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Die MIB war Gründungsmitglied des Schwankhallenvereins. 2004 veranstaltete dann die Konzerreihe IMPROVISATIONEN erstmalig das A CUTE MUSIC Festival in der Schwankhalle. Seit 2007 findet dort das jährliche MIBNIGHT Jazzfestival statt.

 

MIBNIGHT Jazzfestival 2009

 

Die fröhliche Dialektik von Stand- und Spielbein gehört zu den Grundbedingungen des Jazz. Das war im Leben des Kornettisten Bix Beiderbecke schon so – und es wird auch im Leben eines zukünftigen Cellotalents so sein. Stand- und Spielbein meinen aber nicht allein Thema und Improvisation, nicht nur Materialbeherrschung und musikalisches Neuland, nicht bloß Tradition und Gegenwart. Wer mit beiden Beinen auf gutem Grund steht, hat einen – handfesten – Standortvorteil: Denn die programmatische Dichte und die internationalen Besuche eines Festivals wie MIBNIGHT wären nicht möglich ohne eine gestandene Verankerung in der Stadt. Ohne Szenen und Menschen und Räume. Herzlich willkommen also zum diesjährigen Spielbein der Musikerinitiative Bremen! 

 

Aktualisierungen: Wo wäre die Gegenwart traditionellen Materials greifbarer, als wenn „die da auf der Bühne“ jünger sind als man selbst? Nach der MIB-Workshopband im vergangenen Jahr eröffnet die reichlich gereiste und ausgezeichnete JazzAG des Kippenberg-Gymnasiums das Festival 2009. Ihre frischen Modern-Jazz-Adaptionen legen die Fährte für den Donnerstagabend. Mit dem Frankfurt Jazz Trio und dem Günther Späth-Quartett folgen zwei Formationen, die über lange Zeit Zusammenspielerfahrung angereichert haben. Und die diese solide Basis nutzen, um eigene und eigensinnige Breschen zu schlagen in die Jazzgeschichte zwischen Swingsound und HardBop-Schliff. 

 

Überschreitungen: Niemand glaubt mehr an die Einfriedungen des Jazz-Areals. Als Hilfslinien tragen die Formationen am Freitag gleichwohl Grenzen in ihre Konzepte ein – um sie zu überschreiten. Mit einem beherzten Griff in die Punkkiste wie das stilwechselwillige Hamburger Capri Di Rote Quartett, mit kompromisslosem Willen zur Anschaubarkeit wie die Instrumentenkundler KLANK und Ben Gwilliam oder mit freier Sicht auf die konzentrierte Formforschung bei Philipp, Leimgruber und Gerold. Als eines von zahlreichen Festival-Ensembles hat Philip Van Enderts Trio dem Standbein der Gemeinschaftserfahrung ein Spielbein hinzugesellt: Den klaren Saxophonsound des vormaligen Miles-Davis-Sideman Rick Margitza. Dieses Quartett konnte dank freundlicher Unterstützung des Freundes- und Förderkreises des Jazz in Bremen e.V. verpflichtet werden. 

 

Stimmführungen: Selbst dort, wo am Sonnabend nicht gesungen wird, geht es um das Zusammenspiel von Stimme und hintergründigem Klangnetzwerk. Hallt in der sehr gegenwärtigen Liebe zum Vergangenen, wie Haunted By The Blues sie zelebriert, nicht die Frühgeschichte des Genres nach? Überzeugt der Kontrabassist Jonathan Robinson nicht sogar in seinem eigenen Quintett gerade durch elegantes Mannschaftsspiel? Mit der Sängerin Hanna Jursch, deren Brückenschläge das Dirk Piezunka Quartett angenehm herausfordern, und den beiden Vokalistinnen des tanzbaren elektroakustischen Crossovers von Peak Magnifique, kommt die Stimme an diesem Abend auch im wörtlichen Sinn zu ihrem Recht.

 

In welcher Spielart auch immer – konzertanter Jazz lebt im und aus dem Moment. Trotzdem soll an dieser Stelle auch die dokumentarische Nachhaltigkeit gewürdigt werden: Dezenter Begleiter nicht nur des Jazz-Geschehens in Bremen ist seit Jahren der Fotograf Rolf Schöllkopf. Energetische Ansichten und überraschender Detailreichtum sind während des Festivals in der Fotoinstallation „Jazz-Impro-Pleasure“ zu sehen. Auch die Jazz-Redaktion von Radio Bremen setzt ihre freundliche Festivalbegleitung fort – und hält das MIBNIGHT-Programm akustisch fest. Nicht zuletzt braucht ein Festival auch einen Ort: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunst- und Künstlerhauses Schwankhalle sei herzlich gedankt.

 

MIBNIGHT RADIO 2009
Moderation: Tim Schomacker
Gäste: Julian Fischer, Ben Gwilliam, Reinhart Hammerschmidt, Jörg Hochapfel,

Eckhard Petri
Musik und Gespräche zum MIBNIGHT Jazzfestival 2009
Die zweistündige Sendung können Sie unter folgendem Link hören >

 

Programmübersicht 

 

Do 29.10.2009, 20.00 Uhr
JazzAG des Kippenberg-Gymnasiums
Die Sieger des diesjährigen Bremer „Jugend jazzt“-Wettbewerbs wagen ungewohnte Zugänge zum modern-klassischen Jazz-Repertoire. Gemeinsam mit dem erfahrenen Bremer Saxophonisten Dirk Piezunka arrangiert und interagiert das junge Ensemble auf beachtlichem Niveau. Mit dem bereits hochdekorierten Gitarristen Julian Fischer gehört dieses vielversprechende LineUp zu den besten in der mittlerweile zwanzigjährigen Geschichte des Kippenberg-Jazz.


Philipp Kunz - trumpet
Lukas Karsten - saxophone
Alexander Studt - saxophone
Julian Fischer - guitar
Eike Blüthner - piano
Martin Recker - bass
Paul Wille - percussion
Nick Zacharias - drums
Dirk Piezunka
- conductor 

 

Do 29.10.2009, 21 Uhr
Frankfurt Jazz Trio
Ein Jahrzehnt schon blättert das transparente Trio aus der Main-Metropole beherzt durchs American Songbook. Stilvielfältig und mit luftiger Virtuosität nähern sich die drei Musiker gleichermaßen dem nostalgischen Swingsound, den Erneuererklängen von Earl Hines oder Ornette Coleman und aufmerksamen Eigenkompositionen. Ohne Substanzverlust springt das intime Trio zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her.


Olaf Polziehn (Freiberg) - piano
Martin Gjakonovski (Köln) - doublebass
Thomas Cremer (Frankfurt)
- drums 

 

Do 29.10.2009, 22.30 Uhr
Günther Späth Quartett
Für den lebendigen Umgang auch mit älterem Swing-, Latin- und HardBop-Material ist es „never too late“. So schrieb es der kraftvolle Bremer Jazz-Vierer aufs CD-Cover. Souveräne Coolness, hochkonzentrierter Ensemble-Klang und raffinierte Arrangements gewähren Altreisenden und Neuanhaltern spannende Einblicke in diverse Jazz-Galaxien. Mal voll harmonischer Wärme, mal inspirierend explosiv – mit  zwei gemeinsamen Dekaden übersetzt das Quartett viel Zusammenspielerfahrung in Konzertereignisse.


Eckard Petri - saxophone
Jens Schöwing - piano
Günther Späth - doublebass
Heinrich Hock - drums

 

Fr 30.10.2009, 20 Uhr
Capri Di Rote Quintett
Angesichts der surrealen Konstellationen, abrupten Richtungswechseln und stilistischen Unverfrorenheit der Hamburger Punkjazzer rieb sich die Fachpresse verwundert die Augen. Das geräuschvolle Amalgam aus diversen Genres und Gegenwarten lädt gleichermaßen zum entspannten Kopfnicken wie zum enthusiastischen Stirnrunzeln ein.


Gunnar Kockjoy (Hamburg) - trumpet, fluegelhorn
Sebastian Hoffmann (Hamburg) - trombone, euphonium, melodica
Jörg Hochapfel (Hamburg) - composition, piano, guitar, melodica
Oliver Karstens (Hamburg) - doublebass
Dirk Achim Dhonau (Hamburg) - drums, percussion, clarinet

 

Fr 30.10.2009, 21.30 Uhr
Van Endert – Margitza Quartett
Durch seine souveräne Arbeit an der Seite des späten Miles Davis avancierte der Tenorsaxophonist Rick Margitza vor 20 Jahren zum Shootingstar. Sein geschliffener und zugleich warmer Hornton geht eine entspannte Liaison ein mit dem sanft-satten Klang eines Gitarrentrios, das hier Lyrisches dezent andeuten und  gleich darauf feinste Harmoniegewebe kraftvoll untermauern kann.


Rick Margitza (USA) - saxophone
Philip van Endert (Düsseldorf) - guitars
Nico Brandenburg (Düsseldorf) - doublebass
Kurt Billker (Köln)
- drums

 

Fr 30.10.2009, 20.45 Uhr
KLANK & Ben Gwilliam
Inszenierte Musik: Das kleinteilige elektroakustische Equipment des britischen Sound Artists Ben Gwilliam verstärkt den Bremer Impro-Vierer bei seinen Erkundungen in klanglichen Grenzbereichen und raumbespannenden Geräuschen. Kompromisslose Klangerzeugung zum Zugucken.


Ben Gwilliam (England) - digital and analog devices
Christoph Ogiermann - violin, voice, stuff
Hainer Wörmann - e-guitar, stuff
Reinhart Hammerschmidt - doublebass, stuff
Tim Schomacker - percussion, voice, stuff

 

Fr 30.10.2009, 22.30 Uhr
Philipp – Leimgruber – Gerold
Drei Jahrzehnte europäische Free Music-Geschichte stehen bei dieser ungewöhnlichen Begegnung zweier Ateminstrumente mit einem Kontrabass auf der Bühne. Das schweizerisch-deutsche Trio improvisiert konzentrierte Erkundungen in den faszinierenden Randgebieten des klassischen Instrumentariums.


Urs Leimgruber (Luzern) - saxophones
Ulrich Philipp (Wiesbaden) - doublebass
Nils Gerold
- flute

 

Sa 31.10.2009, 20 Uhr
Haunted By The Blues & Dave Goodman
Gemeinsam mit dem Gitarristen Dave Goodman erkundet der Bremer Blues-Vierer die Fundamente des Genres, ohne dabei einen Hauch von Fundamentalismus zu versprühen. Für den weiten Weg, den die frühgeschichtlichen Töne bis in die Arrangements der freundlichen Polter- und Plagegeister nehmen müssen, werden sie durch souveränes Entstauben, liebevolle Politur und charmante Präsentation entschädigt – ganz gleich, ob in Klassiker, Fundstück oder Eigenkomposition.


Dave Goodman - guitar
Eckhard Petri - saxophones
Dietmar Kirstein - piano
David Jehn - doublebass
Stefan Ulrich
- drums

 

Sa 31.10.2009, 21.30 Uhr
Jonathan Robinson Quintett
Von Charlie Mingus’ notorischem Eigensinn über die partnerschaftliche Flexibilität der Impro-Legende Peter Kowald bis zur flapsigen Eleganz eines Stanley Clarke reichen die Bezugspunkte des Bassisten Jonathan Robinson. Stets stellt er Eindrücke und Ideen in den Ensembledienst. Für das sinnliche und sinnreiche Erkunden von Freiheit und Regelwerk hat er sein eingespieltes Trio hanseatisch erweitert.


Jan-Olaf Rodt - guitar
Ignaz Dinné (Berlin) - saxophone
Greg Burk (Italien) - piano
Jonathan Robinson (Berlin) - doublebass
John B. Arnold (Italien)
- drums

 

Sa 31.10.2009, 20.45 Uhr
Dirk Piezunka Quartett & Hanna Jursch
Im Minutentakt gelingen der Sängerin Hanna Jursch Brückenschläge zwischen Epochen, Stilen und Gefühlslagen. Verlässlich getragen von der weitsichtigen akustischen Akkuratesse des Piezunka-Quartetts, tänzelt die ausdrucksstarke Stimme der Romy-Cameron-Schülerin elegant auf den Grenzen zwischen Jazz, Gospel und Pop.


Hanna Jursch (Hannover) - vocals
Dirk Piezunka - saxophone
Martin Flindt (Varel) - guitar
Michael Gudenkauf (Hannover) - doublebass
Christian Schönefeldt (Oldenburg)
- drums

 

Sa 31.10.2009, 22.30 Uhr
Peak Magnifique
Faszinierende wie überraschende Höhepunkte produziert dieses Sparten, Kulturen und Generationen übergreifende Sextett. In fröhlicher Eintracht begegnen sich in den hochgetakteten harmonischen Netzwerken von Peak Magnifique elektroakustische Tanzbarkeit und wandernde Sounds, soulige Lyrismen und reimversessene Slampoesie. Kongenial in Szene gesetzt vom Visual Artist Andreas Aussem.


Uta Celik - voice, poetry
Hannah Rogler - vocals
Ivan Timoshenko - guitar
Ilker Yilmaz - electronics
Reinhard Schiemann - drums
Andreas Aussem - visual art

 

MIBNIGHT Jazzfestival 2008

 

Das Unerhörte mit dem gerne Gehörten zu verbinden, ist von Beginn an ein wesentlicher Charakterzug des MIBNIGHT Jazzfestivals. Vom 9. bis 11. Oktober präsentiert die Musikerinitiative Bremen ein Programm, so vielseitig wie sie selbst: New trifft Free trifft Soul trifft Modern Jazz; elektrisch trifft akustisch, feste Formation trifft Erstbegegnung. Auch in diesem Jahr bieten alter und neuer Saal der Bremer Schwankhalle dabei nicht nur Musikern Raum, sondern auch Wortartisten, Bewegungsfanatikern und Bildaktionisten.

 

Mit der programmatisch betitelten Suite „El Viaje – Die Reise“ eröffnet die MIB-Workshop-Band den Reigen aus 13 Konzerten. Zu hören sind am Donnerstag Reisen zu den Randbereichen instrumentalen Klangspektrums wie beim französischen Top-Saxophonisten Michel Doneda. Florian Poser's Brazilian Experience erkundet die gemeinsamen Landkarten von Latin und Jazz. Und dem Danziger Ausnahme-Bassisten Piotr Lemanczyk gelingt – mit freundlicher Unterstützung von agitPolska – ein weiterer deutsch-polnischer Brückenschlag mit exklusivem Modern-Jazz-Material.

 

Die Stimme bahnt am Freitag gleich doppelt den Weg durch musikalische Geschichte und Geschichten. Eckhard Petris Dozenthology macht aus den Namen von Jazzgrößen anagrammatische Gedichte und aus diesen Gedichten eigenwillige Songportraits. Eine originelle Heimatkunde betreiben Die Erben – mit Schlag- und Blaszeug überführen sie deutsches Liedgut in So-noch-nie-Gehörtes. Dazu spielt sich das López-Fey-Quintett an ein grenzüberschreitendes europäisches Klangideal heran, während eine Trio-Performance den den Sparten-Schlagbaum für Tänzer Günther Grollitsch öffnet.

 

Der Sonnabend wird von zwei Hommagen eingerahmt: The Bird-Variations aktualisieren Charlie Parker mit Cello und Klavier. Das Hamburger Oktett Rocket No. 9 ringt den Kompositionen von Sun Ra so viel Neues ab, dass es selbst den Altmeister überraschen würde. Dazwischen grooven Reverend Joe voll souliger Gospelseeligkeit. Der Berliner Künstler Helge Leiberg macht permanent wechselnde Klang-Konstellationen seiner Mitmusiker sichtbar. Und Schlagzeug-Legende Bill Elgart begegnet improvisierend der Energiefreisetzung von Posaune und Flöte.

 

Optische Dokumente: Im Foyer der Schwankhalle ist während des Festivals Rolf Schöllkopfs Fotoinstallation MIB seen zu sehen.

Akustische Dokumente: Radio Bremen hält das diesjährige Jazz-plus-X-Festival klanglich fest.

 

Do 9.10.2008, 20.00 Uhr
MIB Workshop Band

Die wechselvolle Geschichte transatlantischer Wanderbewegungen liefert die Bezugspunkte der El-Viaje-Suite. Aus gemeinsamer Arbeit an der MIB-Jazzschule ging ein Workshop-Ensemble hervor, mit dem Sobotta und Seemann thematische in musikalische Horizontlinien übersetzen.

 

Daniela Schwarz - bassoon, percussion

Claudia Jessel - vocals, percussion

Andrea Rösler - piano, percussion

Teresa Schmidt-Kortenbach - flute, percussion

Christian Herzberg - tres, percussion

Till Küster - drums, percussion

David Mautz - timbales, percussion

Simon Suhr - e-bass, percussion

Lukas Meyer - e-guitar, percussion

Martin Dittler - saxophone, percussion

Lasse Derner - trombone, percussion

Gerd Seemann, Uli Sobotta - conductors, concept

 

Do 9.10.2008, 21.30 Uhr
Florian Poser’s Brazilian Experience

Im Zentrum der agilen New Yorker Brazil-Jazz-Szene fand der deutsche Ausnahme-Vibraphonist Florian Poser sein Latin-Jazz-Quintett. Atmosphärische Unmittelbarkeit und stilistische Brillianz gehen hier eine aufregend rhythmusverliebte Liaison ein.

 

Florian Poser (Oldenburg) - vibraphone

Gustavo Bergalli (Argentinien) - trumpet
Klaus Müller (USA/Deutschland)
- piano

Itaiguara (USA/Brasilien) - doublebass
Portinho (USA/Brasilien)
- drums  

 

Do 9.10.2008, 20.45 Uhr

Michel Doneda – Hainer Wörmann

Auf seinen Erkundungen in die klanglichen Grenzbereiche des Sopransaxophons begegnete Michel Doneda so illustren Reisebegleitern wie Joëlle Léandre und John Zorn. In Bremen ist sein elaboriert-multiphonisches Spiel im intensiven Dialog mit Hainer Wörmanns feinsinnig präparierter Gitarre zu hören.

 

Michel Doneda (Frankreich) - soprano-saxophone

Hainer Wörmann - e-guitar 

 

Do 9.10.2008, 22.30 Uhr
Piotr Lemanczyk International Quarte
t

Soulig schillernder Modern Jazz trägt das neue Quartett des bemerkenswerten Kontrabassisten Piotr Lemanczyk. Auch für diesen polnisch-deutschen Brückenschlag hat er exklusiv swingendeund elegant vibrierende Kompositionen im Gepäck. 

 

Ralph Reichert (Hamburg) - saxophone

Maciej Grzywacz (Polen) - e-guitar

Piotr Lemanczyk (Polen) - doublebass

Jan Roth (Hamburg) - drums

 

Fr 10.10.2008, 20.00 Uhr
Dozenthology

Auf experimentell-poetischem Wege nähert sich das Quartett hochkarätig besetzter Saxophongeschichte und -gegenwart. Petris Portrait-Songs übersetzen Quadfliegs Anagramme klangvoller Namen wie John Coltrane oder Charles Lloyd in ein spekulatives Jazz-Sodoku voll eigensinniger Ehrerbietung.

 

Felix  Quadflieg - voice, text

Eckhard Petri - saxophone

Michael Berger - piano

Matthias Klenke - doublebass

Stefan Ulrich - drums

 

21.30 Uhr
López-Fey-Quintet
M

Mit verschiedenen Materialien begab sich der junge spanische Pianist Miguel Angel López schon auf die musikalische Suche: iberischer Bigbandsound, andalusischer Rock oder moderner Flamenco. In spontaner Kommunikation und komplex verwobener Komposition erkundet er mit Co-Bandleader Klaus Fey den europäischen akustischen Jazz-Klang.

 

Claas Überschär (Hamburg) - trumpet

Klaus Fey - saxophone

Miguel Angel López (Spanien) - piano

Richard Welschhoff (Celle) - doublebass

Friedemann Bartels - drums 

 

Fr 10.10.2008, 20.45 Uhr

Grollitsch – Rühl – Hammerschmidt

Auf Augenhöhe begegnet der Tänzer Günther Grollitsch dem kleinteiligen Kontrabassspiel Reinhart Hammerschmidts und der choreographieerprobten Gitarre Frank Rühls. Das Trio nutzt in dieser improvisatorischen Erstbegegnung Bewegungsabläufe als Klangerzeuger und Instrumente als Bildelemente.

 

Günther Grollitsch (Österreich/Bremen) - dance

Frank Rühl (Giessen) - e-guitar

Reinhart Hammerschmidt - doublebass

 

Fr 10.10.2008, 22.30 Uhr
Die Erben

Als verschrobener Volksmusik-Vierer bereisen sie die deutschsprachigen Lande – stets auf der Suche nach verschüttetem Liedgut für den Erben-Konfrontationskurs mit behändem Doppel-Gebläse und unerhört taktvoller Rückendeckung für die fulminante Sängerin Rye.

 

Rye (Berlin) - voice

Jörg Huke (Berlin) - trombone

Andreas Kaling (Bielefeld) - bass-saxophone

Karl Godejohann (Bielefeld) - drums

 

Sa 11.10.2008, 20.00 Uhr
The Bird-Variations

Von Schostakowitsch bis Paul Bley reicht dieser intim-assoziative Vogelzug durch die Charlie-Parker-Gemeinde. Hier schwelgendes, dort avantgardistisch abrupt rearrangiertes Bird-Material mit Kammerphilharmoniker Stephan Schrader am Cello und Folkwang-Pianist Felix Elsner

 

Stephan Schrade - cello

Felix Elsner - piano

 

21.30 Uhr
Fiedler – Leiberg – Sobotta

Mit A.R. Penck, Vinko Globokar und Michel Portal hat der Multimedia-Maler Helge Leiberg schon performed. Diesmal nimmt sein bezeichneter Overhead-Projektor den intensiven und vielschichtigen Dialog von Gitarre und Euphonium in den Blick.

 

Lothar Fiedler (Berlin) - e-guitar

Helge Leiberg (Berlin) - projections

Uli Sobotta - euphonium, horn

 

23.00 Uhr
Rocket No.9

Mit jedem Konzert bahnt sich das Hamburger Oktett neue Wege durch die waghalsigen und visionären Topographien der klingenden Landschaften von Sun Ra, Ellington und anderen. Seit 2002 wird formidabel gesoult, gebebopt, gefunkt, gefreet und gecoolt.

 

Thomas Burhorn (Hamburg) - trumpet

Christophe Schweizer (Hamburg) - trombone

Geoffroy Dabrock (Hamburg) - trombone

Edgar Herzog (Hamburg) - saxophones

Rolf Pifnitzka (Hamburg) - saxophones

Jörg Hochapfel (Hamburg) - piano, synthesizer

Chad Popple (Hamburg) - drums

John Hughes (Hamburg) - doublebass


Sa 11.10,2008, 20.45 Uhr
Reverend Joe

Das Gospelfunk- und Souljazz-Quintett des Keyboarders Jens Schöwing blickt mit satten Eigenkompositionen und atemberaubenden Originalen zurück auf diverse Fusionierungen von Jazz und groovenden Spielarten des R’n’B.

 

Eckhard Petri - saxophone

Jens Schöwing - ender rhodes, organ

Ansgar Specht (Bielefeld) - e-guitar

Marcello Albrecht - e-bass

Marc Prietzel - drums

 

22.15 Uhr
Elgart – Heinz - Gerold

Seit 15 Jahren trifft Bill Elgart, bereits in den 60er Jahren Schlagzeuger bei Sam Rivers, Carla Bley und Paul Bley, mit dem Dresdner Posaunen-Virtuosen Günter Heinz zusammen. Sie erweitern ihr Freispiel-Duo um den hochkonzentriert agierenden Flötisten Nils Gerold.

 

Bill Elgart (USA/Ulm) - drums

Günter Heinz (Dresden) - trombone

Nils Gerold - flute

 

MIBNIGHT Jazzfestival 2007

Vom 1.-3. November findet das MIBNIGHT-Jazzfestival erstmalig in den Räumen der Schwankhalle statt – also auf dem Areal, auf dem sich auch das Domizil der MIB befindet.

 

Durch die zwei großen, technisch gut ausgestatteten Säle der Schwankhalle können über das gesamte Festival hin hochkarätige Formationen ohne lange Umbaupausen präsentiert werden. Eine Programmerweiterung in die Bereiche Tanz, Video und Performance wird möglich.

 

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag von einer der erfolg- reichsten neuen Schweizer Jazzformationen, dem Christoph Stiefel Trio. Die multimediale Performance des Cri du Coeur-Collectif mit der herausragenden Tänzerin Fine Kwiatkowski verspricht dazu einen äußerst spannungsreichen Gegenpol zu setzen. Mit Paul Lovens konnte einer der gefragtesten Schlagzeuger der Free Music zum MIBNIGHT-Jazzfestival eingeladen werden. Der Abend wird abgerundet durch den Auftritt der Funky-Soul-Band Vodoo Child.

 

Am Freitag dann zum Auftakt die Premiere von Blue-Note-Bach, anschließend trifft die Ausnahmesängerin Sainkho Namtchylak auf den MIB-Musiker Uli Sobotta, World Music und Improvisation stehen auf dem Programm. Dusko Goykovich, eine wahre Jazzlegende, konnte vom Bremer Saxophonisten Dirk Piezunka als Gast für sein Quartett gewonnen werden. Den zweiten Abend beschließt Frank Wingolds Band Clairvoyance aus Köln mit melodisch energetischem zeitgenössischen Jazz.

Der Sonnabend steht im Zeichen des Groove. Im 'Neuen Saal' sind Crossover Projekte mit Rap, Fake Jazz und DJ zu hören. Das Butterfly Project vereinigt Bremer Rapper und Musiker der MIB. Mit Das Böse Ding ist eines der erfrischendsten, frechsten Projekte der deutschen Jazz-Szene am Start. Anschließend verbindet die belgisch/ niederländisch/deutsche Formation Dichters Dansen Niet Poetry und Techno. Im 'Alten Saal' sind mit der Dortmunder Band Bima und dem Bremer Projekt Timeline zwei percussiv ausgerichtete Formationen aus dem Bereich Worldjazz zu hören. Zum Ausklang des Festivals läd dann DJ Fred db zum Chillout ein. 

 

Im Foyer der Schwankhalle sind während des Festivals unter dem Titel ‘MIB seen Fotoprojektionen von Rolf Schöllkopf zu sehen.

 

 

Do 1.11.2007

Neuer Saal

20.00 Uhr
Christoph Stiefel Trio
The Isorhythmic Piano
Mit seiner neuen CD „7meilen Stiefel“ geht das Christoph Stiefel Trio eigene, spannende Wege zwischen Alt und Neu, zwischen totalem Drive und traumhaftem Slow und verabschiedet sich damit endgültig vom herkömmlichen Klaviertriosound.   


Christoph Stiefel (CH) - piano

Patrice Moret, (CH) - doublebass

Marcel Papaux, (CH) drums

 

22.00 Uhr
Cri du Coeur-Collectif
Performance
Eine multimediale Performance, die sich der Vernetzung moderner Kommunikationsmittel in der Auseinandersetzung mit Tanz, Musik und Architektur bedient. Brillante Videoinstallationen illustrieren finstere, geschichtete Klanghaufen. Das Bild einer Welt zwischen hektischer Betriebsamkeit und Erstarrung in emotionaler Eiseskälte wird vermittelt.


Fine Kwiatkowski Berlin) - dance

Willehad Grafenhorst (Berlin) - bass-balalaika, electronics

Reinhart Hammerschmidt - doublebass

Hainer Wörmann - guitar

 

Alter Saal

21.00 Uhr
Vodoo Child
Funky Soul
Auf dem Programm stehen funk-, jazz- und bluesinspirierte Eigenkompositionen. Durch komplexe Arrangements und interaktive Solopower erzeugt die unglaublich eingespielte Band dabei ein ganz eigenes Konzerterlebnis.


Andy B - guitar

Klaus Möckelmann - hammond b3

Christian Gorecki - e-bass

Mark Wetjen (Hamburg) - drums

 

23.00 Uhr
Paul Lovens / Nils Gerold
free music
Paul Lovens, seit 1969 freischaffender Musiker, spielte mit nahezu allen Musikern der Freien Musik-Szene, er ist Schlagzeuger im Schlippenbach-Trio und Globe Unity Orchestra. Im freien Dialog trifft er auf den Flötisten Nils Gerold.


Paul Lovens (Aachen) - selected & unselected drums and cymbals

Nils Gerold - flute

 

Freitag, 2.11.2007

Neuer Saal

20.00 Uhr
Jens Schöwings Blue-Note-Bach
modern electric/acoustic 
Das „Musikalische Opfer“ Bachs im Mittelpunkt moderner Jazzbearbeitung. Vor   2 Jahren im Rahmen der Kulturhauptstadt-bewerbung Bremens entstanden, ist dieses spannende Konzept inzwischen zum Bandprojekt erweitert worden.


Jens Schöwing - piano, synthesizer

Matthias Entrup - vibraphon, percussion

Christian Frank - e-bass

Marc Prietzel - drums 

 

22.00 Uhr
Dusko Goykovich
Bebop/Mainstream
Die Jazzlegende Dusko Goykovich - er spielte mit Miles Davis, Dizzy Gillespie, Gerry Mulligan, Sonny Rollins, Dexter Gordon, Chet Baker und Stan Getz - vereinigt sich mit dem Dirk Piezunka Quartett. Mainstream auf höchstem Niveau.


Dusko Goykovich (München) - trompete

Dirk Piezunka (Oyten) - saxophon

Elmar Brass (Hannover) - piano

Ingo Senst (Dortmund) - bass

Derek Scherzer (Hamburg) - drums

 

 

Alter Saal

21.00 Uhr
Sainkho Namtchylak-Uli Sobotta-Duo
improvised Worldmusic
Sainkho Namtchylak aus Tuva kam über Peter Kowald mit der westlichen Jazz-Avantgarde in Kontakt. Sie spielte mit Evan Parker, Joëlle Léandre und Butch Morris. Einmalige Gesangstechnik in Verbindung mit intensiver Euphoniummusik versprechen eine außergewöhnliche Klangreise.


Sainkho Namtchylak (Wien) - voice

Uli Sobotta - euphonium, guitar

 

23.00 Uhr
Frank Wingold Clairvoyance
Energetic Jazz
Clairvoyance ist die bewusste zeitgemäße Rückbesinnung des Gitarristen auf einen originären Jazzbackground - gebrochen durch Wingolds eigenwilligen Blickwinkel. Zeitgenössischer Jazz, elegant, energetisch und interaktiv.


Frank Wingold (Köln) - guitar

Niels Klein (Köln) - saxophon, clarinet, bassclarinet

Dietmar Fuhr (Köln) - doublebass

Jonas Burgwinkel (Köln) - drums

 

Samstag, 3.11.2007

Neuer Saal

20.00 Uhr
Butterfly Project
JazzRap
Hip Hop, Jazz, Fusion, afro-cuban Grooves, Funk-Jazz – ein facettenreiches Crossover von drei jungen Rappern und fünf 'gestandenen' Jazzern der MIB. 

 

Reinhard Schiemann - drums

Wolfram von der Weiden - guitar

Rico Germanus - e-bass

Eckhard Petri - saxophon

Gerd Seemann - congas, percussion

„Phillis“  (Patrick Adams) - vocals

„Desar“ (Sascha Klaba), vocals - „Shaulin“ (Nils), vocals 

 

21.30 Uhr
Das Böse Ding
Fake Jazz
„Das Böse Ding, eine der frechsten, aber dabei komplexesten Bands der deutschen Szene“ „eine Viererbande, die intelligent revoltiert“ „Respektlos und aberwitzig“


Jan Klare (Münster), saxophon

Martin Scholz (Essen), organ

Hartmut Kracht (Essen), doublebass

Wolfgang Ekhold (Münster), drums

 

23:00 Uhr
Dichters Dansen Niet
Poetry Performance
DDN präsentieren „Klipdrift“, eine explosive und lyrische Musikperformance, basierend auf intensiver Dichtung, bewegenden Rhythmen, gesprochenem Wort und experimenteller Musik.


Serge van Duijnhoven (NL), lyrics, voice

Fred db (B), turntable

Uli Sobotta, euphonium, guitar

 

Alter Saal

20.45 Uhr
timeline
Worldmusic & Jazz
Ungerade Metren und ethnische Sounds treffen auf lyrische Themen. Ein Crossover indischer, arabischer, amerikanischer und skandinavischer Klänge aus norddeutscher Perspektive.


Ilka Siedenburg, saxophon, bassclarinet

Michi Schmidt, vibraphon, percussion

Felix Elsner, piano, synthesizer

 

22.15 Uhr
Bima
Caribbean Jazz
Salsa, World-Jazz und ruhige, romantische Kompositionen, eine Melange aus südamerikanischer Percussion, sattem Bass, virtuosem Klavier und dem warmen Sound der Steeldrum.


Bima (Dortmund), steeldrums

Roman Babik (Dortmund), piano

Poncho Valdes (Dortmund), timbales, percussion

Thomas Kukulies (Dortmund), congas, percussion

Michael Schürmann (Dortmund), e-bass