel, John Edwards, Phil Minton, Evan Parker, Phil Wachsman, Ingar Zach. Charlotte Hug hat von Pro Helvetia einen Kompositionsauftrag bekommen für die Entwicklung ihres Konzeptes der “Raum-Partitur” Diese konnte sie als “artist in residence” im “Kunstlabor forum claque Baden” im Jahr 2002 realisieren.

11.3.2003, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN  95
ZYGOMA

Jeff Gburek (New Mexico) - gitarre
Michael Vorfeld (Berlin) - perkussion
Michael Walz (Berlin) - sampling, electronics

Zygoma is an electro-acoustic musical trio born from the belly of Berlin when visiting Amercican guitarist Jeff Gburek discovered the percussion work of Michael Vorfeld and the electronics of Michael Walz. There is a unification of European and American later improv strains that creates an expressive tension between the uses of silence and the layering of sounds, vertical events occurring simultaneously, and mystical fusions of sounds that one cannot trace to any one instrument. This makes Zygoma a unique event. There is at first a certain traditional feeling of conversation in the music that turns rapidly into a more determined use of the sounds to break out of such linear musical concepts into new territories. At times the music will appear like an omni-directional yet moving mass, like a solar core, united by reactions that cause it to explode out of itself, while at other moments, the sounds will orbit one another calmly in a timeless space. Vorfeld’s unique sensibility for selection and timing in percussion is met by Gburek’s fluidity of multiple guitar styles and Michael Walz’s subversive use of sampling and electronics. The trio continues on to Berlin for another concert and recording session before Gburek returns to finish his solo recording session with Nur/Nicht/Nur in Kleve.

Jeff Gburek is a guitarist currently living in New Mexico. He developed his own acoustic guitar stylings based on careful studies of Indian raga and Arabic maqamat, preparing him technically for his recent work in the table-top and prepared guitar. He has performed with Konrad Bauer, Daniel Carter, Keith Rowe, Joe Williamson, Michael Vorfeld, Micahel Walz and Chris Forsyth. He is known as composer and main instrumentalist for the butoh/experimental music company called Djalma Primordial Science(www.djalma.com) which has toured and given workshops internationally. In addition, he has studied gamelan music with Pak Suhardi inYogyakarta, Java and has recorded the rebab for Indian DJ Nitin Sawnhey and performed with jazz trumpeter Graham Haynes. He is coming to record new CD of guitar and electronic pieces at the studios of experimental label NUR/NICHT/NUR. The trio ZYGOMA with Berlin percussionist Michael Vorfeld and Michael Walz on electronic/sampling builds on electro-acoustic explorations begun when Jeff Gburek was living in Berlin.

Michael Vorfeld: Erweiterung des Schlagwerks durch selbstentworfene Saiteninstrumente. Langjährige Arbeit im Bereich improvisierter, experimenteller Musik und Klangkunst. Neben Solo-Aktivitäten Mitglied verschiedener Formationen und Zusammenarbeit mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen. Umfangreiche Konzert- und Performancetätigkeit in Europa, den USA und Südostasien, u.a. bei  Dokumenta 8, Kassel; Het Apollohuis, Eindhoven; Logos Foundation, Gent; Palais des Beaux Arts, Brüssel; Experimental Intermedia, New York; Center of Contemporary Art, Warschau; Plan B, Tokyo; Goethe-Institut, Hanoi

Michael Walz arbeitete in den 80er Jahren als Pianist, Komponist und Soundcollageur für freie Theatergruppen. Seit Beginn der 90er Jahre Hinwendung zur elektronischen Klangerzeugung (Synthesizer, Sampler, Computer). Solokonzerte mit elektro-akustischer Musik, feste und lose Formationen mit zahlreichen Musikern aus der Berliner Improvisationsszene. Interdisziplinäre Projekte mit Tänzern, Schriftstellern, Malern und Schauspielern. Kompositionen für Tanztheater und Kurzfilm. Gastspiele u.a. in New York (Knitting Factory) und London (Purcell Room/Royal Festival Hall).

3.12.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN  94
BIQ

Hainer Wörmann - gitarre
Uli Sobotta - euphonium, alto-horn
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics
Nils Gerold - flöte

BIQ formierte sich im Herbst 1999 – seitdem Konzerte in Bremen, Hamburg, Kassel, Gießen, Wiesbaden, Darmstadt, Münster, Wuppertal, Brüssel & Antwerpen
im Quartett und mit Gästen wie Jaap Blonk, GIP (Gießen Improvisers Pool) und Musikern vom Bremer Knieschussclub in den Projekten Kronos-Kairos und The Very Lounge (12 Stunden-Konzert mit norddeutschen Gastmusikern) bei den Improvisationen 94 sind die Musiker von BIQ im ersten Set jeweils im unbegleiteten Solo und im zweiten Set im Quartett zu hören.

12.11.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 93
Elèctrico 28

Steve Swell (New York) - posaune
Peter Jacquemyn (Brüssel) - kontrabass
Uli Sobotta (Bremen) - euphonium

Musik für Kontrabass und tiefes Blech mit Peter Jacquemyn, Steve Swell und Uli Sobotta. Rauf und runter, energiegeladen und erdverbunden geht dieses Trio rund. Der belgische Kontrabassist Peter Jacquemyn spielte und spielt mit allen wichtigen frei improvisierenden Musikerinnen und Musikern Europas (u.a. Phil Minton, Joelle Leandre und Tony Oxley), der amerikanische Posaunist Steve Swell ist hierzulande vor allem durch seine Konzerte mit Joey Baron und Tim Berne bekannt geworden. Uli Sobotta hat mit beiden Musikern schon in unterschiedlichen Formationen gespielt.

Peter Jacquemyn > -Born in Belgium 1963 > Concerts since 1984 > - Member of W.I.M. (werkgroep improviserende muzici) > - Occasional ensembles with a.o. Fred Van Hove (piano, B), Ivo Vanderborght > (perc., B), Jacques Palinckx (git., NL), Peter Kowald (bass, G), Conrad > Bauer (tb., G), Wolfgang Fuchs (sax,cl., G), Takashi Yamane (cl., J), La > Donna Smith (violin, USA), Jo Truman (voice, Aus.), Michael Moore (sax, > USA), Ernst Reysegger (cello, NL), Daounik Lazro (sax, FR), Barre Phillips > (bass, USA), Roger Turner (perc., GB), Paul Rutherford (tb., GB), Tony Oxley > (perc., GB), Mark Charig (tp., GB), Erik Boeren (tp., NL), Assif Tshahar > (sax, Israël), John Edwards (bass, GB), Eddy Loozen (piano, B), Augusti > Fernandes (piano, SP.), Bart Maris (tp, B), ... > Basstrio with Joëlle Léandre (FR), Ernst Glerum (NL) Novembermusic 1996 > Basstrio with David Chiesa (FR), John Edwards (GB) fondacio Miro 2001 > > - Groups (duos, trios, quartets) with > V2duo with André Goudbeek (sax, bandoneon, cl., B) > trio Jeffrey Morgan (sax, USA), Mark Sanders (perc., GB) > duo with Gunda Gottschalk (violin, G) trio with Ute Volker (accordeon, G) > Doubleduo with André Goudbeek, Jeffrey Morgan and Peter Kowald > André Goudbeekquartet with Dirk Wauters (perc., B), Bart Maris (tp , B) > duo with Geurt Grossfeld (flute, NL) > MLF 7 with Fred Van Hove, André Goudbeek, Ivo Vanderborght, Takashi > Yamane, > Adelheid Sieuw (flute, B), Jan Huib Nas (git., B) > - Music with performances and danceprojects with > Bruno Roelands (B) > Manolo Canteria (SP) > Marian Palla (Tsj.) > Anouk Laurent (Fr) > Fien Sulmont (B) > Pierre Rubio (Fr) > Frank Vrankx (B) > Sigrid Tanghe (B) > `- Performance TRIO with Maria Clara Villalobas (Brazil) > - Music for radioplay Words and music and Cascando (Samuel Becket) > - CD As it happend André Goudbeek quartet & Phil Minton > pericoloso sporgersi Gunda Gottschalk Peter Jacquemyn duo > The sign of the raven Jeffrey Morgan Mark Sanders Peter Jacquemyn > trio > Solo Peter Jacquemyn doublebass solo

Steve Swell hat seinen unverwechselbaren Sound auf der Posaune in langjärhiger Zusammenarbeit mit Jazzgrößen aus dem Mainstream -u.a. Lionel Hampton und Buddy Rich -sowie der Avantgarde -u.a. Anthony Braxton und Jemeel Moondoc entwickelt. Er hat fünf eigene CDs eingespielt und ist darüberhinaus auf fünfundvierzig weiteren CDs und Schallplatten zu hören. 1985 konzertierte er mit dem Multi-Instrumentalisten Makanda Ken McIntyre carnegie Recital Hall auf, und hat seitdem häufig in Europa gespieltm u.a. mit Tim Berne und Joey Baron. Zur Zeit spielt in William Parkerls "Little Huey Creative Music Orchestra", und in den Ensembles von Jemeel Moondoc und Roswell Rudd.

Di 8.10.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 92
Günter Heinz (Dresden) - posaune
Wolfgang Brodsky (Braunschweig) - schlagzeug, perkussion
Nils Gerold (Bremen) - flöte

Anas Acuta – Freie Trio-Improvisationen mit Günter Heinz, Wolfgang Brodsky und Nils Gerold"improvisation is played to keep the player from playing what the composer already knew" (evan parker)

Günter Heinz, geboren in Zeitz, studierte Mathematik in Halle, Musik in Dresden und Berlin. Zunächst tätig als Mathematiker an verschiedene Universitäten, 1983 Promotion. Seit 1987 freiberuflich als Musiker, Uraufführung zahlreicher zeitgenössischer Kompositionen, Konzerte mit improvisierter Musik, Rundfunk- und CD-Einspielungen in Deutschland (organic music), Schweiz (For4Ears) und USA (ALEA). 1992-93 war er Gastkomponist am Elektronischen Studio der Musikakademie Basel. Zusammenarbeit u.a. mit dem Kammerenseble Neue Musik Berlin, Neue Horizonte Bern und SEM-Ensemble New York. Seine Kompositionen wurden aufgeführt u.a. in Berlin, Moskau, Madrid und USA. Lehraufträge in Malta und Sardinien. 1996 Mitbegründer der Künstlervereinigung "Blaue Fabrik" in Dresden. Im Bereich des Jazz spielte er u.a. mit Gottfried Röszler, Hartmut Dorschner, Kent Carter, Bill Elgart, Michael Lytle, Agusti Fernandez, Lou Grassi... Er ist Initiator und Künstlerischer Leiter des Festivals Frei Improvisierter Musik in Dresden.
Discographie: drumbone2 : the knotty stick, FOR 4 EARS RECORDS (Schweiz) The Wetware Trombone : Windharp, FOR 4 EARS RECORDS Simultanquartett : speach, FOR 4 EARS RECORDS Günter Heinz / Andreas Böttcher: ghost busters, ORGANIC MUSIC trombone on M.A.R.S.: Günter Heinz meets Europian Powerbook Ensemble FOR 4 EARS RECORDS Günter Heinz and Lou Grassi Live in Wuppertal ALEA RECORDS ( New York )

Wolfgang Brodsky, Bildender Künstler und Improvisationsmusiker, lebt in Braunschweig
Verbindung von Schlagzeug und Non-Percussion-Instrumenten
- seit 1985 zahlreiche Auftritte und interdisziplinäre Projekte mit verschiedenen Formationen und solo in der experimentellen und improvisierten Musik, u.a. in Wuppertal, Düsseldorf, Berlin, Dortmund, Münster, Hannover, Paris, Edinburg, Braunschweig, Köln
- Rundfunk- und Fernsehaufnahmen (WDR, Radio-Flora, NDR) mit JOB MOB, stattwerke (CD-Rundfunkeditionen) und Performance-Projekten gegenwärtige Projekte und Formationen:
- im Rahmen der experimentellen MusikerInnen- und PerformerInnen-Werkstatt „stattwerke“ seit 1995 zahlreiche Werkstatt-Aufführungen, interdisziplinäre Projekte und Workshop-Projekt-Konzerte (u.a. mit Wolfgang Fuchs, John Butcher, Krebs/Neumann-Duo)
- Toys-Trio „Toy Boys“, Ukulelen-Quintett „Eleluku-Research“, diverse Projekt-Formationen; außerdem das sporadisch spielende Trio Brodsky-Freudhofen-Morgenstern (CD)
- Zusammenarbeit mit TänzerInnen, PerformerInnen und bildenden KünstlerInnen
- fortlaufendes Solo-Studio-Projekt mit computerbearbeiteten Samples (CDs)

Di 24.9.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 91
HCL-Ensemble

Hans Kämper - posaune
Sebastian Venus - piano
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics
Hannes Clauss - schlagzeug, perkussion

"Bemerkenswert ist, daß alle vier neben dem HCL-Ensemble auch in Gruppen spielen, die erheblich konventioneller und stärker an strenge Jazz-Formen gebundene Konzepte verfolgen. Diese Band ist also quasi ein Free-Spielbein, das aber standsicher auf Strukturerfahrungen fußt: Noch in den wildesten Kollektivimprovisationen sind versprengte Zitate anderer Stile und Rudimente deutlich melodisch oder rhythmisch strukturierter Formeln zu erkennen .... für den aufmerksamen Hörer ein Konzertgenuß mit spielerischen und humorvollen Qualitäten. Die Band nutzt alle zeitgemäßen Stile, dreht sie durch den Wolf und versetzt sie mit emphatischen Free-Formen. Das Ergebnis ist ein Substrat zeitgenössischer Musik, das die Bandbreite von wütendem Aufbegehren bis zur Beschäftigung mit der Stille umfaßt." Christian Emigholz

Preisträger des LAG "Jazzpodium" 1991 und 2002; Konzerte in Deutschland & Polen; Festivals: Nordjazz Festival Westerstede, Jazzfest Delmenhorst, MIB-Night-Festival Bremen; Konzerte mit Albert Mangelsdorff, Urs Leimgruber, Franz Hauser und Steve Lacy; Zusammenarbeit mit Tänzern und Schauspielern

Veröffentlichung: HCL Ensemble - 13 (Hybrid Music Productions19, 2000, CD)

"Das Ergebnis sind 13 Titel, die sich zu einer ungezwungenen audiovisuellen Klangreise ergänzen. Und das klingt wie ein Experiment im akustischen Reagenzglas, wo sich das "HCL Ensemble" unbarmherzig durch widerspenstige musikalische Floskeln und stilistische Zitate ätzt und mit klassischen Improvisationstechniken das musikalische Material so nachhaltig bearbeitet, bis es schließlich in neuen Substanzen aufgeht. Und dass die auf "13" so zahlreich sind, ist ein Beleg für seine kompromisslose Brillanz." André Hesel, Weserkurier, 9.7.2000

Di 4.6.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 90
Set 1:

Gesänge aus dem Dickicht der Tage

Duo: Eichenberger - Torre
Set 2:

Quartett: Eichenberger - Torre - Hammerschmidt - Gerold

Markus Eichenberger (Zürich / CH) - klarinetten
Ivano Torre (Sementina / CH) – schlagzeug
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - flöte

Die beiden Schweizer Markus Eichenberger und Ivano Torre spielen seit 1996 im Duo. Im weiteren ist Torre ständiges Mitglied in Eichenbergers DOMINO SEPTET und DOMINO ORCHESTRA. Sie sind Musiker der gleichen Nation jedoch getrennt durch das Gotthardmassiv und ungleich auf allen Ebenen: geographisch, klimatisch, kulinarisch, kulturell und sprachlich: Eichenberger ist deutschsprachig, Torre ist italienischsprachig. Gemeinsam kommunizieren sie Französisch. Ihre Musik fügt sich selbstlos der Verbindlichkeit des ersten Tons. Alles was folgt ist ein stringentes ausloten dieser Anfangsgeste: hören, wohin das führt, ohne virtuose Nabelschau, ohne das Abspulen vorbereiteter Muster: Aus einem simplen Intervall, einem Arpeggio oder einem gehaltenen Ton generiert das Duo seine klanglichen Mikrokosmen, spinnt den ersten Impuls mit derartiger Stringenz fort, dass man fast an die Eigengesetzlichkeit des musikalischen Materials, die vielbeschworene "Natur der Klänge" glauben mag. Klar und unspektakülar sind die Linien dieser Musik. Eichenberger und Torre geht es nicht um das Vorzeigen von Vorhandenem, das Exponieren "ihrer" gespeicherten Patterns, sondern um das Entstehende: das, was im ersten Ton als Potential enthalten ist. 

Markus Eichenberger: Klarinettist, Improvisator, Musiklehrer, Komponist. Improvisierte Musik seit 1977 in verschiedensten Gruppen und Projekten. Seit 1982 Soloprojekte. Mehrere Platten und CD-Produktionen. Mitglied der Werkstatt für improvisierte Musik (WIM) in Zürich. Konzerte in ganz Europa. Radio- und Fernsehsendungen. Produktionsbeiträge von Stadt und Kanton Zürich, Kuratorium des Kanton Aargau, Pro Helvetia und mehreren Stiftungen. Kompositionspreis des WDR (92), Prix Cultura der Kiwanis-Foundation (98) sowie Kompositionsauftrag der Stiftung Pro Helvetia für DOMINO (2000).

Ivano Torre: Perkussionist, Komponist, Rhythmus-Lehrer,

Mit freundlicher Unterstützung von:
Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
Stiftung zur Förderung der darstellenden Künste, Zürich
Kanton Tessin

Di 7.5.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 89
Kimmig - Hübsch - Ninh

Harald Kimmig (Freiburg) - violine
Carl Ludwig Hübsch (Köln) - tuba
Le Quan Ninh (Paris) - perkussion

Harald Kimmig, Jahrgang 1956, erhielt von 1966 bis 1974 eine klassische Ausbildung und ergänzte seine Studien bei David Baker, Muneer B.Fenell, John Tchicai und Cecil Taylor. Seit 1984 ist der Geiger professioneller Musiker. Als Solist arbeitete Harald Kimmig u.a. mit Lee Konitz, Irene Schweizer, Maggie Nicols, Gunter Hampel, Sirone. Aus der mehrjährigen Zusammenarbeit mit Cecil Taylor gingen die beiden CDs "Legba Crossing" und "Corona: Looking" hervor. Bei den IMPROVISATIONEN 57 war Harald Kimmig im November 1997 mit seinem Solo-Programm zu hören. 

Carl Ludwig Hübsch, 1966 in Freiburg geboren, tourte mit Lester Bowie's Brass Fantasy und der Hannes Zerbe/Willem Breuker Blech Band. Hübsch ist Mitglied im European Tuba Quartet und von Planet Blow, er spielte im Arthur Blythe Quartet, mit Matthias Schubert, Ernst Reijsegger, Frank Gratkowski u.v.a. Bei den IMPROVISATIONEN 56 (Oktober 1997) war Carl Ludwig Hübsch solo und bei den IMPROVISATIONEN 63 (Oktober 1998) mit der Grossformation Bull's Eye zu hören.

Le Quan Ninh
wurde 1961 in Paris geboren. Der Perkussionist arbeitet sowohl in der zeitgenössischen komponierten Musik als auch in der Freien Improvisation. Seit 1993 entwickelt er seine eigene interaktive Komputermusik. Als improvisirender Musiker war er u.a. auf dem Human Noise Congress Wiesbaden zu hören und spielte mit Michel Doneda und Paul Rogers (CD "Open Paper Tree"), Butch Morris und J.A. Deane (CD "Burning Cloud"), dem Peter Kowald Ensemble (CD "Cuts") u.v.a.

Di 19.3.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 88
PAPAJO

Paul Lovens (Aachen) - perkussion
Paul Hubweber (Köln) - posaune
John Edwards (London) - kontrabass

Paul Lovens, 1949 in Aachen geboren, spielt seit seinem 14. Lebensjahr Schlagzeug, seit 1969 liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit in der Freien Improvisation mit sehr individuell zusammengestelltem Instrumentarium. Seit dieser Zeit gehört er auch als festes Mitglied zum Trio von Alexander von Schlippenbach und dem Globe Unity Orchestra. Lovens konzertiert weltweit und spielte mit vielen der wichtigsten Vertretern der free music, u.a. Cecil Taylor, Günter Christmann, Peter Kowald und Derek Bailey. Mit seinem Duo-Partner Paul Lytton betreibt er sein eigenes Label Po Porch Records.

Paul Hubweber, Jahrgang 1954, begann seine Musikerlaufbahn mit Gitarre und E-Bass, wechselte zum Schlagzeug und schliesslich und endgültig mit 17 Jahren zur Posaune. Er spielte mit dem London Improvisers Orchestra mit George Lewis, Fred van Hove, Claus van Bebber u.v.a. Hubweber trat beim New Jazz Festival Moers und der Pro Musica Nova auf. Beim Festival der Reihe IMPROVISATIONEN A Cute Music war er mit der Gruppe Troisventure mit Georg Wissel und Joachim Zoepf zu hören.

John Edwards wurde 1964 in Hounslow, West London geboren. Er begann als Schlagzeuger in Rock- und Popgruppen und baute Holzinstrumente. Er spielte auf verschiedenen Aufnahmen mit den B Shops For the Poor, God und den Pointy Birds. Auf einem Company Konzert 1985 hörte er zum ersten Mal freie Musikund begann 1987 Kontrabass zu spielen. In der freien Musik spielte er mitlerweile im London Improvisers Orchestra, im Evan Parker Quartet und Trio, im Eddie Prevost Trio, mit John Butcher, Maggie Nichols, Lol Coxhill u.v.a.m.

Mit Unterstützung vom Deutschen Musikrat

Di 5.2.2002, 21.00 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 87
Russell - Keune & Wörmann

John Russell (London) - gitarre
Stefan Keune (Oberhausen) - sopranino- & alto-saxophon
Hainer Wörmann (Bremen) - gitarre

John Russel, Jahrgang 1954 begann 1965 Gitarre zu spielen. Seit 1972 ist er in Kontakt mit der Londoner Free-Music-Szene. Russel spielt im Evan Parker Quartett (CD 'London Air Lift'), im Trio mit John Butcher und Phil Durrant (CD 'Concert Moves') und im Duo mit Roger Turner, mit dem er im Juni 1997 bei den IMPROVISATIONEN zu hören war (CDs 'Birthdays' und 'The Second Sky'). Darüber hinaus spielte er mit Chris Burn, Hugh Davies, Phil Minton, Luc Houtkamp u.v.a.m.

Stefan Keune,
1965 in Oberhausen geboren, begann 1982 auf dem Tenorsaxophon. 1987 kam zu seinen mittlerweile diversen Instrumenten das Sopraninosaxophon hinzu, mit dem er sich seitdem hauptsächlich auseinandersetzte. Seit 1985 spielt Keune freie Musik, seit 1990 auch in überregionalen und internationalen Besetzungen, u.a. mit Paul Lytton, Dietmar Diesner, Paul Lovens, Mats Gustafsson und Peter Kowald. Bei den IMPROVISATIONEN war er im Dezember 1991 im Quartett mit Trugôt Thelitz, Jürgen Morgenstern und Leopold Stokowski zu hören.

Die musikalische Zusammenarbeit von John Russell und Stefan Keune begann 1994. Anfangs im Quartett, spielen sie seit 2001 auch im Duo, unternahmen eine Japantour und nahmen die CD 'Excerpts and Offerings' auf.

Im ersten Set werden John Russell und Stefan Keune im Duo zu hören sein. Im zweiten Set gibt es erst ein Duo mit John Russell und dem Bremer Gitarristen Hainer Wörmann und dann ein Trio.

Sa 8.12.2001, von 20 Uhr bis So 9.12.2001, 8 Uhr !!!
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 86
Das Zwölfstunden-Konzert – The Very Lounge

Wolfgang Brodsky (Braunschweig) - schlagzeug, perkussion
Hannes Clauss (Oldenburg) - schlagzeug, perkussion
Nils Gerold - flöte
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Georgia Hoppe (Hamburg) - gitarre, saxophon, klarinette
Carsten Koll (Cuxhaven) - alto- & sopransaxophon
Björn Pechmann (Bremerhaven) - kontrabass
Uli Sobotta - euphonium, althorn
Martin Speicher (Kassel) - saxophone, klarinette
Jan Van Hasselt - sampler, minidisc, turntable, drumcomputer
Ansgar Wilken, gitarre
Hainer Wörmann, gitarre

Zwölf MusikerInnen gestalten ein zwölfstündiges Musikstück von Samstag abend 20.00 Uhr bis Sonntag morgen 8.00 Uhr.

Aspekte von Zeit sind Themen mit denen sich Musiker und insbesondere Improvisatoren kontinuierlich beschäftigen. Bei den Improvisationen dehnen wir die Spielzeit, um zu neuen musikalischen Möglichkeiten und Erfahrungen zu gelangen.

Wie lange "trägt" bzw. "hält" das musikalische Material, wenn nahezu unbegrenzt Zeit vorhanden ist? Wie verändert sich die Wahrnehmung physisch / im Spielprozess / beim Zuhören? Was verändert sich in meinen (musikalischen) Gedanken / Assoziationen?

Neben der geistigen/musikalischen Nahrung ist auch für Speisen gesorgt, um die Nacht bis zum Morgenkaffee gut zu überstehen.

Di 20.11.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 85

ONE
FLYBLOWN MUSIC

Uli Sobotta - euphonium

TWO
Projekt DUOS 2001

H. Lukas Lindenmaier (Freiburg) - schlagzeug, perkussion
Nils Gerold - flöte

Heinrich Lukas Lindenmaier, Jahrgang 1946, war Mitglied des KXUTRIO, ist Co-Leader des F-ORCHESTRA, spielte in verschiedenen Workshop Ensembles von Cecil Taylor und in John Tchicais BOSWIL ENSEMBLE. Lindenmaier arbeitete mit Peter Kowald, Irene Schweizer, Harald Kimmig, Maggie Nicols, Karen Borca u.v.a.m.

Nach vielen Jahren musikalischer Aktivitäten in kleineren und immer grösser werdenden Ensembles, Konzepten mit sich ständig vermehrendem Aufwand bis hin zu grossen Materialschlachten selbst in Triobesetzungen habe ich mir für den Herbst 2001 ein minimalistisches Konzept gesetzt. Ich reise mit ein paar Becken und Trommelstöcken im Gepäck von Ort zu Ort und spiele dort auf dem jeweils vorhandenen Instrument. Ausserdem suche ich die kleinstmöglichste Situation eines - improvisierten ? musikalischen Dialogs: 

An jedem Ort treffe ich auf eine andere Solistin oder einen andern Solisten als Duopartner. Jedes Konzert entsteht aus einer grundlegend neuen Situation, wechselnden Partnern, wechselndem Instrumentarium, unbekanntem Raum, anderem Publikum.

Das Projekt der DUOS 2001 ist auch ein Schritt auf dem Weg, radikale Konzepte improvisierter Musik zu realisieren. Cecil Taylor ? ein Künstler dem ich viel Wissen und Ideen zur Sache verdanke - hat die Anweisung gegeben "... jedesmal zu spielen als sei's das letzte mal..."; tatsächlich geht es darum, jedes mal zum einzig und letzten mal zu spielen, mit der wiederkehrenden Idee, dass auch das nächste das erste und letzte mal sei.

Im Rahmen seiner Tournee "DUOS 2001" spielt der Freiburger Schlagzeuger H. Lukas Lindenmaier bei den IMPROVISATIONEN mit dem Bremer Flötisten Nils Gerold.

Im ersten Teil des Konzerts ist der Bremer Euphoniumspieler Uli Sobotta solo mit seiner FLY-BLOWN MUSIC zu hören.

Di 16.10.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 84

Phil Minton  (London) - stimme
Günter Christmann (Hannover) - posaune, cello
Nils Gerold - flöten
Hainer Wörmann - gitarre

Günter Christmann und Phil Minton gehören zur ersten Musikergeneration der free music, sind also seit ihren Anfängen Ende der 60er Jahre dabei, haben ihre Entwicklung mitgeprägt und mit den meisten wichtigen Musikern dieses Genres gespielt.Initiator der Reihe "Improvisationen".


Phil Minton, Jahrgang 1940, startete seine Musikerlaufbahn als Trompeter in diversen Jazzbands. Seit Anfang der 60er Jahre war er als Trompeter und immer mehr auch als Sänger in den Bands von Mike Westbrook aktiv. 1975 gründete er mit Maggie Nichols und Julie Tippetts die Gruppe Voice. Minton spielte bei Derek Baileys Company und in Günter Christmanns Vario-Projekten. Mit den Gruppen Raphiphi (mit Radu Malfatti und Phil Wachsmann) und Roof (mit Tom Cora, Michael Vatcher und Luc Ex), auf der CD Trace dokumentiert, war Minton in den letzten Jahren in Bremen zu hören.


Günter Christmann, geboren 1942, arbeitet seit 1968 als freischaffender Musiker in der Freien Improvisation und Neuen Musik. Er spielte mit nahezu allen wichtigen Musikern im Bereich der free music, war Mitglied im Globe Unity Orchester und im King Übü Orchestrü. Seit 1979 ist er Initiator musikalischer und multimedialer Projekte unter dem Arbeitstitel Vario, häufig mit Tänzer/innen (u.a. Pina Bausch, Elisabeth Clarke) und Malern (K.R.H. Sonderborg, Wolfgang Hannen). Seit 1983 führt er musiktheatralische Programme mit eigenen Experimentalfilmen auf. Christmann konzertierte weltweit auf Festivals und Tourneen, ist umfassend auf LPs / CDs / Video dokumentiert. Er betreut sein eigenes Label explico.


Den ersten Set gestalten Günter Christmann und Phil Minton im Duo. Im zweiten Set sind außerdem die Bremer Musiker Hainer Wörmann und Nils Gerold zu hören.

Di 25.9.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 83
Butcher - Hammerschmidt - Sobotta

John Butcher (London) - tenor- & sopranosaxophon
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Uli Sobotta - euphonium

Trockener englischer Humor gepaart mit feinstofflicher Akribie, so hat sich John Butcher schon zweimal in Bremen präsentiert, und zwar beim Toothbrush & Eyebrows Festival und der Pro Musica Nova. Nun spielt er zum ersten Mal Solo im Rahmen der Reihe Improvisationen in der MIB.
Seit Butcher in den frühen 80er Jahren seine Forschungen von der Physik auf Improvisationen und Neue Musik verlegt hat entwickelte sich John Butcher zu einem der interessantesten und innovativsten Saxophonisten der Gegenwart, der mit allen maßgeblichen MusikerInnen der Improvisationsszene, wie z.B. Evan Parker, Fred Frith, Derek Bailey und Zeena Parkins zusammen gespielt und Aufnahmen gemacht hat.
Bei seinen Soloprojekten gilt Butchers Hauptinteresse der Integration verschiedener klanglicher Facetten des Saxophons wie Multiphonics und Überblastechniken. Komposition und Improvisation sind dabei für Ihn, abgesehen von ihren speziellen Eigenheiten, nicht unbedingt zu trennende Aktivitäten. Besonders deutlich wird dies bei seinen Solokonzerten, wo seine individuelle Ideen nicht von den Ideen anderer MusikerInnen beeinflußt werden.
John Butcher wird an diesem Abend auch gemeinsam mit den Bremer Kontrabassisten Reinhart Hammerschmidt und dem Euphoniumspieler Uli Sobotta auftreten.

Di 12.6.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 82
Schliemann - Wörmann - Zoepf

Joachim Zoepf (Köln) - bass klarinette, sopranosaxophon
Wolfgang Schliemann (Wiesbaden) - perkussion
Hainer Wörmann - gitarre

Die 3 Musiker, die sich aus Zusammenhängen wie HumaNoise Congress, Ensemble 2 INCQ, Bull's Eye Ensemble, "time.structure"-Projekt lange kennen und z.Zt. den musikalischen Teil des "at work"-Projekts bilden, sind hier erstmals als Trio zu hören. Der Kölner Joachim Zoepf, früher bei der Saxophon-Mafia, hat von dort aus die Abstraktion des Reed-Spiels konsequent vorangetrieben. Wiesbadens Wolfgang Schliemann ist ein Schlagzeuger und Percussionist mit außergewöhnlichem Sinn für Klangfarbenentwicklung und Performances mit bildenden Künstlern und Tänzerinnen. Hainer Wörmann hat gerade seine Solo-Gitarren-CD "Lower Rhine Sonata" fertiggestellt.

Zoepf arbeitete u.a. mit Philippe Micol, Thomas Lehn, Gunda Gottschalk und Erhard Hirt. Er gründete mit Paul Hubweber die Arbeitsgemeinschaft Improvisierte Musik AIM in Köln.

Schliemann arbeitete mit WIE (Wiesbadener Improvisations Ensemble), Fine Kwiatkowski, Michael Vorfeld, Günter Christmann und Marianne Schuppe. Er ist Co-Gründer des ARTist Collective in Wiesbaden.

Wörmann spielte mit Axel Dörner, Maggie Nichols, John Butcher, Roger Kleier, Rajesh Mehta, Claus van Bebber und Keith Rowe. Er ist der Initiator der Reihe "Improvisationen".

Di 8.5.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 81
BLONK & BIQ

Jaap Blonk (Niederlande) - stimme
Hainer Wörmann - gitarre
Uli Sobotta - euphonium
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - flöte

Jaap Blonk spezialisierte sich in der Ausführung von Lautpoesie, von Kurt Schwitters Ursonate über eigene Gedichte bis zur Freien Improvisation. Er ist Gründer und Leiter des 13-köpfigen Orchesters SPLINKS, das zwischen den Bereichen Improvisation, Elektronik und Zeitgenössischer Musik operiert. Mit expressiver Bühnenpräsenz arbeitet er von Solo-Performances über das Avant-Rock Trio BRAAXTAAL bis zu frei improvisierten Kontexten (CD Improvisers mit Mats Gustafsson & Michael Zerang). Blonk spielte in vielen Ländern Europas, den USA, Kanada, Indonesien und Lateinamerika. Er war Gastdozent an der 'Schule für Dichtung in Wien' und und an der 'School of the Arts of Chicago'.

BIQ (Hainer Wörmann, Uli Sobotta, Reinhart Hammerschmidt, Nils Gerold), an neuen Kontexten und Situationen immer interessiert (beim letzten MIBNIGHT Jazzfestival im Januar etwa mit dem Projekt Kronos - Kairos), ist bei den Improvisationen 81 zum ersten Mal mit einem Gastmusiker zu hören.

Di 24.4.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 80
LOTS OF STRINGS QUARTET

Burkhard Beins (Berlin) - schlagzeug, perkussion
Rhodri Davies (London) - harfe
Jürgen Morgenstern (Hannover) - kontrabass, stimme
Mark Wastell (London) - cello

Der Schlagzeuger Burkhard Beins – ursprünglich von der Rockmusik kommend – experimentierte in den 80er Jahren mit Tonbandmusik plus Perkussion. Seit 1988 liegt sein Hauptinteresse in zeitgenössischer improvisierter und komponierter Musik, darüber hinaus beschäftigt er sich mit Theater- und Filmmusik. Beins spielte auf den Festivals LMC (London), Vario (Hannover) und humanoise (Wiesbaden) und mit Sven Åke-Johansson, Maggie Nicols, John Butcher, Wolfgang Fuchs u.v.a.m. 

Der aus Wales stammende Harfenspieler Rhodri Davies kam 1995 nach London. Er arbeitete dort u.a. mit Lol Coxhill, Phil Minton, Roger Turner und Paul Lytton. Den Klang der Harfe erweitert er über Präparationen, Veränderung der Feinstimmung und Spiel mit dem Bogen und enthebt sie dadurch ihrem traditionellen, romantischen Klangbild. In seiner Arbeit beschäftigt sich Davies – sie als komplementär begreifend – mit den Übergängen von Improvisation und Komposition.

Jürgen Morgenstern erhielt seine Gesangsausbildung u.a. bei Theo Altmeyer und David Moss, seine Kontrabass-Fertigkeiten erwarb er bei Sigi Busch und anderen. Er wirkte beim Günther Christmann-Projekt vario 31 mit, spielte für den WDR mit Paul Lovens, Dietmar Diesner und Günther Christmann. Morgenstern arbeitete mit der Tänzerin Ulrike Wallis, im Rahmen von Klang-installationen und mit dem sechs Kontrabässe umfassenden Ensemble Sondarc. 

Über das Klavier und später den Kontrabass kam Mark Wastell schließlich zum Cello. Seit 1996 beschäftigt er sich aktiv mit improvisierter Musik und ist Mitglied des London Musicians Collective. Als Improvisator ist er u.a. von Phil Wachsmann, John Stevens und John Russel beeinflusst aber auch von zeitgenössischen Komponisten wie Helmut Lachenmann, Morton Feldnman und Luigi Nono. Wastell spielte u.a. mit Evan Parker, Chris Burns und Phil Durrant.

Di 20.3.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 79
TRI-DIM

Håkon Kornstad (Norwegen) - saxophon
David Stackenäs (Schweden) - gitarre
Ingar Zach (Norwegen) - schlagzeug

Die Musiker von TRI-DIM lernten sich durch Zufall in Trondheim 1997 bei einer Session kennen und merkten bald, dass ihre Vorstellungen der musikalischen Kommunikation in dieselbe Richtung gehen, die sie im Trio weiterentwickeln wollten. TRI-DIM hat über den Fond Ausübender Künstler in Norwegen ein Arbeitsstipendium sowie Unterstützung für die Produktion von zwei CDs erhalten. Neben der Arbeit im Trio ist TRI-DIM am Austausch mit anderen Musikern interessiert und arbeitete u.a. mit Raymond Strid, Fred Lonberg-Holm, Johan Berthling und Jim O'Rourke zusammen.

Håkon Kornstad studierte ebenfalls an der Jazzabteilung des Musikkonservatoriums in Trondheim. Neben seinem eigenen Trio (mit Paal Nilssen-Love und Mats Eilertsen) spielte er z.B. mit der Band Wibutee, Bugge Wesseltoft und Audun Kleive. 


David Stackenäs arbeitete u.a. zusammen mit Mats Gustafsson, Sten Sandell und Barry Guy. Stackenäs studierte an der königlichen Musikhochschule in Stockholm.

Ingar Zach
studierte an der Jazzabteilung des Musikkonservatoriums in Trondheim und der Universität Oslo. Zach ist Mitglied der Formationen Noble Noise (mit Kristin Asbjø rnsen und Erik Hegdal) und Quartz (mit Ståle Storløkken, Mats Eilertsen und Erik Hegdal).

Di 6.2.2001, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 78
l' imprévue musique française

Michel Doneda (Frankreich) - sopran saxophon
Urs Leimgruber (Frankreich) - tenor- & sopran saxophon
Keith Rowe (Frankreich) - gitarre

Diesmal zu Gast bei den IMPROVISATIONEN ist ein hochkarätig besetztes Trio, bestehend aus dem französischen Saxophonisten Michel Doneda sowie den seit Jahren in Frankreich lebenden Musikern Urs Leimgruber, ebenfalls Saxophon und dem Gitarristen Keith Rowe.

Michel Doneda arbeitete u.a. mit Lê Quan Ninh, Fred van Hove, Lol Coxhill, Phil Wachsman, Robert Dick, Elliott Sharp, John Zorn und Kazue Sawai. Mit dem Percussionisten und Komponisten Alain Joule gründete er das Label Sonographica, um Möglichkeiten von Multimedia Projekten mit Malerei und Literatur zu ergründen. Doneda ist außerdem Mitglied der Initiative La Flibuste, die sich um Organisation und Aufführungen von improvisierter Musik in Verbindung mit anderen Künsten bemüht.

Urs Leimgruber, 1952 in der Schweiz geboren, lebt seit 1988 in Paris. In den siebziger Jahren war er Mitbegründer der Fusiongruppe OM. Langjährige Erfahrung im Bereich Zeitgenössischer Improvisation, Komposition, Jazz und Neuer Musik. Tourneen als Solist, im Duo mit dem Schlagzeuger Fritz Hauser und diversen Ensembles in Europa, Kanada, Kuba und den USA. Leimgruber arbeitete u.a. mit Marilyn Crispell, Joëlle Léandre, Barre Phillips, Lauren Newton, Günter Christmann, Steve Lacy, Sunny Murray, Tim Berne und Louis Sclavis.

Keith Rowe gründete Mitte der sechziger Jahre gemeinsam mit Eddie Prevost und Lou Gare die legendäre Improvisationsgruppe AMM zu der später Cornelius Cardrew stieß und ist somit seit den Anfängen der frei improvisierten Musik maßgeblich an ihrer Entwicklung beteiligt. Inzwischen gehören auch der Pianist John Tilbury und der Cellist Rohan de Saram zu der Gruppe. Durch seine Form der Gitarrenpräparation nahm er großen Einfluß auf das Spiel nachfolgender Generationen von Gitarristen. Rowe hat mit Evan Parker, Barry Guy, Phil Minton, Derek Bailey, Butch Morris, Fred Frith, Phil Durrant, Keffe Matthews und vielen anderen zusammengearbeitet.

Bei den IMPROVISATIONEN war Rowe letztes Jahr im Juni im Duo mit dem Gitarristen Hainer Wörmann und im Trio mit Reinhart Hammerschmidt am Kontrabass und Nils Gerold an der Bassklarinette zu hören.

 

Das Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Institut Français

Di 10.10.2000, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 77
HCL Ensemble
CD-Release Concert

Hans Kämper (Hude) - posaune
Sebastian Venus (Oldenburg) - keyboards
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics
Hannes Clauss (Oldenburg) - schlagzeug, perkussion

Anläßlich der Veröffentlichung der CD "HCL Ensemble 13" (Hybrid Records) gibt das HCL Ensemble am 10. Oktober ein Konzerte im Rahmen der Reihe Improvisationen.

"Dass es im "HCL Ensemble", benannt nach den Initialen des Bandgründers Hannes Clauss, seit Jahren im positiven Sinne gewaltig knistert dürfte der Grund für den langen Atem der Formation sein die seit 1990 unerbittlich wie Salzsäure (HCL) den musikalischen Dingen auf den Grund geht. In dem Ensemble treffen mit Hannes Clauss, Reinhart Hammerschmidt, Hans Kämper und Sebastian Venus nicht nur einschlägige Improvisatoren aufeinander, sondern Musiker, die aus den unterschiedlichsten Genres - wie Jazz, Rock, klassischer Musik kommen und noch immer "fremdeln".

"Alles ist erlaubt", lautete stets die Maxime des Quartetts, das sich heute mit der gleichen Selbstverständlichkeit von jenen Zwängen der Impro-Szene verabschiedet die doch selbst unter anderem als Antwort auf die Routinen des Jazz entstanden. So wirkt "13" über weite Strecken fast romantisch und lässt sich mit Neugierde auf die rhythmischen und harmonischen "Tabus" der Improvisation ein - also durchlaufende Metrik und schöne Melodien. Das Ergebnis sind 13 Titel, die sich zu einer ungezwungenen audiovisuellen Klangreise ergänzen. Und das klingt wie ein Experiment im akustischen Reagenzglas, wo sich das "HCL Ensemble" unbarmherzig durch widerspenstige musikalische Floskeln und stilistische Zitate ätzt und mit klassischen Improvisationstechniken das musikalische Material so nachhaltig bearbeitet, bis es schließlich in neuen Substanzen aufgeht. Und dass die auf "13" so zahlreich sind, ist ein Beleg für seine kompromisslose Brillanz." (A. Hesel, Weserkurier, 9.7.2000)

Di 26.9.2000, 21 Uhr
Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 76
MECHANIQUE(S)

Dafna Naphtali (New York) - live sound processing, stimme
Hans Tammen (New York) - endangered guitar
Uli Sobotta - euphonium

Dafna Naphtali sampelt live die Klänge ihrer MitmusikerInnen und ihrer eigenen Stimme, und gibt das durch ihre interaktive Software veränderte Material in den musikalischen Prozeß zurück. Hans Tammen hingegen erzeugt seine Klänge vornehmlich durch mechanische Manipulationen von Gitarren, das ihm schnelle musikalische Reaktionen und Bewegungen in improvisierter wie komponierter Musik erlaubt. In ihrem Programm MECHANIQUE(S) berühren sich elektronische und akustische Klangwelten, Freejazz, europäische Improvisierte Musik und Musique Concrète.

Naphtalis Live Sound Processing ist inzwischen auch in Europa bekannt - mit Kathleen Supové in ihrem "Exploding Piano" auf der 1997 Helsinki Biennial, auf der Music Mind and Machine Group in Nijmegen und beim Amsterdamer Institut STEIM. Mit ihren Ensembles ColliSion, Kaleid-o-Phone und "What is it like to be a Bat?" ist sie in den USA und Kanada aufgetreten, zuletzt beim Sound Symposium 2000 Festival in Neufundland. Sie ist Beraterin für Interactive Computer Music beim Harvestworks/ Studio PASS Artist-in- Residence Programm.

Hans Tammen: Konzerte und Performances auch mit Lichtaktionen, Tanz oder Bildenden Künstlern. Festivalauftritte oder Ortsbespielungen in den USA, Europa, Rußland und Mexico. Neben anderen CDs u.a. mit Denman Maroney, Herb Robertson, Steve Swell oder Dominic Duval veröffentlichte er 1999 seine Solo-CD "Endangered Guitar". Klaus Hübner schrieb dazu in Westzeit 9/99: "Wer jetzt noch sagt, Experimente, und besonders die auf der Gitarre, hätten keine Zukunft, der muß Endangered Guitar von Hans Tammen hören. Dann läßt sich anderer Schrammeln gnädig ertragen."

Bei den Improvisationen ist das Duo MECHANIQUE(S) zusammen mit dem Bremer Euphoniumspieler Uli Sobotta zu hören. 

Di 20.6.2000, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 75
Keith Rowe (Frankreich) - gitarre
Hainer Wörmann - gitarre
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass
Nils Gerold - flöte


Zu Gast bei den IMPROVISATIONEN ist diesmal der englische Gitarrist Keith Rowe. Rowe ist Mitbegründer der legendären Improvisationsgruppe AMM und somit seit den Anfängen der frei improvisierten Musik Mitte der 60er Jahre maßgeblich an ihrer Entwicklung beteiligt. Durch seine Form der Gitarrenpräperation nahm er großen Einfluß auf das Spiel nachfolgender Generationen von Gitarristen, wie u.a. auch Fred Frith oder Hainer Wörmann.

"Der Sound muss einen Moment, den du noch nie gelebt hast, reflektieren. Unpassend ist, wenn er irgendwie zurückgeht, das hat mehr mit Geschichte zu tun, wenig mit dem Jetzt. Gelegentlich kann es passieren, dass du etwas begleitest, was dir unpassend vorkommt. Es ist nicht gut oder schlecht, es scheint einfach nicht richtig, dann kannst du es verändern, indem du etwas anderes spielst." (Keith Rowe)

Beim Festival SAITENSPRUNGE war Keith Rowe letztes Jahr solo im Sendesaal von Radio Bremen zu erleben. Bei den IMPROVISATIONEN stellt Rowe diesmal seine Arbeit im Zusammenspiel – im ersten Set im Duo mit dem Gitarristen Hainer Wörmann und im zweiten Set im Trio mit Reinhart Hammerschmidt am Kontrabass und dem Holzbläser Nils Gerold – vor.

Keith Rowe studierte von 1956 bis 1961 Bildende Künste (Malerei), während er gleichzeitig in einer Band der Kunstschule spielte, aus der sich die Mike Westbrook Band entwickeln sollte. 1962 zog er nach London und spielte weiter mit dem Westbrook-Ensemble und anderen Gruppen. Mitte der sechziger Jahre spielte er experimentelle Musik und führte Stücke von George Brecht, Toshi lchiyanagi, John Cage, La Monte Young und Christian Wolff auf. In dieser Zeit (1966) gründete er auch gemeinsam mit Eddie Prevost und Lou Gore das AMM-Ensemble, zu dem später Cornelius Cardew stieß. Dieses Improvisationsensemble ist bis heute aktiv, und inzwischen gehören auch der Pianist John Tilbury und der Cellist des Arditti-Quartetts Rohan de Saram zu der Gruppe. Keith Rowe war von 1969 bis 1974 Mitglied des Scratch Orchestra in London, das u.a. Stücke von Cornelius Cardew, Howard Skempton und Frederic Rzewski aufführte. Zu Beginn der siebziger Jahre spielte Keith Rowe in Gefängnissen, Parks und bei politischen Versammlungen, in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre arbeitete er in Psychiatriekliniken und machte Video-Therapien mit der Schlagzeugerin Liam Genockey. Er hat mit Evan Parker, Barry Guy, Phil Minton, Derek Bailey, Butch Morris, Fred Frith, Urs Leimgruber, Phil Durrant, Kaffe Matthes und vielen anderen zusammengearbeitet.

Di 16.5.2000, 21 Uhr
MIB, Buntentorsteinweg 112
IMPROVISATIONEN 74
BIQ

Hainer Wörmann - gitarre
Reinhart Hammerschmidt - kontrabass, electronics
Uli Sobotta - euphonium
Nils Gerold - flöte

Zehn Jahre erfolgreiches Bestehen der "Improvisationen"- und das heißt unter den kulturellen Arbeitsbedingungen auch immer Durchhalten - ist Grund und Anlass mit unserem treuen Publikum und hoffentlich auch vielen neuen Neugierigen bei Sekt und wie gewohnt Improvisierter Musik zu feiern, natürlich auch auf die nächsten Jahre anzustoßen...

Für die Musik sorgt diesmal die Gruppe BIQ - also das Quartett der Organisatoren der "Improvisationen". BIQ formierte sich im Herbst 1999 und ist das erste mal in Bremen zu hören.

Hainer Wörmann ist der Initiator der "Improvisationen" und organisierte u.a. auch das Festival Toothbrush & Eyebrows (Bremen 1993). Wörmann spielte mit Hans Reichel, Axel Dörner, Maggie Nichols, John Butcher, Roger Kleier, Rajesh Mehta, Clauss van Bebber u.v.a. Er gastierte auf Festivals in Köln, Dresden, Wiesbaden, Kopenhagen und in Bremen u.a. beim Tanzherbst (1992) und der Pro Musica Nova (1996). Bei den "Improvisationen" war er zuletzt im Februar mit at work 2 im Duo mit Anne Schlöpke zu hören.

Uli Sobotta ist in unterschiedlichsten Formationen vom Solospiel über Gruppen wie GTE-Unlimited, Lemon Cake, SAE, China Pig Love Divers bis zu Theatermusiken, z.B. The Black Rider und Hörspielen aktiv. Sobotta spielte auf Festivals in St. Petersburg, London, Saarbrücken, Pro Musica Nova (Bremen 1996) ... mit Johannes Bauer, Gunter Hampel, Jin Hi Kim, Roger Turner, Nick Couldry, Sylvia Hallett, Venessa Mackness ... bei den "Improvisationen" war er das letzte mal im Dezember 1999 mit Gunda Gottschalk und Peter Jacquemyn zu hören.

Reinhart Hammerschmidt spielte u.v.a. mit Vladimir Tarasov, Dror Feiler, Markus Eichenberger, Steve Lacy, Albert Mangelsdorff, arbeitete mit dem Moscow Composers Orchestra, dem F-Orchestra, ist Mitglied des HCL Ensembles und des Bass-Sextetts Sondarc, das im April 2000 beim Taktlos Festival in Basel und Zürich gastierte. Außerdem spielte er auf Festivals in Bukarest, Leverkusen, Archangelsk, Moskau, Ekaterinenburg, dem Ulrichsberger Kaleidophon u.v.a.m. Im September 1999 war sein letzter Auftritt bei den "Improvisationen" im Quartett mit Albert Márkos, Paul Hubweber und Hainer Wörmann.

Nils Gerold
spielte u.a. mit John Russel, Günter Heinz, Blaise Siwula, Ulrich Phillipp, Christoph Irmer, Andreas Nordheim, Georg Wolff. Er trat auf bei Festivals in Glauchau, Oldenburg, Bremen und organisierte das Festival "freispiel" (Bremen 1997). Im März spielte er mit Ove Volquatz, Klaus Christian Kaufmann und Klaus Wilmanns bei den "Improvisationen".

28.3.2000
MIB, Buntentorsteinweg

Improvisationen 73

Ove Volquartz, reeds, D
Klaus Christian Kaufmann, dr, D
Klaus Wilmanns, b, D
Nils Gerold, cl / fl, D

22.2.2000
MIB, Buntentorsteinweg 112

Improvisationen 72

Distorschen  /  Schlöpke - Wörmann-Duo
Anne Schlöpke, voice, D
Hainer Wörmann, git, D
Heinz-Peter Hofmann, e-b, D
Frank Rühl, git, D